Finanzen & Sparen

Indexmiete berechnen: Neue Miete nach Verbraucherpreisindex

Tragen Sie die aktuelle Miete und die beiden Indexwerte ein. Der Rechner zeigt die neue Miete und die Erhöhung.

Miete und Index
Basis 2020 = 100, veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt (Destatis).
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Wie die Indexmiete funktioniert

Bei einer Indexmiete ist im Mietvertrag vereinbart, dass sich die Miete nach dem Verbraucherpreisindex für Deutschland richtet. Steigt der Index um drei Prozent, darf die Miete um drei Prozent steigen. Sinkt der Index, sinkt auch die Miete, sofern es der Vertrag vorsieht.

Die Miete muss mindestens ein Jahr unverändert geblieben sein, bevor sie angepasst wird. Der Vermieter muss die Änderung in Textform erklären und die Indexwerte angeben. Die geänderte Miete gilt vom übernächsten Monat an. Eine Staffelung oder eine Mieterhöhung nach der ortsüblichen Vergleichsmiete gleichzeitig ist ausgeschlossen.

Die Kappungsgrenze und die Mietpreisbremse gelten für spätere Erhöhungen nicht. Die Miete folgt allein dem Index, auch in Zeiten hoher Inflation. Das kann bei kräftigen Preissprüngen zu spürbaren Erhöhungen führen.

Den Index veröffentlicht das Statistische Bundesamt monatlich.

Neue Miete=alte Miete⋅Index neuIndex alt\text{Neue Miete} = \frac{\text{alte Miete} \cdot \text{Index neu}}{\text{Index alt}}

Beispiel: Bei 800 € Kaltmiete, einem Index von 120,3 bei der letzten Anpassung und 123,7 aktuell steigt die Miete um 2,83 %. Die neue Miete beträgt 822,61 €, das sind 22,61 € mehr im Monat und 271,32 € im Jahr.

Worauf Mieter und Vermieter achten sollten

Eine Indexmiete bietet beiden Seiten Planbarkeit, hat aber Risiken: Bei hoher Inflation steigt die Miete stark. Mieter sollten Rücklagen bilden und die Erhöhungen prüfen. Vermieter müssen die Formvorschriften genau einhalten, sonst ist die Erhöhung unwirksam.

Der Vermieter kann während der Indexmiete eine Erhöhung wegen Modernisierung nur verlangen, wenn er die Maßnahmen nicht selbst zu vertreten hat. Betriebskostenerhöhungen bleiben davon unberührt und werden separat umgelegt.

Prüfen Sie den Vertrag auf eine Indexklausel. Fehlt sie, gelten die normalen Regeln für die Vergleichsmiete. Ein Mieterverein kann prüfen, ob die Klausel wirksam ist und die Berechnung stimmt.

Der Rechner ersetzt keine Rechtsberatung und zeigt nur die rechnerische Anpassung.

Ein Beispiel für den Verlauf: Bei einer Inflation von zwei Prozent im Jahr steigt eine Miete von 800 Euro in zehn Jahren auf rund 975 Euro. Bei fünf Prozent wären es mehr als 1.300 Euro. Mieter sollten deshalb eine Rücklage für Erhöhungen bilden und das Haushaltsbudget jährlich überprüfen. Wer neu verhandelt, kann auf Obergrenzen oder auf eine Staffelmiete ausweichen, die planbare Schritte festlegt.

Tipps und typische Fehler

Zur Indexmiete wissen.

  • Frist: Mindestens ein Jahr zwischen zwei Anpassungen.
  • Form: Erhöhung in Textform mit Indexwerten.
  • Wirksamkeit: Indexklausel im Vertrag prüfen.
  • Rücklage: Bei hoher Inflation steigt die Miete stark.

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Häufige Fragen

Wie oft darf die Indexmiete erhöht werden?

Frühestens ein Jahr nach der letzten Mietänderung, in Textform mit Angabe der Indexwerte.

Gilt bei der Indexmiete die Mietpreisbremse?

Für spätere Erhöhungen nicht, sie richten sich allein nach dem Verbraucherpreisindex.

Wo finde ich den Verbraucherpreisindex?

Beim Statistischen Bundesamt (Destatis) unter dem Verbraucherpreisindex für Deutschland.

Was ist eine Indexmiete?

Eine Miete, die sich nach dem Verbraucherpreisindex richtet.

Wie oft kann die Indexmiete steigen?

Höchstens einmal im Jahr, frühestens zwölf Monate nach der letzten Änderung.

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