Wie gleichmäßig wird ein Artikel verbraucht?
Die XYZ-Analyse teilt Artikel danach ein, wie gut sich ihr Bedarf vorhersagen lässt. X-Artikel werden sehr gleichmäßig verbraucht, Y-Artikel schwanken spürbar, etwa saisonal, und Z-Artikel werden unregelmäßig oder sporadisch benötigt. Diese Einteilung entscheidet, ob sich eine verbrauchsgesteuerte Disposition lohnt oder ob der Bedarf besser auftragsbezogen geplant wird.
Gemessen wird die Schwankung mit dem Variationskoeffizienten. Er setzt die Standardabweichung ins Verhältnis zum Mittelwert und macht Artikel mit sehr verschiedenen Mengen vergleichbar. Eine Schraube mit 10.000 Stück pro Monat und ein Motor mit 12 Stück pro Monat lassen sich so auf einer gemeinsamen Skala einordnen.
Die Grenzen zwischen den Klassen sind nicht genormt. Verbreitet sind 25 Prozent für X und 50 Prozent für Y; manche Unternehmen nutzen 10 und 25 Prozent. Deshalb können Sie beide Grenzen selbst festlegen und an Ihre Branche und Ihr Sortiment anpassen.
XYZ-Klassen in der Praxis nutzen
Ihre volle Aussagekraft entfaltet die XYZ-Analyse erst zusammen mit der ABC-Analyse. AX-Artikel haben hohen Wert und gleichmäßigen Verbrauch; sie eignen sich für Just-in-time-Belieferung und knappe Bestände. CZ-Artikel sind geringwertig und unregelmäßig, hier ist ein großzügiger Puffer oft billiger als aufwendige Planung.
Achten Sie auf die Zahl der Perioden. Mit drei Werten ist das Ergebnis kaum belastbar, zwölf Monate oder 26 Wochen sind deutlich besser. Kürzere Perioden zeigen mehr Schwankung: Ein Artikel kann auf Monatsbasis X und auf Wochenbasis Y sein. Vergleichen Sie daher nur Artikel, die mit derselben Periodenlänge ausgewertet wurden.
Ausreißer verzerren den Variationskoeffizienten stark. Eine einmalige Großbestellung oder ein Lieferausfall mit nachgeholtem Verbrauch sollte vor der Analyse geprüft und gegebenenfalls bereinigt werden. Perioden mit null Verbrauch gehören dagegen dazu; sie sind typisch für Z-Artikel und sollten nicht entfernt werden.
Aus der Klasse folgen weitere Schritte. Für X- und Y-Artikel berechnen Sie den Sicherheitsbestand und den Meldebestand, für Z-Artikel lohnt eher eine Bestellung nach konkretem Bedarf. Der Rechner verwendet die Standardabweichung der Grundgesamtheit; Tabellenprogramme bieten auch die Stichprobenvariante, die bei wenigen Werten etwas höher ausfällt.
Tipps und typische Fehler
Bedarf einordnen.
- Perioden: Mindestens zwölf.
- Ausreißer: Prüfen.
- Grenzen: Festlegen.
- ABC: Kombinieren.
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Häufige Fragen
Was bedeutet X, Y und Z?
X steht für gleichmäßigen, Y für schwankenden und Z für unregelmäßigen Verbrauch.
Welche Grenzen sind üblich?
Häufig 25 und 50 Prozent Variationskoeffizient, manche Unternehmen nutzen strengere Werte.
Wie viele Perioden brauche ich?
Mindestens drei, besser zwölf Monate oder mehr.
Wie kombiniere ich ABC- und XYZ-Analyse?
In einer Matrix aus Wertklasse und Schwankungsklasse, etwa AX bis CZ.
Was mache ich mit Z-Artikeln?
Meist auftragsbezogen beschaffen oder mit größerem Puffer arbeiten.
- XYZ-Analyse berechnen
- Variationskoeffizient berechnen
- XYZ Analyse Grenzen
- Verbrauchsschwankung Artikel
- ABC XYZ Analyse
- Bedarfsschwankung Lager
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