Wie hoch ist der Krankenstand?
Der Krankenstand gibt an, welcher Teil der Soll-Arbeitszeit durch Krankheit ausfällt. Er wird in Prozent angegeben und für Unternehmen, Branchen und das ganze Land erhoben. Die Berechnung ist einfach: Krankheitstage geteilt durch die Summe der Sollarbeitstage aller Mitarbeiter. Bei 310 Tagen und 25 Mitarbeitern mit je 220 Sollarbeitstagen sind das 5,6 Prozent.
Aus Quote und Belegschaft folgen weitere Größen: die durchschnittlichen Krankheitstage je Mitarbeiter und die Kosten der Fehltage. Im Rechner geben Sie die Kosten je Krankheitstag vor. Sie umfassen die Entgeltfortzahlung für bis zu sechs Wochen, die darauf entfallenden Sozialabgaben und den Wertschöpfungsausfall, wenn niemand einspringt.
Der Rechner zeigt auch, was ein Prozentpunkt weniger Krankenstand einspart. Das macht den Nutzen von Maßnahmen wie Gesundheitsförderung, Arbeitsplatzgestaltung und Wiedereingliederung greifbar. Bereits kleine Verbesserungen können sich bei größeren Belegschaften schnell in sechsstelligen Beträgen niederschlagen.
Einordnung und Maßnahmen
Der Durchschnitt in Deutschland liegt je nach Statistik bei 5 bis 7 Prozent. Es gibt starke Unterschiede zwischen Branchen und Betriebsgrößen: Pflege, Verkehr und Produktion haben höhere Werte als Verwaltung und IT. Vergleichen Sie mit Ihrer Branche und mit Ihrem eigenen Verlauf.
Wirkungsvoll sind betriebliches Gesundheitsmanagement, ergonomische Arbeitsplätze, Möglichkeiten zum Homeoffice, Führung mit Wertschätzung und ein gutes Betriebsklima. Bei langer Krankheit ist das betriebliche Eingliederungsmanagement vorgeschrieben, wenn Beschäftigte länger als sechs Wochen in einem Jahr arbeitsunfähig sind.
Beachten Sie den Datenschutz: Gesundheitsdaten gehören zu den besonders geschützten Daten. Werten Sie Fehlzeiten nur zusammengefasst und ohne Diagnosen aus. Die Kosten je Fehltag sind Schätzwerte. Die Umlage U1 kann Kleinbetrieben einen Teil der Entgeltfortzahlung erstatten, was die Nettokosten senkt.
Beachten Sie die Zusammensetzung des Krankenstands. Viele Kurzerkrankungen sprechen für andere Ursachen als wenige lange Ausfälle. Kurze Fehlzeiten hängen oft mit Arbeitsklima und Belastung zusammen, lange mit chronischen Erkrankungen und Unfällen. Werten Sie anonym nach Abteilungen aus, um gezielte Maßnahmen abzuleiten.
Tipps und typische Fehler
Fehlzeiten senken.
- Gesundheit: Betriebliche Angebote schaffen.
- BEM: Bei langer Krankheit anbieten.
- Datenschutz: Keine Diagnosen auswerten.
- Vergleich: Mit der Branche messen.
Weitere Rechner: Beruf & Arbeitszeit
- Umsatz-pro-Mitarbeiter-Rechner
- Kapazität-Rechner
- Stundenlohn-Rechner
- Arbeitszeitrechner
- Überstunden-Rechner
- Urlaubstage-Rechner
- Gehaltserhöhung-Rechner
- Kündigungsfrist-Rechner
Alle Rechner dieser Kategorie oder alle Rechner A–Z.
Auch gesucht als
Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Krankenstand berechnen
- Krankenstandsquote
- Fehlzeiten berechnen
- Kosten Krankheitstage
- Krankenstand Formel
- Fehlzeitenquote
Häufige Fragen
Wie berechnet man den Krankenstand?
Krankheitstage geteilt durch Soll-Arbeitstage aller Mitarbeiter, mal 100.
Wie hoch ist der durchschnittliche Krankenstand?
In Deutschland je nach Quelle etwa 5 bis 7 Prozent, mit großen Branchenunterschieden.
Wie lange zahlt der Arbeitgeber bei Krankheit?
Bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung, danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld.
Was ist das betriebliche Eingliederungsmanagement?
Ein Angebot an Beschäftigte, die länger als sechs Wochen im Jahr arbeitsunfähig waren.
Wie hoch ist der Krankenstand im Durchschnitt?
In Deutschland je nach Quelle etwa 5 bis 7 Prozent.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.