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Lagerhaltungskosten berechnen

Tragen Sie den durchschnittlichen Lagerbestand und die Sätze für Zinsen, Lagerkosten und Risiko ein. Mit dem Jahresverbrauch berechnet der Rechner auch die Lagerreichweite.

Ihr Lager
Zu Einstandspreisen, zum Beispiel (Anfangsbestand + Endbestand) ÷ 2.
Kreditzins oder entgangene Rendite.
Raum, Personal, Technik, Energie im Verhältnis zum Bestand.
Schwund, Veralterung, Verderb und Versicherung.
0, wenn keine Lagerreichweite berechnet werden soll.
Ergebnis

Was kostet die Lagerhaltung?

Ware im Lager bindet Kapital und verursacht laufende Kosten. Diese Lagerhaltungskosten werden meist als Prozentsatz des durchschnittlichen Lagerbestands ausgedrückt, dem Lagerhaltungskostensatz. Er setzt sich aus drei Teilen zusammen: den Zinsen für das gebundene Kapital, den Kosten für Lagerraum, Personal und Technik sowie einem Zuschlag für Risiken wie Schwund, Veralterung und Versicherung.

Der Rechner addiert die drei Sätze zum Lagerhaltungskostensatz und multipliziert ihn mit dem durchschnittlichen Lagerbestand. Sie sehen die Kosten pro Jahr, pro Monat und pro Tag sowie die Aufteilung auf die drei Bestandteile. So erkennen Sie, welcher Teil das Lager am stärksten verteuert.

Tragen Sie zusätzlich den Jahresverbrauch zu Einstandspreisen ein, berechnet der Rechner die Lagerreichweite in Tagen und die Umschlagshäufigkeit. Außerdem sehen Sie, wie viel Prozent des Verbrauchswerts allein für die Lagerhaltung anfallen.

Lagerhaltungskostensatz=Zinssatz+Lagerkostensatz+Risikosatz; Lagerhaltungskosten=Ø Lagerbestand×Satz; Reichweite=Ø Bestand⋅365Jahresverbrauch\text{Lagerhaltungskostensatz} = \text{Zinssatz} + \text{Lagerkostensatz} + \text{Risikosatz};\ \text{Lagerhaltungskosten} = Ø\,\text{Lagerbestand} \times \text{Satz};\ \text{Reichweite} = \frac{Ø\,\text{Bestand} \cdot 365}{\text{Jahresverbrauch}}

Beispiel: Durchschnittlicher Lagerbestand 200.000 €, Zinssatz 6 Prozent, Lagerkostensatz 8 Prozent, Risikosatz 4 Prozent: Der Lagerhaltungskostensatz beträgt 18 Prozent, die Lagerhaltungskosten 200.000 × 0,18 = 36.000 € im Jahr oder 3.000 € im Monat. Davon entfallen 12.000 € auf Zinsen, 16.000 € auf Lagerkosten und 8.000 € auf Risiko. Bei einem Jahresverbrauch von 1,2 Mio. € schlägt sich das Lager 6-mal im Jahr um, die Reichweite beträgt 60,8 Tage.

Lagerkosten senken

Der Lagerhaltungskostensatz ist betriebsindividuell. In der Praxis werden häufig Werte zwischen 15 und 30 Prozent genannt, bei verderblicher Ware, Mode oder Elektronik mit hohem Veralterungsrisiko auch mehr. Den Lagerkostensatz ermitteln Sie, indem Sie die jährlichen Kosten für Miete oder Abschreibung, Personal, Energie, Regale und Fördertechnik durch den durchschnittlichen Lagerbestand teilen.

Der wirksamste Hebel ist meist ein kleinerer Durchschnittsbestand. Kürzere Lieferzeiten, häufigere und kleinere Bestellungen, ein konsequenter Abverkauf von Ladenhütern und eine bessere Absatzplanung senken den Bestand, ohne die Lieferfähigkeit zu gefährden. Die optimale Bestellmenge, bei der sich Bestell- und Lagerkosten die Waage halten, berechnet der Bestellmenge-Rechner.

Ganz ohne Bestand geht es selten. Ein Sicherheitsbestand schützt vor Lieferengpässen und Nachfragespitzen, kostet aber ebenfalls Lagerhaltungskosten. Wie hoch er sein sollte, zeigt der Sicherheitsbestand-Rechner. Ein zu knappes Lager kann teurer sein als ein zu volles, wenn Kunden abwandern oder Produktionen stillstehen.

Die Umschlagshäufigkeit und die Reichweite helfen beim Vergleich von Warengruppen. Artikel mit langer Reichweite binden viel Kapital und sind Kandidaten für eine Bestandsreduzierung. Weitere Kennzahlen zum Lagerumschlag liefert der Lagerumschlag-Rechner. Die Ergebnisse sind eine Kalkulationsgrundlage und ersetzen keine betriebliche Kostenrechnung.

Tipps und typische Fehler

Lager optimieren.

  • Bestand: Senken.
  • Ladenhüter: Abverkaufen.
  • Bestellung: Optimieren.
  • Kennzahlen: Monatlich prüfen.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist ein üblicher Lagerhaltungskostensatz?

Häufig werden 15 bis 30 Prozent des durchschnittlichen Lagerbestands genannt.

Was gehört zu den Lagerhaltungskosten?

Zinsen auf das gebundene Kapital, Raum-, Personal- und Technikkosten sowie Risiko und Versicherung.

Wie berechne ich den durchschnittlichen Lagerbestand?

Vereinfacht als (Anfangsbestand + Endbestand) ÷ 2, genauer aus Monatsendbeständen.

Warum zählen Zinsen zu den Lagerkosten?

Weil das in der Ware gebundene Kapital anderweitig Zinsen bringen oder einen Kredit ersetzen könnte.

Was ist die Lagerreichweite?

Die Zahl der Tage, die der Bestand bei gleichbleibendem Verbrauch ausreicht.

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