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Personalkosten pro produktiver Stunde berechnen

Tragen Sie Bruttogehalt, Arbeitgeberanteil, Arbeitszeit und Ausfallzeiten ein. Der Rechner zeigt, was eine Stunde tatsächlich produktiver Arbeit den Betrieb kostet.

Gehalt und Arbeitszeit
12 ohne Sonderzahlungen, 13 mit vollem Weihnachtsgeld.
Sozialversicherung, Umlagen und Berufsgenossenschaft, 2026 meist rund 21 bis 23 Prozent.
Etwa Weiterbildung, Zuschüsse, Arbeitskleidung.
Ohne Rüst-, Wege-, Besprechungs- und Verteilzeiten.
Ergebnis

Warum eine Stunde mehr kostet als der Stundenlohn

Wer nur den Bruttostundenlohn betrachtet, unterschätzt die tatsächlichen Personalkosten deutlich. Zum Gehalt kommen die Arbeitgeberanteile zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, Umlagen für Krankheit und Mutterschaft, die Insolvenzgeldumlage und der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Zusammen sind das 2026 meist gut 21 bis 23 Prozent des Bruttos, oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen weniger.

Noch stärker wirken die Ausfallzeiten. Bezahlt wird das ganze Jahr, gearbeitet aber nur an den Tagen ohne Urlaub, Feiertage und Krankheit. Bei 30 Urlaubstagen, 10 Feiertagen und 10 Krankheitstagen bleiben von 260 Arbeitstagen nur 210 übrig. Und auch in der Anwesenheitszeit ist nicht jede Minute produktiv: Rüstzeiten, Wege, Besprechungen und Verwaltung kommen hinzu.

Der Rechner verbindet beides. Er teilt die gesamten Personalkosten eines Jahres durch die produktiven Stunden und zeigt zum Vergleich die Kosten je Anwesenheitsstunde und je bezahlter Stunde. So entsteht eine belastbare Grundlage für Kalkulation, Angebote und Stundenverrechnungssätze.

Personalkosten=Bruttogehalt×Geha¨lter×(1+AG-Anteil)+sonstige Kosten; produktive Stunden=(52×Tage−Urlaub−Feiertage−Krankheit)×Stunden pro Tag×produktiver Anteil\text{Personalkosten} = \text{Bruttogehalt} \times \text{Gehälter} \times \left(1 + \text{AG-Anteil}\right) + \text{sonstige Kosten};\ \text{produktive Stunden} = \left(52 \times \text{Tage} - \text{Urlaub} - \text{Feiertage} - \text{Krankheit}\right) \times \text{Stunden pro Tag} \times \text{produktiver Anteil}

Beispiel: Bei 3.500 Euro Brutto und 12 Gehältern beträgt das Jahresbrutto 42.000 Euro. Mit 22 Prozent Arbeitgeberanteil (9.240 Euro) und 1.000 Euro sonstigen Kosten kostet die Stelle 52.240 Euro im Jahr. Von 260 Arbeitstagen bleiben nach Urlaub, Feiertagen und Krankheit 210, das sind 1.680 Anwesenheitsstunden. Bei 85 Prozent produktivem Anteil sind es 1.428 produktive Stunden. Eine produktive Stunde kostet damit 36,58 Euro, eine Anwesenheitsstunde 31,10 Euro.

Personalkosten in der Kalkulation

Die Kosten je produktiver Stunde sind die Untergrenze für jeden Stundenverrechnungssatz. Darauf kommen noch die Gemeinkosten des Betriebs, etwa Miete, Fahrzeuge, Werkzeuge und Verwaltung, sowie ein Zuschlag für Wagnis und Gewinn. Handwerksbetriebe landen so oft beim Doppelten bis Dreifachen der reinen Personalkosten je Stunde.

Den produktiven Anteil sollten Sie realistisch ansetzen. In der Produktion liegt er oft bei 80 bis 90 Prozent, bei Monteuren mit langen Anfahrten oder in Beratungsberufen mit viel Akquise deutlich niedriger. Zeiterfassungen der letzten Monate geben die beste Auskunft. Schon wenige Prozentpunkte Unterschied verändern die Kosten je Stunde spürbar.

Die Zahl der Feiertage hängt vom Bundesland ab und schwankt je nach Lage der Feiertage im Kalender zwischen etwa neun und zwölf Arbeitstagen. Der Rechner nutzt vereinfacht 52 Wochen pro Jahr. Für die Krankheitstage lohnt ein Blick auf den Durchschnitt der eigenen Belegschaft; bundesweit liegen die Werte je nach Branche und Jahr meist zwischen 10 und 20 Tagen.

Nicht enthalten sind freiwillige Leistungen wie betriebliche Altersversorgung, Firmenwagen oder Essenszuschüsse, sofern Sie sie nicht unter den sonstigen Personalkosten eintragen. Die Gesamtkosten einer Stelle für den Arbeitgeber berechnet auch der Arbeitgeberkosten-Rechner, den kalkulatorischen Satz für Kundenaufträge der Stundenverrechnungssatz-Rechner. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte für die Kalkulation.

Tipps und typische Fehler

Stundenkosten kennen.

  • Ausfälle: Realistisch ansetzen.
  • Zeiterfassung: Anteil messen.
  • Gemeinkosten: Danach aufschlagen.
  • Jährlich: Nach Tarifrunden anpassen.

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Häufige Fragen

Wie hoch sind die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber 2026?

Meist rund 21 bis 23 Prozent des Bruttos einschließlich Umlagen und Unfallversicherung; oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen weniger.

Was ist eine produktive Stunde?

Eine Stunde, die direkt einem Auftrag oder Produkt zugute kommt, ohne Rüst-, Wege-, Warte- und Verwaltungszeiten.

Warum ist die produktive Stunde so teuer?

Weil die Kosten des ganzen Jahres auf deutlich weniger Stunden verteilt werden, als bezahlt werden.

Was gehört zu den Personalnebenkosten?

Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Umlagen, Berufsgenossenschaft und freiwillige Leistungen.

Wie viele produktive Stunden hat ein Jahr?

Bei Vollzeit oft rund 1.300 bis 1.500 Stunden, je nach Ausfallzeiten und Rüstzeiten.

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