Wie Retouren den Gewinn auffressen
Im Online-Handel gehört die Rücksendung zum Alltag. Verbraucher dürfen Waren innerhalb von 14 Tagen widerrufen und zurücksenden. Jede Retoure kostet Geld: Der Umsatz entfällt, der Rückversand kommt dazu, und ein Teil der Ware ist nicht mehr als neu verkäuflich.
Dabei bleiben die Kosten der Hinsendung und die Gebühren oft bestehen. Kommt eine Bestellung zurück, haben Sie die Ware verschickt, bezahlt und vielleicht Gebühren abgeführt, ohne Umsatz zu behalten. Deshalb wirken Retouren stärker auf den Gewinn als auf den Umsatz.
Der Rechner berechnet den durchschnittlichen Gewinn je Bestellung bei Ihrer Quote und stellt ihn dem Gewinn ohne Retouren gegenüber. Außerdem zeigt er die Break-even-Retourenquote: Ab diesem Wert machen Sie im Mittel Verlust.
Mit diesen Zahlen lässt sich entscheiden, ob Preise, Versandkosten oder Retourenregeln angepasst werden müssen.
So senken Sie die Retourenkosten
Die wirksamste Maßnahme ist, Retouren zu vermeiden: genaue Produktbeschreibungen, Größenberatung, echte Fotos und Bewertungen. Wer Fragen vorab klärt, bekommt weniger Rücksendungen. Prüfen Sie, welche Artikel besonders oft zurückkommen, und verbessern Sie diese gezielt.
Auch die Regeln lassen sich anpassen: Der Verbraucher trägt beim Widerruf die unmittelbaren Rücksendekosten, wenn Sie ihn vor dem Kauf ausdrücklich darüber informiert haben. Kostenlose Retouren erhöhen die Quote, können aber den Umsatz steigern. Rechnen Sie beide Varianten durch.
Verbessern Sie die Aufbereitung zurückgesendeter Ware, damit mehr wiederverkauft werden kann. Setzen Sie Preise so an, dass die Retourenkosten eingerechnet sind. Der Rechner hilft, die Kalkulation zu prüfen.
Er ersetzt keine betriebswirtschaftliche oder rechtliche Beratung.
Beobachten Sie die Retourenquote laufend nach Artikeln, Kanälen und Zeiträumen. Aus den Daten erkennen Sie Muster, etwa Größenprobleme oder irreführende Fotos. Kleine Verbesserungen wirken bei hohen Stückzahlen stark auf den Gewinn, und jeder Prozentpunkt weniger Retouren zahlt sich direkt aus.
Tipps und typische Fehler
Retouren im Griff.
- Beschreibung: Genaue Angaben senken Retouren.
- Aufbereitung: Rücklauf wieder verkaufsfähig machen.
- Preis: Retourenkosten einkalkulieren.
- Regeln: Widerrufsbelehrung prüfen.
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Häufige Fragen
Wie hoch sind Retourenquoten im Online-Handel?
Je nach Branche 5 bis 50 Prozent, bei Kleidung oft 25 bis 50 Prozent.
Wer zahlt die Rücksendung?
Der Verbraucher, wenn Sie ihn vor dem Kauf darüber informiert haben, sonst der Händler.
Was ist die Break-even-Retourenquote?
Die Quote, ab der der Gewinn pro Bestellung null oder negativ wird.
Wie hoch ist die Retourenquote bei Mode?
Oft 25 bis 50 Prozent.
Wer zahlt die Retourenkosten?
Meist der Händler, es sei denn, der Verbraucher wurde vorab über die Kosten informiert.
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