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Franchisegebühren und Gewinn berechnen

Tragen Sie die Gebühren laut Franchisevertrag, Ihren erwarteten Umsatz und die Betriebskosten ein. Der Rechner zeigt, was Sie das System kostet und wie viel Gewinn übrig bleibt.

Vertrag und Betrieb
Etwa für Software oder Systemgebühren; 0, wenn es keine gibt.
Wareneinsatz, Personal, Miete, Energie und sonstige Kosten.
Ergebnis

Was ein Franchisesystem kostet

Wer ein Geschäft als Franchisenehmer eröffnet, nutzt Marke, Konzept und Know-how eines etablierten Systems. Dafür verlangt der Franchisegeber Gebühren. Üblich sind eine einmalige Eintrittsgebühr beim Vertragsabschluss, eine laufende Gebühr als Prozentsatz vom Umsatz und eine Werbegebühr für überregionales Marketing. Manche Systeme berechnen zusätzlich feste Monatspauschalen, etwa für Software oder Schulungen.

Die laufenden Gebühren richten sich meist nach dem Umsatz, nicht nach dem Gewinn. Sie fallen also auch an, wenn der Betrieb gerade keinen Gewinn macht. Je nach Branche liegen sie häufig zwischen drei und zehn Prozent, die Werbegebühr bei ein bis vier Prozent. Bei geringer Umsatzrendite können diese Prozentsätze einen großen Teil des Gewinns aufzehren.

Der Rechner verteilt die Eintrittsgebühr gleichmäßig auf die Vertragslaufzeit und addiert die laufenden Gebühren. Er zeigt den Gewinn vor und nach Gebühren, die Gebührenquote am Umsatz, den Anteil der Gebühren am Gewinn und nach wie vielen Monaten die Eintrittsgebühr wieder erwirtschaftet ist.

Laufende Gebu¨hren=Umsatz×(Franchisegebu¨hr+Werbegebu¨hr)+Pauschale×12; Gewinn nach Gebu¨hren=Umsatz−Betriebskosten−laufende Gebu¨hren−Eintrittsgebu¨hrLaufzeit\text{Laufende Gebühren} = \text{Umsatz} \times \left(\text{Franchisegebühr} + \text{Werbegebühr}\right) + \text{Pauschale} \times 12;\ \text{Gewinn nach Gebühren} = \text{Umsatz} - \text{Betriebskosten} - \text{laufende Gebühren} - \frac{\text{Eintrittsgebühr}}{\text{Laufzeit}}

Beispiel: Ein Franchisenehmer zahlt 30.000 Euro Eintrittsgebühr bei 10 Jahren Laufzeit, 6 Prozent Franchisegebühr und 2 Prozent Werbegebühr. Bei 600.000 Euro Umsatz fallen 48.000 Euro laufende Gebühren an, dazu 3.000 Euro anteilige Eintrittsgebühr, zusammen 51.000 Euro oder 8,5 Prozent vom Umsatz. Vor Gebühren bleiben nach 480.000 Euro Betriebskosten 120.000 Euro, nach Gebühren 69.000 Euro, also 5.750 Euro im Monat. Die Gebühren nehmen 42,5 Prozent des Gewinns vor Gebühren. Die Eintrittsgebühr ist nach 5 Monaten verdient.

Franchiseverträge prüfen

Entscheidend ist, was das System für die Gebühren leistet. Eine starke Marke kann deutlich mehr Kunden bringen als ein unbekanntes Einzelgeschäft, gute Einkaufskonditionen senken den Wareneinsatz, und ein erprobtes Konzept verringert Anfangsfehler. Vergleichen Sie deshalb nicht nur die Gebühren, sondern den erwarteten Gewinn mit und ohne System. Gespräche mit bestehenden Franchisenehmern geben dafür die besten Hinweise.

Lassen Sie sich die Umsatz- und Kostenplanung des Franchisegebers erklären und rechnen Sie mit vorsichtigen Annahmen nach. Besonders in den ersten Jahren liegt der Umsatz oft unter dem Durchschnitt etablierter Standorte. Prüfen Sie, ab welchem Umsatz der Gewinn nach Gebühren negativ wird. Neben der Eintrittsgebühr fallen meist erhebliche Investitionen für Ladenbau, Ausstattung und Anfangsbestand an.

Wichtige Vertragspunkte sind die Laufzeit, Verlängerungsoptionen, Gebietsschutz, Bezugspflichten für Waren und die Regeln bei vorzeitiger Beendigung. Vor Vertragsschluss muss der Franchisegeber umfassend aufklären. Eine Prüfung durch eine im Franchiserecht erfahrene Anwältin oder einen Anwalt ist ratsam, ebenso eine Beratung zur Finanzierung.

Die Gebühren sind für den Franchisenehmer Betriebsausgaben und mindern den steuerpflichtigen Gewinn. Die Eintrittsgebühr wird steuerlich in der Regel über die Vertragslaufzeit verteilt. Auf die Gebühren fällt Umsatzsteuer an, die vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen zurückerhalten. Der Rechner arbeitet mit Nettowerten und ersetzt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

Tipps und typische Fehler

Vertrag prüfen.

  • Umsatz: Vorsichtig planen.
  • Kollegen: Franchisenehmer fragen.
  • Vertrag: Anwalt prüfen lassen.
  • Invest: Ladenbau einrechnen.

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Häufige Fragen

Wie hoch sind übliche Franchisegebühren?

Laufende Gebühren liegen oft bei 3 bis 10 Prozent vom Umsatz, Werbegebühren bei 1 bis 4 Prozent; Eintrittsgebühren reichen von wenigen Tausend bis zu mehreren Zehntausend Euro.

Werden Franchisegebühren vom Umsatz oder vom Gewinn berechnet?

Meist vom Nettoumsatz, sodass sie auch in Verlustphasen anfallen.

Sind Franchisegebühren steuerlich absetzbar?

Ja, sie sind Betriebsausgaben; die Eintrittsgebühr wird in der Regel über die Laufzeit verteilt.

Was ist ein Franchise-Handbuch?

Die Sammlung aller Vorgaben des Systems zu Abläufen, Auftritt und Qualität, die der Franchisenehmer einhalten muss.

Was ist Gebietsschutz?

Die Zusage, dass im vereinbarten Gebiet kein weiterer Betrieb desselben Systems eröffnet wird.

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