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Statische Kostenvergleichsrechnung

Tragen Sie für zwei Anlagen Anschaffungskosten, Restwert, Nutzungsdauer und laufende Kosten ein. Der Rechner zeigt die jährlichen Gesamtkosten, die günstigere Anlage und die kritische Menge.

Zwei Anlagen im Vergleich
Wartung, Versicherung, Raumkosten, ohne Abschreibung und Zinsen.
Ergebnis

So funktioniert die Kostenvergleichsrechnung

Die Kostenvergleichsrechnung ist das einfachste Verfahren der Investitionsrechnung. Sie vergleicht zwei oder mehr Anlagen, die dieselbe Leistung erbringen, anhand ihrer durchschnittlichen jährlichen Kosten. Weil der zeitliche Verlauf von Zahlungen keine Rolle spielt, zählt sie zu den statischen Verfahren. Sie eignet sich vor allem für Ersatzinvestitionen und für die Wahl zwischen technischen Alternativen.

Zu den Kosten einer Anlage gehören zunächst die Kapitalkosten. Die kalkulatorische Abschreibung verteilt den Wertverlust, also Anschaffungskosten minus Restwert, gleichmäßig auf die Nutzungsdauer. Die kalkulatorischen Zinsen berücksichtigen, dass im Mittel die Hälfte von Anschaffungskosten plus Restwert im Unternehmen gebunden ist und anderweitig Ertrag bringen könnte. Hinzu kommen sonstige Fixkosten wie Wartung oder Versicherung.

Die variablen Kosten, etwa Energie, Material und Löhne je Stück, hängen von der Produktionsmenge ab. Hat eine Anlage höhere Fixkosten, aber niedrigere variable Kosten, gibt es eine kritische Menge, bei der beide gleich teuer sind. Der Rechner ermittelt die Gesamtkosten, die Stückkosten und diese Grenze.

Abschreibung=AK−RWn; kalkulatorische Zinsen=(AK+RW)⋅i2; Gesamtkosten=Abschreibung+Zinsen+sonstige Fixkosten+variable Kosten×Menge\text{Abschreibung} = \frac{\text{AK} - \text{RW}}{n};\ \text{kalkulatorische Zinsen} = \frac{\left(\text{AK} + \text{RW}\right) \cdot i}{2};\ \text{Gesamtkosten} = \text{Abschreibung} + \text{Zinsen} + \text{sonstige Fixkosten} + \text{variable Kosten} \times \text{Menge}

Beispiel: Anlage A kostet 100.000 Euro, Restwert 10.000 Euro, 5 Jahre Nutzung: Abschreibung 18.000 Euro, Zinsen bei 6 Prozent 55.000 × 0,06 = 3.300 Euro, mit 5.000 Euro sonstigen Fixkosten insgesamt 26.300 Euro fix. Bei 20.000 Stück und 3 Euro je Stück kommen 60.000 Euro hinzu, zusammen 86.300 Euro. Anlage B hat 39.400 Euro Fixkosten und 30.000 Euro variable Kosten, zusammen 69.400 Euro. B ist um 16.900 Euro günstiger. Die kritische Menge liegt bei 13.100 ÷ 1,5 = rund 8.733 Stück.

Grenzen des Verfahrens

Die Kostenvergleichsrechnung beantwortet nur die Frage, welche Anlage billiger produziert. Ob sich eine Investition überhaupt lohnt, zeigt sie nicht, denn Erlöse fließen nicht ein. Erzeugen die Anlagen unterschiedliche Mengen oder Qualitäten und damit unterschiedliche Umsätze, ist die Gewinnvergleichsrechnung oder ein dynamisches Verfahren wie die Kapitalwertmethode besser geeignet.

Unterscheiden sich die Nutzungsdauern deutlich, ist der Vergleich nur eingeschränkt aussagekräftig. Es bleibt offen, was nach dem Ende der kürzeren Nutzungsdauer passiert. Üblich ist die Annahme, dass die Anlage dann durch eine gleichwertige ersetzt wird. Der Rechner vergleicht die Kosten eines durchschnittlichen Jahres und folgt damit dieser Annahme.

Bei Ersatzinvestitionen wird die alte Anlage oft mit einer neuen verglichen. Für die alte Anlage zählen dann nicht die ursprünglichen Anschaffungskosten, sondern der heute noch erzielbare Restwert als gebundenes Kapital. Ihre weitere Abschreibung ergibt sich aus dem aktuellen Wert minus Restwert am Ende der Restnutzungsdauer, geteilt durch diese Restnutzungsdauer.

Der kalkulatorische Zinssatz sollte die Rendite widerspiegeln, die das Unternehmen mit dem Kapital anderweitig erzielen könnte, oder die Finanzierungskosten. Je höher er ist, desto stärker werden kapitalintensive Anlagen benachteiligt. Testen Sie verschiedene Zinssätze und Mengen, um zu sehen, wie robust die Entscheidung ist. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Investitions- oder Steuerberatung.

Tipps und typische Fehler

Investitionen vergleichen.

  • Gleiche Leistung: Voraussetzung.
  • Zinssatz: Variieren.
  • Menge: Mit kritischer Menge prüfen.
  • Dynamisch: Bei großen Beträgen ergänzen.

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Häufige Fragen

Was sind kalkulatorische Zinsen?

Die Verzinsung des durchschnittlich gebundenen Kapitals, berechnet als (Anschaffungskosten + Restwert) ÷ 2 × Zinssatz.

Wann ist die Kostenvergleichsrechnung geeignet?

Wenn Anlagen gleiche Leistungen und Erlöse bringen und nur die Kosten den Unterschied machen, etwa bei Ersatzinvestitionen.

Was zeigt die kritische Menge?

Die Produktionsmenge, bei der beide Anlagen gleich viel kosten; darüber lohnt die Anlage mit den niedrigeren variablen Kosten.

Was ist der Unterschied zur Gewinnvergleichsrechnung?

Die Gewinnvergleichsrechnung bezieht zusätzlich die Erlöse ein und eignet sich bei unterschiedlichen Leistungen.

Ist die Kostenvergleichsrechnung statisch oder dynamisch?

Statisch, sie betrachtet ein Durchschnittsjahr ohne Abzinsung.

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