Was ist der Meldebestand?
Der Meldebestand, auch Bestellpunkt genannt, ist die Lagermenge, bei der eine neue Bestellung ausgelöst werden muss. Er ist so bemessen, dass der Vorrat während der Lieferzeit gerade ausreicht und die neue Lieferung eintrifft, bevor der Sicherheitsbestand angegriffen wird. Wer zu spät bestellt, riskiert Fehlmengen und Lieferausfälle, wer zu früh bestellt, bindet unnötig Kapital im Lager.
Die Berechnung ist einfach: Der durchschnittliche Tagesverbrauch wird mit der Lieferzeit multipliziert, dazu kommt der Sicherheitsbestand. Wichtig ist, dass Verbrauch und Lieferzeit auf dieselbe Weise gezählt werden. Bezieht sich der Verbrauch auf Arbeitstage, muss auch die Lieferzeit in Arbeitstagen angegeben werden, sonst wird der Meldebestand zu hoch oder zu niedrig.
Der Rechner zeigt außerdem, ob der aktuelle Bestand den Meldebestand schon erreicht hat, wie viele Tage bis dahin vergehen und wie lange der Bestand insgesamt reicht. Mit der Bestellmenge ergeben sich Höchstbestand, durchschnittlicher Lagerbestand und Bestellrhythmus.
Meldebestand in der Praxis
Der Sicherheitsbestand puffert Schwankungen im Verbrauch und Verzögerungen bei der Lieferung ab. Seine Höhe hängt davon ab, wie stark beide schwanken und welche Lieferbereitschaft angestrebt wird. Wird er zu knapp bemessen, kommt es bei Nachfragespitzen zu Engpässen. Den Sicherheitsbestand selbst können Sie mit dem Sicherheitsbestand-Rechner über Standardabweichung und Servicegrad bestimmen.
Das Bestellpunktverfahren eignet sich vor allem für Artikel mit relativ gleichmäßigem Verbrauch. Bei stark saisonaler Nachfrage sollte der Tagesverbrauch regelmäßig angepasst werden, sonst passt der Meldebestand nicht mehr zur aktuellen Lage. Viele Warenwirtschaftssysteme berechnen den Wert automatisch aus dem gleitenden Durchschnitt der letzten Wochen oder Monate.
Neben dem Bestellpunktverfahren gibt es das Bestellrhythmusverfahren, bei dem in festen Abständen geprüft und bis zu einem Höchstbestand aufgefüllt wird. Es passt gut zu Lieferanten mit festen Liefertagen oder zu Artikeln, die gemeinsam bestellt werden. Der Bestellrhythmus im Rechner zeigt, wie oft bei der gewählten Bestellmenge im Mittel bestellt wird.
Wie viel bei Erreichen des Meldebestands bestellt wird, ist eine eigene Frage. Große Bestellmengen senken die Bestellkosten, erhöhen aber die Lagerkosten. Den Ausgleich beider Kostenarten berechnet der Bestellmenge-Rechner nach der Andler-Formel, die Kosten des Lagers der Lagerhaltungskosten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Rechtzeitig bestellen.
- Einheit: Gleiche Tage.
- Verbrauch: Regelmäßig aktualisieren.
- Puffer: Sicherheitsbestand.
- System: Automatisch melden.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man den Meldebestand?
Tagesverbrauch mal Lieferzeit in Tagen plus Sicherheitsbestand.
Was passiert, wenn der Meldebestand unterschritten wird?
Die Bestellung kommt zu spät; bis zur Lieferung muss der Sicherheitsbestand verbraucht werden, im schlimmsten Fall entstehen Fehlmengen.
Ist Meldebestand dasselbe wie Mindestbestand?
Nein, der Mindestbestand ist der Sicherheitsbestand; der Meldebestand liegt um den Verbrauch während der Lieferzeit darüber.
Was ist die Wiederbeschaffungszeit?
Die Zeit von der Bedarfsmeldung über Bestellung und Lieferung bis zur Verfügbarkeit im Lager.
Was ist der Höchstbestand?
Die Menge, die das Lager höchstens aufnehmen soll, meist Sicherheitsbestand plus Bestellmenge.
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