Was kostet eine Maschinenstunde?
Wer mit Maschinen produziert oder Dienstleistungen anbietet, muss wissen, was jede Betriebsstunde kostet. Nur dann lassen sich Aufträge richtig kalkulieren. Der Maschinenstundensatz verteilt alle Kosten einer Maschine auf ihre jährlichen Laufstunden. Er gilt als Grundlage der Maschinenstundensatzrechnung in der Kostenrechnung.
Die Kosten gliedern sich in fixe und variable Bestandteile. Zu den fixen Kosten zählen die Abschreibung, die kalkulatorischen Zinsen auf das gebundene Kapital und die Raumkosten. Sie fallen an, ob die Maschine läuft oder nicht. Zu den variablen Kosten gehören Energie, Wartung, Werkzeuge und Hilfsstoffe, die mit der Betriebszeit steigen.
Weil die fixen Kosten auf die Laufstunden verteilt werden, sinkt der Satz mit der Auslastung. Eine Maschine, die 3.000 Stunden läuft, kostet pro Stunde deutlich weniger als eine mit 1.000 Stunden. Der Rechner zeigt deshalb fixe und variable Kosten pro Stunde getrennt.
Anwendung und Grenzen
Der Satz kommt zu den Lohnkosten des Bedieners hinzu. Setzen Sie ihn bei Angeboten für Arbeitsgänge ein: Maschinenstunden mal Satz plus Lohn plus Material plus Gemeinkosten. Für den Vergleich von Kauf und Miete einer Maschine ist er ebenfalls hilfreich.
Die Abschreibung folgt hier der linearen Methode über die erwartete Nutzungsdauer, nicht der steuerlichen Abschreibungstabelle. Der Restwert ist ein Schätzwert. Für Steuern gelten die amtlichen AfA-Tabellen, für die interne Kalkulation darf die tatsächliche Nutzungsdauer verwendet werden.
Setzen Sie eine realistische Laufzeit an. Wird die Maschine seltener genutzt als geplant, steigt der Satz entsprechend, und Aufträge werden zu billig kalkuliert. Beobachten Sie die tatsächliche Auslastung und passen Sie den Satz jährlich an.
Für den Vergleich mehrerer Maschinen im Betrieb lohnt es sich, die Sätze nebeneinander zu legen. So erkennen Sie, welche Anlage Aufträge am günstigsten fertigt und welche zu selten läuft, um sich zu tragen. Eine Maschine mit niedriger Auslastung kann durch Verkauf oder Vermietung entlastet werden. Rechnen Sie die Szenarien durch, bevor Sie investieren.
Tipps und typische Fehler
Maschinenkosten beherrschen.
- Auslastung: Mehr Stunden senken den Satz.
- Restwert: Vorsichtig schätzen.
- Energie: Verbrauch messen.
- Jährlich prüfen: Satz anpassen.
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Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Maschinenstundensatz berechnen
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Häufige Fragen
Was gehört in den Maschinenstundensatz?
Abschreibung, Zinsen, Raumkosten, Energie, Wartung und Werkzeuge, ohne Bedienerlohn.
Warum sinkt der Satz bei mehr Laufzeit?
Weil sich die fixen Kosten auf mehr Stunden verteilen.
Wie wirkt der Restwert?
Er mindert die Abschreibung, da nur der Wertverlust bis zum Restwert kalkuliert wird.
Was gehört nicht in den Satz?
Lohnkosten des Bedieners und Materialkosten.
Wie senke ich den Satz?
Durch höhere Laufzeit, die die fixen Kosten verteilt.
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