Wie viel kann die Anlage liefern?
Die Produktionskapazität gibt an, wie viele Einheiten eine Anlage in einem Zeitraum höchstens herstellen kann. Für die Planung von Aufträgen, Investitionen und Personal ist sie eine Grundgröße. Die Rechnung beginnt bei der verfügbaren Zeit: Schichten mal Stunden mal Produktionstage. Mit der Leistung pro Stunde ergibt sich die theoretische Kapazität.
Real erreicht keine Anlage die Nennleistung durchgehend. Rüsten, Wartung, Pausen und Störungen kosten Zeit. Die Nutzbarkeit bildet das ab und liegt je nach Betrieb zwischen 70 und 95 Prozent. Die Kapazität nach Abzug heißt effektive Kapazität und ist die Zahl, mit der Sie realistisch planen sollten.
Der Vergleich mit dem Bedarf zeigt die Auslastung und die freie Kapazität. Liegt die Auslastung über rund 85 Prozent, fehlen Reserven für Schwankungen, Eilaufträge und Ausfälle. Dann sollten Sie eine zusätzliche Schicht, eine weitere Anlage oder Fremdvergabe prüfen.
Kapazität erweitern oder nutzen
Es gibt mehrere Wege, die Kapazität zu erhöhen: eine dritte Schicht, Wochenendarbeit, bessere Rüstzeiten, vorbeugende Wartung oder schnellere Anlagen. Prüfen Sie, welche Maßnahme pro zusätzlichem Stück am günstigsten ist. Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit erhöhen die Personalkosten.
Beachten Sie Engpässe. Die Kapazität einer Linie wird durch die langsamste Station bestimmt. Eine schnellere Anlage nützt nichts, wenn der Engpass an anderer Stelle liegt. Messen Sie die tatsächliche Kapazität über mehrere Wochen, um Schwankungen zu erkennen. Die OEE-Kennzahl zeigt, wo Verluste entstehen.
Der Rechner betrachtet eine Anlage mit gleichbleibender Leistung. Produkte mit unterschiedlichen Taktzeiten oder Mischproduktion erfordern gewichtete Berechnungen. Planen Sie bei starkem Saisongeschäft mit Spitzenmonaten statt mit dem Jahresdurchschnitt.
Berücksichtigen Sie bei der Kapazitätsplanung auch Personal. Die Maschine kann laufen, aber wenn Schichten nicht besetzt sind, fehlt die Kapazität. Planen Sie Urlaube, Krankheit und Qualifikationen ein. Bei Engpässen im Personal können Zusatzschichten, Leiharbeit oder Automatisierung helfen. Rechnen Sie die Kosten jeder Maßnahme gegen den Wert zusätzlicher Stückzahlen.
Tipps und typische Fehler
Kapazität planen.
- Nutzbarkeit: Realistisch ansetzen.
- Engpass: Langsamste Station finden.
- Reserve: Auslastung unter 85 Prozent halten.
- Saison: Spitzen einplanen.
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- Produktionskapazität berechnen
- Kapazität Anlage
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- Maschinenkapazität
- Schichtmodell Kapazität
Häufige Fragen
Wie berechnet man die Produktionskapazität?
Verfügbare Stunden mal Leistung je Stunde mal Nutzbarkeit.
Welche Auslastung ist sinnvoll?
Bis etwa 85 Prozent, damit Reserven für Störungen und Eilaufträge bleiben.
Was bestimmt die Kapazität einer Linie?
Die langsamste Station, also der Engpass.
Wie viel Reserve ist sinnvoll?
Etwa 15 Prozent, daher Auslastung bis 85 Prozent.
Was ist die Nutzbarkeit?
Der Anteil der Zeit, in der die Anlage tatsächlich produzieren kann.
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