Wie viel auf einmal bestellen?
Wer oft kleine Mengen bestellt, zahlt viel für Bestellung und Versand. Wer selten große Mengen bestellt, bindet Kapital im Lager und zahlt Lagerkosten. Die optimale Bestellmenge, auch Andler-Formel oder Economic Order Quantity genannt, findet das Minimum der Summe beider Kostenarten. Sie ist ein Klassiker der Beschaffungsplanung.
Die Rechnung nimmt gleichmäßigen Verbrauch an. Das Lager ist nach einer Lieferung voll und leert sich bis zur nächsten Bestellung. Im Durchschnitt liegt daher die halbe Bestellmenge im Lager. Die Lagerkosten steigen mit der Bestellmenge, die Bestellkosten sinken, weil seltener bestellt wird. Im Optimum sind beide Kostenblöcke gleich groß.
Der Rechner zeigt zusätzlich die Zahl der Bestellungen pro Jahr, den Abstand in Tagen, die Bestellkosten, die Lagerkosten und die Summe beider. So sehen Sie, wie sich Ihre Bestellpolitik auf die Kosten auswirkt und ob eine Umstellung auf größere oder kleinere Lieferungen sinnvoll ist.
Grenzen der Formel
Die Andler-Formel unterstellt konstanten Verbrauch, konstante Preise und sofortige Lieferung. Mengenrabatte, Mindestbestellmengen, schwankende Nachfrage und Lieferzeiten sind nicht abgebildet. Bei Staffelpreisen prüfen Sie die Gesamtkosten für jede Preisstufe einzeln, wobei der Einkaufspreis mitzählt. Manchmal lohnt sich eine größere Menge wegen des Rabatts.
Die Lagerkosten umfassen mehr als die Miete. Dazu gehören Kapitalbindung, Versicherung, Schwund, Veralterung und Handling. Sind sie schwer zu schätzen, hilft eine Spanne von 15 bis 30 Prozent des Lagerwerts. Wenn der Lagerkostensatz stark steigt, sinkt die optimale Bestellmenge.
Berücksichtigen Sie zusätzlich einen Sicherheitsbestand, damit Lieferverzögerungen oder Nachfragespitzen nicht zu Fehlmengen führen. Der Rechner liefert die rechnerisch kostenminimale Menge als Ausgangspunkt für Ihre Planung. Praktische Grenzen wie Palettengrößen oder Lagerplatz runden das Ergebnis.
In der Praxis wird die errechnete Menge an Verpackungseinheiten, Palettengrößen oder Lieferrhythmen angepasst. Weil die Kostenkurve im Optimum flach verläuft, kosten Abweichungen von 10 bis 20 Prozent nur wenig mehr. Sie haben also Spielraum für praktische Überlegungen wie Lagerplatz oder Transportkosten. Wichtiger als die exakte Zahl ist, dass Bestellkosten und Lagerkosten überhaupt realistisch erfasst werden.
Tipps und typische Fehler
Beschaffung optimieren.
- Kosten kennen: Bestell- und Lagerkosten realistisch ansetzen.
- Rabatte: Staffelpreise separat vergleichen.
- Sicherheitsbestand: Zusätzlich einplanen.
- Prüfen: Menge jährlich neu berechnen.
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- optimale Bestellmenge
- Andler Formel
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Häufige Fragen
Was ist die Andler-Formel?
Eine Formel für die kostenminimale Bestellmenge bei konstantem Bedarf: Wurzel aus 2 mal Bedarf mal Bestellkosten durch Preis mal Lagerkostensatz.
Warum sind Bestell- und Lagerkosten im Optimum gleich?
Weil die Summe beider Kosten genau dort am niedrigsten ist, wo sich die Kurven schneiden.
Was ist der Lagerkostensatz?
Die jährlichen Lagerkosten in Prozent des durchschnittlichen Lagerwerts.
Wann gilt die Andler-Formel nicht?
Bei schwankendem Bedarf, Mengenrabatten oder stark wechselnden Preisen.
Wie hoch ist ein üblicher Lagerkostensatz?
Meist 15 bis 30 Prozent des Lagerwerts pro Jahr.
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