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ABC-Analyse online berechnen

Fügen Sie eine Liste von Werten ein, etwa den Jahresverbrauchswert je Artikel oder den Umsatz je Kunde. Der Rechner sortiert, kumuliert und teilt die Positionen in die Klassen A, B und C ein.

Werte und Klassengrenzen
Ein Wert je Position, getrennt durch Semikolon, Leerzeichen oder Zeilenumbruch. Dezimalstellen mit Komma. Die Reihenfolge bestimmt die Positionsnummer.
Klasse C erhält den Rest bis 100 Prozent.
Ergebnis

So funktioniert die ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist ein einfaches Werkzeug, um das Wichtige vom weniger Wichtigen zu trennen. Sie beruht auf der Beobachtung, dass oft ein kleiner Teil der Positionen den größten Teil des Wertes ausmacht. Im Einkauf und in der Lagerhaltung sind das wenige teure oder viel verbrauchte Artikel, im Vertrieb wenige große Kunden, die einen Großteil des Umsatzes bringen.

Für die Analyse werden alle Positionen nach ihrem Wert absteigend sortiert. Dann wird der Anteil jeder Position am Gesamtwert berechnet und fortlaufend aufaddiert. Die Positionen, die zusammen die ersten rund 80 Prozent des Wertes ausmachen, bilden die Klasse A. Die nächsten 15 Prozent sind Klasse B, die letzten 5 Prozent Klasse C. Diese Grenzen sind übliche Richtwerte und lassen sich im Rechner anpassen.

Der Rechner zählt die Positionen je Klasse, zeigt ihren Wert- und Mengenanteil und listet die Positionsnummern nach Wert sortiert auf. Die Nummern entsprechen der Reihenfolge Ihrer Eingabe. Die Position, mit der die kumulierte Summe eine Grenze überschreitet, zählt noch zur höheren Klasse.

Wertanteil=Wert⋅100Summe aller Werte; Klasse A , solange der kumulierte Anteil vor der Position unter der A-Grenze liegt; Klasse B bis A-Grenze+B-Grenze; Rest Klasse C\text{Wertanteil} = \frac{\text{Wert} \cdot 100}{\text{Summe aller Werte}};\ \text{Klasse A}\,{,}\ \text{solange der kumulierte Anteil vor der Position unter der A-Grenze liegt};\ \text{Klasse B bis A-Grenze} + \text{B-Grenze};\ \text{Rest Klasse C}

Beispiel: Zehn Artikel haben zusammen einen Jahresverbrauchswert von 54.000 Euro. Absteigend sortiert führen Position 4 mit 25.000 Euro, Position 1 mit 12.000 Euro und Position 7 mit 9.000 Euro. Vor Position 7 liegt der kumulierte Anteil bei 68,52 Prozent, also unter 80 Prozent, sie gehört noch zu A. Klasse A umfasst damit 3 von 10 Artikeln und 85,19 Prozent des Wertes. Klasse B bilden die Positionen 2, 5 und 10 mit 10,93 Prozent, Klasse C die übrigen vier mit 3,89 Prozent.

Ergebnisse der ABC-Analyse nutzen

Die Einteilung bestimmt, wie viel Aufmerksamkeit eine Position bekommt. A-Artikel verdienen eine genaue Bedarfsplanung, häufige Bestandskontrollen, Preisverhandlungen und eine enge Abstimmung mit Lieferanten. Schon kleine Verbesserungen wirken hier stark auf Kapitalbindung und Kosten. Für C-Artikel lohnt sich dagegen ein möglichst schlanker Prozess, etwa mit größeren Bestellmengen, Rahmenverträgen oder Kanban-Systemen.

Als Wert eignet sich im Einkauf der Jahresverbrauchswert, also Menge mal Preis. Der reine Stückpreis reicht nicht, weil ein billiges Teil mit sehr hohem Verbrauch wichtiger sein kann als ein teures Ersatzteil, das nur einmal im Jahr gebraucht wird. Im Vertrieb nimmt man den Umsatz oder besser den Deckungsbeitrag je Kunde, damit margenschwache Großkunden nicht überschätzt werden.

Die Grenzen 80, 15 und 5 Prozent sind Erfahrungswerte, keine Vorschrift. Manche Unternehmen nutzen 70, 20 und 10 Prozent oder legen Grenzen nach dem Mengenanteil fest. Wichtig ist, die Grenzen einmal festzulegen und bei Wiederholungen beizubehalten, damit sich Veränderungen der Klassen über die Zeit vergleichen lassen.

Häufig wird die ABC-Analyse mit einer XYZ-Analyse kombiniert, die die Schwankung des Verbrauchs bewertet. Ein AX-Artikel mit hohem Wert und gleichmäßigem Bedarf eignet sich etwa für eine verbrauchsgesteuerte Just-in-time-Belieferung. Passende Bestellmengen und Meldebestände berechnen der Bestellmenge-Rechner und der Meldebestand-Rechner.

Tipps und typische Fehler

ABC sinnvoll nutzen.

  • Wert: Menge mal Preis.
  • Grenzen: Fest beibehalten.
  • A-Artikel: Eng steuern.
  • C-Artikel: Prozesse vereinfachen.

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Häufige Fragen

Was bedeutet 80/15/5 bei der ABC-Analyse?

A-Positionen machen zusammen etwa 80 Prozent des Wertes aus, B-Positionen 15 Prozent und C-Positionen die restlichen 5 Prozent.

Welcher Wert wird bei der ABC-Analyse verwendet?

Im Einkauf meist der Jahresverbrauchswert aus Menge mal Preis, im Vertrieb der Umsatz oder Deckungsbeitrag je Kunde.

Wie viele Artikel sind typischerweise A-Artikel?

Oft nur 10 bis 20 Prozent aller Artikel, die zusammen aber den größten Teil des Wertes ausmachen.

Was ist eine XYZ-Analyse?

Eine Einteilung nach der Gleichmäßigkeit des Verbrauchs, die oft mit der ABC-Analyse kombiniert wird.

Was ist das Pareto-Prinzip?

Die Faustregel, dass rund 20 Prozent der Ursachen etwa 80 Prozent der Wirkung erzeugen.

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