Wie viel Personal wird gebraucht?
Die Personalbedarfsplanung beantwortet die Frage, wie viele Beschäftigte nötig sind, um eine bestimmte Arbeitsmenge zu bewältigen. Ausgangspunkt ist der Stundenbedarf: im Einzelhandel etwa Öffnungszeiten mal Mindestbesetzung, in der Pflege die Dienste je Schicht, in der Produktion die Maschinenlaufzeit mal Bedienpersonal. Der Rechner rechnet diesen Bedarf auf das Jahr hoch.
Dem steht die Netto-Jahresarbeitszeit einer Vollzeitkraft gegenüber. Eine Stelle mit 40 Wochenstunden umfasst rechnerisch 2.080 Stunden im Jahr. Davon gehen Urlaub, Feiertage und Krankheitstage ab. Bei 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen und 5 Prozent Krankheit bleiben nur 1.672 Stunden, also rund 80 Prozent. Genau dieser Unterschied wird bei überschlägigen Planungen oft übersehen.
Teilt man den Jahresbedarf durch die Netto-Jahresarbeitszeit, erhält man die benötigten Vollzeitäquivalente (VZÄ). Weil in vielen Betrieben ein Teil der Belegschaft in Teilzeit arbeitet, rechnet der Rechner zusätzlich die Zahl der Köpfe aus: Je höher die Teilzeitquote und je geringer der Teilzeitumfang, desto mehr Personen werden für dieselbe Zahl an Vollzeitstellen benötigt.
Planung in der Praxis
Die Krankheitsquote unterscheidet sich stark nach Branche und Altersstruktur. In Deutschland lag der Krankenstand in den letzten Jahren je nach Statistik bei etwa 5 bis 7 Prozent der Sollarbeitszeit, in körperlich belastenden Berufen höher. Nutzen Sie, wenn möglich, die Werte Ihres eigenen Betriebs aus den Vorjahren; der Krankenstand-Rechner hilft bei der Ermittlung.
Neben Urlaub, Feiertagen und Krankheit gibt es weitere Ausfallzeiten: Fortbildungen, Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, Betriebsversammlungen, Mutterschutz und Elternzeit. Viele Betriebe planen deshalb einen zusätzlichen Puffer von einigen Prozent ein. Tragen Sie solche Zeiten näherungsweise in die Krankheitsquote ein, wenn Sie sie berücksichtigen möchten.
Der Rechner betrachtet nur die Stundensumme. Bei Schichtbetrieb, langen Öffnungszeiten oder Mindestbesetzungen kann der tatsächliche Bedarf höher sein, weil Dienste nicht beliebig teilbar sind und jede Schicht unabhängig von der Auslastung besetzt werden muss. Für die Feinplanung erstellt man deshalb zusätzlich einen Dienstplan. Die Zahl der Feiertage hängt vom Bundesland ab; der Arbeitstage-Rechner zeigt sie für Ihr Bundesland.
Die Umrechnung von Köpfen in Vollzeitstellen und umgekehrt ist auch für Förderanträge, Schwellenwerte im Arbeitsrecht und Kennzahlen wie den Umsatz pro Mitarbeiter wichtig. Für die Umrechnung eines bestehenden Personalbestands in Vollzeitäquivalente gibt es den Vollzeitäquivalent-Rechner. Beachten Sie, dass gesetzliche Schwellenwerte Teilzeitkräfte teils anteilig, teils nach Köpfen zählen.
Tipps und typische Fehler
Personal planen.
- Bedarf: Genau erfassen.
- Ausfälle: Realistisch.
- Schichten: Mindestbesetzung.
- Teilzeit: Köpfe zählen.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man den Personalbedarf?
Jahresbedarf an Arbeitsstunden geteilt durch die Netto-Jahresarbeitszeit einer Vollzeitkraft.
Wie viele Stunden arbeitet eine Vollzeitkraft netto im Jahr?
Bei 40 Wochenstunden, 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen und 5 Prozent Krankheit etwa 1.672 Stunden.
Was ist der Unterschied zwischen VZÄ und Köpfen?
VZÄ zählt Vollzeitstellen, Köpfe die tatsächlichen Personen einschließlich Teilzeitkräften.
Wie viele Stunden hat eine Vollzeitstelle brutto im Jahr?
Bei 40 Wochenstunden rechnerisch 2.080 Stunden, vor Abzug von Urlaub, Feiertagen und Krankheit.
Sollte ich einen Puffer einplanen?
Ja, für Fortbildung, Einarbeitung und Fluktuation planen viele Betriebe einige Prozent zusätzlich ein.
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