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Lieferanten gewichtet bewerten

Vergeben Sie für jedes Kriterium ein Gewicht und Punkte von 1 bis 10. Der Rechner ermittelt die gewichtete Gesamtpunktzahl, die Einstufung und das schwächste Kriterium.

Kriterien und Punkte
Wird diese bei einem gewichteten Kriterium unterschritten, wird der Lieferant abgewertet. 0 schaltet die Prüfung ab.
Ergebnis

Lieferanten nachvollziehbar vergleichen

Eine Lieferantenbewertung macht die Leistung von Zulieferern messbar und vergleichbar. Sie ist Grundlage für Gespräche, Entwicklungsziele und die Entscheidung, bei wem künftig mehr oder weniger bestellt wird. Viele Qualitätsmanagementsysteme verlangen eine solche regelmäßige Bewertung. Der Rechner nutzt das verbreitete Verfahren der gewichteten Punktbewertung.

Für jedes der fünf Kriterien legen Sie fest, wie wichtig es Ihnen ist, und vergeben Punkte von 1 für sehr schlecht bis 10 für sehr gut. Die Punkte werden mit den Gewichten multipliziert und aufaddiert. Ergeben die Gewichte nicht genau 100, rechnet der Rechner sie anteilig um. So können Sie auch einfache Gewichte wie 3, 2 und 1 verwenden.

Aus der Gesamtpunktzahl folgt eine Einstufung: ab 8 Punkten A für bevorzugte Lieferanten, ab 6 Punkten B für geeignete Lieferanten mit Verbesserungszielen, ab 4 Punkten C für Lieferanten mit Entwicklungsbedarf und darunter D. Unterschreitet ein Lieferant bei einem gewichteten Kriterium die Mindestpunktzahl, wird er abgewertet, auch wenn der Durchschnitt gut ist.

Gesamtpunktzahl=Summe (Gewicht×Punkte)Summe der Gewichte\text{Gesamtpunktzahl} = \frac{\text{Summe}\,\left(\text{Gewicht} \times \text{Punkte}\right)}{\text{Summe der Gewichte}}

Beispiel: Gewichte Qualität 30, Preis 25, Liefertreue 25, Service 10, Flexibilität 10; Punkte 8, 7, 9, 6 und 7; Mindestpunktzahl 4: gewichtete Gesamtpunktzahl 7,70 von 10, Erfüllungsgrad 77,0 Prozent, Einstufung B, schwächstes Kriterium Service mit 6,0 Punkten, Mindestanforderung erfüllt.

Gute Kriterien und faire Punkte

Die Bewertung ist nur so gut wie die Punkte. Stützen Sie sie wo möglich auf Daten: Reklamationsquote oder ppm für die Qualität, Anteil termin- und mengengerechter Lieferungen für die Liefertreue, Preisentwicklung im Vergleich zum Markt für den Preis. Weiche Kriterien wie Service und Flexibilität lassen sich über kurze Befragungen der Fachabteilungen erfassen.

Legen Sie vorher fest, welche Messwerte zu welchen Punkten führen, etwa 10 Punkte für mehr als 98 Prozent Liefertreue und 1 Punkt für unter 80 Prozent. Das macht die Bewertung nachvollziehbar und verhindert, dass persönliche Eindrücke den Ausschlag geben. Der Lieferant kann die Ergebnisse so auch besser nachvollziehen und gezielt daran arbeiten.

Die Gewichte spiegeln Ihre Einkaufsstrategie. Bei sicherheitskritischen Teilen steht die Qualität klar vorne, bei Standardware eher der Preis, bei engen Lieferketten die Liefertreue. Verwenden Sie innerhalb einer Warengruppe dieselben Gewichte, damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben, und bewerten Sie in festen Abständen, etwa jährlich oder halbjährlich.

Wollen Sie mehrere Angebote oder Alternativen mit eigenen Kriterien direkt vergleichen, nutzen Sie den Nutzwertanalyse-Rechner. Gewichtete Durchschnitte allgemein berechnet der Rechner für gewichtete Mittelwerte, und die wirtschaftliche Bestellmenge beim gewählten Lieferanten ermittelt der Bestellmenge-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Lieferanten steuern.

  • Daten: Statt Bauchgefühl.
  • Skala: Vorher festlegen.
  • Gespräch: Ergebnisse teilen.
  • Regelmäßig: Jährlich bewerten.

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Häufige Fragen

Müssen die Gewichte 100 ergeben?

Nein, der Rechner rechnet sie anteilig um. Eine Summe von 100 ist aber leichter zu lesen.

Was bewirkt die Mindestpunktzahl?

Sie verhindert, dass ein schwerer Mangel bei einem Kriterium durch gute Werte bei anderen ausgeglichen wird.

Wie oft sollte ich Lieferanten bewerten?

Bei wichtigen Lieferanten mindestens einmal im Jahr, bei Problemen auch zwischendurch.

Welche Kriterien gehören in eine Lieferantenbewertung?

Üblich sind Qualität, Preis, Liefertreue, Service und Flexibilität, je nach Warengruppe auch Nachhaltigkeit.

Was bedeutet eine C-Einstufung?

Der Lieferant hat Entwicklungsbedarf und sollte konkrete Verbesserungsziele erhalten.

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