In welchem Takt muss produziert werden?
Die Taktzeit gibt an, in welchem zeitlichen Abstand ein fertiges Stück die Linie verlassen muss, damit die Nachfrage der Kunden genau gedeckt ist. Sie ist ein Kernbegriff der schlanken Produktion. Anders als die Zykluszeit, die beschreibt, wie lange eine Station tatsächlich braucht, ist die Taktzeit eine Vorgabe aus dem Markt: verfügbare Zeit geteilt durch benötigte Stückzahl.
Als verfügbare Zeit zählt die Schichtdauer abzüglich Pausen und geplanter Stillstände wie Rüsten zu Schichtbeginn oder Besprechungen, multipliziert mit der Zahl der Schichten. Geteilt durch den Tagesbedarf ergibt sich die Taktzeit. Der Rechner zeigt sie in Sekunden und Minuten und rechnet sie in die nötige Stückzahl pro Stunde um.
Kennen Sie den gesamten Arbeitsinhalt eines Produkts, also die Summe aller Arbeitsschritte, berechnet der Rechner auch die Mindestzahl an Stationen oder Mitarbeitern. Dafür wird der Arbeitsinhalt durch die Taktzeit geteilt und aufgerundet. Die Austaktung zeigt, wie gleichmäßig diese Stationen rechnerisch ausgelastet wären.
Taktzeit in der Praxis
Jede Station muss ihre Arbeit in einer Zeit erledigen, die unter der Taktzeit liegt. Liegt die Zykluszeit einer Station darüber, ist sie der Engpass, und die Linie kann den Bedarf nicht decken. In der Praxis plant man deshalb meist mit einem Puffer und legt die Zykluszeiten auf etwa 85 bis 95 Prozent der Taktzeit aus, um kleine Störungen auffangen zu können.
Die Taktzeit ändert sich mit der Nachfrage. Steigt der Bedarf, wird der Takt kürzer, und Arbeitsinhalte müssen auf mehr Stationen verteilt werden. Sinkt er, können Stationen zusammengelegt und Mitarbeiter anders eingesetzt werden. Rechnen Sie deshalb bei saisonalen Schwankungen mehrere Szenarien und passen Sie die Linienbesetzung rechtzeitig an.
Ungeplante Stillstände, Ausschuss und Leistungsverluste sind in der Taktzeit nicht enthalten. Wenn Ihre Anlage erfahrungsgemäß nur einen Teil der Zeit produktiv ist, reicht eine Zykluszeit knapp unter dem Takt nicht aus. Ein Blick auf die Gesamtanlageneffektivität zeigt, wie viel Reserve nötig ist.
Die Kapazität einer Anlage in Stück pro Zeitraum berechnet der Kapazität-Rechner. Wie viele Mitarbeiter für eine Arbeitsmenge nötig sind, zeigt der Personalbedarf-Rechner, und die Zeit vom Auftrag bis zum fertigen Produkt ermittelt der Durchlaufzeit-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Linie austakten.
- Puffer: Zykluszeit unter Takt.
- Pausen: Abziehen.
- Nachfrage: Szenarien rechnen.
- Engpass: Zuerst verbessern.
Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Taktzeit und Zykluszeit?
Die Taktzeit ergibt sich aus der Nachfrage, die Zykluszeit ist die tatsächliche Bearbeitungsdauer einer Station.
Zählen Rüstzeiten zur verfügbaren Zeit?
Geplantes Rüsten wird abgezogen, wenn es regelmäßig in jeder Schicht anfällt.
Warum wird die Zahl der Stationen aufgerundet?
Weil es keine Bruchteile von Stationen gibt. Der Rest zeigt sich in einer Austaktung unter 100 Prozent.
Was ist der Kundentakt?
Ein anderer Name für die Taktzeit, also verfügbare Zeit geteilt durch Kundenbedarf.
Was tun, wenn eine Station langsamer als der Takt ist?
Arbeitsinhalte umverteilen, die Station verstärken oder die Zeit verlängern.
- Taktzeit berechnen
- Takt Produktion berechnen
- Taktzeit Formel
- Kundentakt berechnen
- Takt Time
- Anzahl Stationen berechnen
Rechtlicher Hinweis: Gebühren und Bedingungen von Plattformen und Zahlungsdienstleistern ändern sich; prüfen Sie die aktuellen Angaben des Anbieters. Marken- und Dienstnamen gehören ihren Inhabern; es besteht keine Verbindung zu den genannten Unternehmen. Die Berechnung ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.