Wie gut ist Ihr Prozess in Sigma ausgedrückt?
Six Sigma ist eine Methode zur Prozessverbesserung, die Qualität in einer einheitlichen Zahl ausdrückt: dem Sigma-Niveau. Grundlage ist der Anteil fehlerhafter Möglichkeiten. Ein Sechs-Sigma-Prozess erzeugt nach der üblichen Konvention nur 3,4 Fehler pro Million Fehlermöglichkeiten. So lassen sich ganz unterschiedliche Prozesse, von der Montage bis zur Rechnungsstellung, miteinander vergleichen.
Der Rechner ermittelt zuerst die DPMO, die Defects per Million Opportunities. Dafür teilt er die gefundenen Fehler durch die Zahl aller Fehlermöglichkeiten, also Einheiten mal Möglichkeiten je Einheit, und rechnet auf eine Million hoch. Die Ausbeute je Möglichkeit ist der fehlerfreie Anteil. Aus ihm folgt über die Normalverteilung das Sigma-Niveau.
Zusätzlich zeigt der Rechner die DPU, also Fehler pro Einheit, und schätzt daraus den Anteil vollständig fehlerfreier Einheiten. Diese Schätzung nutzt die Poisson-Verteilung und ist sinnvoll, wenn Fehler unabhängig voneinander auftreten. Gezählt werden immer Fehler, nicht fehlerhafte Teile: Ein Teil kann mehrere Fehler haben.
Sigma-Niveau einordnen
Zur Orientierung nach der üblichen Tabelle mit Verschiebung: 3 Sigma entsprechen rund 66.800 DPMO, 4 Sigma rund 6.210, 5 Sigma rund 233 und 6 Sigma 3,4 DPMO. Jede Stufe bedeutet also eine starke Verringerung der Fehler. Viele Prozesse in Verwaltung und Dienstleistung liegen zwischen 3 und 4 Sigma, gut beherrschte Fertigungsprozesse deutlich darüber.
Die Verschiebung um 1,5 Sigma ist eine Konvention. Sie unterstellt, dass ein Prozess über lange Zeit um diesen Betrag schwankt, und rechnet deshalb das kurzfristige Sigma-Niveau aus Langzeitdaten zurück. Nicht alle Fachleute halten diese Annahme für passend. Wenn Sie ohne Verschiebung rechnen wollen, wählen Sie die zweite Option. Geben Sie in Berichten immer an, welche Variante Sie verwendet haben.
Entscheidend für einen fairen Vergleich ist die Definition der Fehlermöglichkeiten. Wer sehr viele Möglichkeiten je Einheit zählt, senkt die DPMO künstlich. Zählen Sie nur Merkmale, die für den Kunden wichtig sind und tatsächlich geprüft werden, und behalten Sie die Definition über die Zeit bei, damit Verbesserungen sichtbar bleiben.
Für Messwerte mit Toleranzgrenzen ist die Prozessfähigkeit oft aussagekräftiger, sie berechnet der Prozessfähigkeit-Rechner. Die einfache Ausschussquote in Prozent und ppm liefert der Ausschussquote-Rechner, und die zugrunde liegende Verteilung zeigt der Normalverteilung-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Fehler messbar machen.
- Möglichkeiten: Fest definieren.
- Shift: Angeben.
- Fehler: Nicht Teile zählen.
- Trend: Über Zeit verfolgen.
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Häufige Fragen
Was bedeutet DPMO?
Defects per Million Opportunities, also Fehler pro einer Million Fehlermöglichkeiten.
Warum 3,4 Fehler bei sechs Sigma?
Wegen der angenommenen Verschiebung um 1,5 Sigma. Ohne sie wären es rund 0,001 Fehler pro Million.
Was ist eine Fehlermöglichkeit?
Ein prüfbares Merkmal einer Einheit, an dem ein für den Kunden relevanter Fehler auftreten kann.
Wie viele Fehler hat ein Vier-Sigma-Prozess?
Nach der üblichen Tabelle rund 6.210 pro Million Möglichkeiten.
Was ist DPU?
Die durchschnittliche Zahl der Fehler pro geprüfter Einheit.
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- DPMO berechnen
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