Finanzen & Sparen

Mieterhöhung-Rechner

Wie viel darf die Miete steigen? Der Rechner prüft die Kappungsgrenze und die ortsübliche Vergleichsmiete und nennt die höchste zulässige Kaltmiete.

Ihre Angaben
Miete drei Jahre vor dem Wirksamwerden der Erhöhung, ohne Erhöhungen wegen Modernisierung.
Laut Mietspiegel Ihrer Stadt oder Gemeinde.
15 % gilt nur dort, wo das Land eine Verordnung für angespannte Wohnungsmärkte erlassen hat.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

So wird die zulässige Mieterhöhung berechnet

Vermieter dürfen die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete anheben. Dabei gibt es zwei Grenzen, die beide eingehalten werden müssen: Die Miete darf nicht über die ortsübliche Vergleichsmiete steigen, und sie darf innerhalb von drei Jahren höchstens um die Kappungsgrenze steigen. Die Kappungsgrenze beträgt 20 %, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt 15 %.

Grenze 1=Wohnfla¨che×ortsu¨bliche Vergleichsmieteje m2\text{Grenze}\,1 = \text{Wohnfläche} \times \text{ortsübliche Vergleichsmiete}\quad \text{je}\ m^{2}Grenze 2=Kaltmiete vor drei Jahren×(1+Kappungsgrenze100)\text{Grenze}\,2 = \text{Kaltmiete vor drei Jahren} \times \left(1 + \frac{\text{Kappungsgrenze}}{100}\right)Ho¨chste neue Miete=die kleinere der beiden Grenzen\text{Höchste neue Miete} = \text{die kleinere der beiden Grenzen}

Beispiel: Eine 60-m²-Wohnung kostet aktuell 700 € und vor drei Jahren 680 €. Die Vergleichsmiete liegt bei 12,50 € je m², das sind 750 €. Die Kappungsgrenze (20 %) erlaubt bis zu 816 €. Es gilt die kleinere Grenze: Die Miete darf auf höchstens 750 € steigen, also um 50 € (7,1 %).

Fristen und Form

Eine Mieterhöhung auf die Vergleichsmiete muss schriftlich oder in Textform verlangt und begründet werden, etwa mit dem Mietspiegel. Die Miete muss zum Zeitpunkt der Erhöhung seit mindestens 15 Monaten unverändert sein. Die Mieterin oder der Mieter hat etwa zwei Monate Zeit zur Zustimmung, die neue Miete gilt ab dem dritten Monat nach dem Zugang. Erhöhungen wegen Modernisierung, Staffelmiete und Indexmiete folgen eigenen Regeln. Lassen Sie einen konkreten Fall von einem Mieterverein oder einem Anwalt prüfen.

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Häufige Fragen

Wie oft darf die Miete erhöht werden?

Frühestens 15 Monate nach der letzten Mieterhöhung oder dem Einzug, und höchstens bis zur Kappungsgrenze innerhalb von drei Jahren.

Was ist die Kappungsgrenze?

Sie begrenzt die Mieterhöhung auf 20 % innerhalb von drei Jahren, in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt auf 15 %. Erhöhungen wegen Modernisierung werden dabei nicht mitgezählt.

Wo finde ich die ortsübliche Vergleichsmiete?

Im Mietspiegel Ihrer Stadt oder Gemeinde. Er ist meist kostenlos online oder bei der Stadtverwaltung erhältlich.

Wie viel darf die Miete erhöht werden?

Innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 %, in angespannten Wohnungsmärkten 15 %, und nie über die ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB).

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