Der Deckungsbeitrag in der Praxis
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der von einem verkauften Stück übrig bleibt, nachdem die variablen Kosten bezahlt sind. Er deckt zunächst die Fixkosten, und erst wenn diese komplett gedeckt sind, entsteht Gewinn. Damit beantwortet er die Kernfrage jeder Preiskalkulation: Wie viele Stück muss ich verkaufen, damit ich nicht draufzahle?
Die Deckungsbeitragsquote setzt den Deckungsbeitrag ins Verhältnis zum Preis. Eine Quote von 56 Prozent heißt: Von jedem Euro Umsatz bleiben 56 Cent für Fixkosten und Gewinn übrig. Produkte lassen sich so nach ihrem Beitrag vergleichen, auch wenn sie verschiedene Preise haben.
Die Break-even-Menge ist die Absatzmenge, bei der der Gesamtdeckungsbeitrag die Fixkosten genau deckt. Der Sicherheitsabstand zeigt, wie weit der Absatz sinken darf, bevor Verluste entstehen. Beide Werte helfen bei der Entscheidung, ob ein Preis oder ein Zusatzauftrag sich lohnt.
Wann der Deckungsbeitrag hilft
Besonders nützlich ist die Rechnung bei Zusatzaufträgen, wenn die Fixkosten ohnehin anfallen. Ein Auftrag unter dem Vollkostenpreis kann dann sinnvoll sein, solange sein Deckungsbeitrag positiv ist. Auf Dauer müssen aber alle Produkte zusammen die Fixkosten decken, sonst entsteht ein Verlust.
Achten Sie auf die richtige Trennung der Kosten. Was sich bei mehr Absatz nicht ändert, ist fix, auch wenn es schwankt. Gemischte Kosten wie Strom oder Personal teilen Sie auf. Ist der Preis nicht höher als die variablen Kosten, macht jedes weitere Stück den Verlust größer, der Rechner meldet dann, dass der Break-even nicht erreichbar ist.
Das Modell geht von einem festen Preis und linearen variablen Kosten aus. Mengenrabatte, sprungfixe Kosten und Preisänderungen sind nicht enthalten. Für mehrere Produkte rechnen Sie jedes einzeln und addieren die Gesamtbeiträge.
Eine praktische Anwendung ist die Preisuntergrenze. Kurzfristig kann ein Preis knapp über den variablen Kosten sinnvoll sein, wenn damit Fixkosten gedeckt werden und die Kapazität sonst ungenutzt bliebe. Langfristig muss der Preis alle Kosten und einen Gewinn decken. Spielen Sie mit dem Rechner verschiedene Preise und Mengen durch: Eine Preissenkung um 10 Prozent verlangt oft eine deutlich höhere Menge, um denselben Gewinn zu erzielen. So erkennen Sie, ob ein Rabatt sich überhaupt rechnen kann.
Tipps und typische Fehler
Kosten sauber trennen.
- Variable Kosten: Alles, was mit jedem Stück steigt.
- Fixkosten: Auch Schwankendes ohne Mengenbezug.
- Preisuntergrenze: Nie unter den variablen Kosten verkaufen.
- Mehrere Produkte: Einzeln rechnen und addieren.
Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft
- Umsatzrendite-Rechner
- AdSense-Einnahmen-Rechner
- Lagerumschlag-Rechner
- Factoring-Kosten-Rechner
- Eigenkapitalquote-Rechner
- Liquiditätsgrad-Rechner
- DSO-Rechner
- EBITDA-Rechner
Alle Rechner dieser Kategorie oder alle Rechner A–Z.
Auch gesucht als
Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Deckungsbeitrag berechnen
- Deckungsbeitragsrechnung
- Deckungsbeitrag pro Stück
- Break-even-Menge
- Deckungsbeitragsquote
- Gewinnschwelle berechnen
Häufige Fragen
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Verkaufspreis abzüglich der variablen Kosten. Er deckt die Fixkosten und erzeugt darüber hinaus den Gewinn.
Wie berechne ich die Break-even-Menge?
Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Stück, aufgerundet auf ganze Stück.
Was bedeutet der Sicherheitsabstand?
Er gibt an, um wie viel Prozent der Absatz sinken darf, bevor die Gewinnschwelle unterschritten wird.
Was ist der Unterschied zwischen Deckungsbeitrag und Gewinn?
Der Deckungsbeitrag deckt die Fixkosten, der Gewinn ist, was danach übrig bleibt.
Wie berechne ich die Deckungsbeitragsquote?
Deckungsbeitrag je Stück geteilt durch den Preis.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.