Online-Handel & Geschäft

Arbeitsproduktivität berechnen

Tragen Sie Ausbringung und Arbeitseinsatz für zwei Zeiträume ein, etwa Stück und Arbeitsstunden. Der Rechner zeigt die Produktivität beider Perioden und wie stark sie sich verändert hat.

Zwei Zeiträume
Zum Beispiel gefertigte Stück, bearbeitete Aufträge oder preisbereinigter Umsatz.
Zum Beispiel Arbeitsstunden oder Vollzeitkräfte.
Ergebnis

Was misst die Arbeitsproduktivität?

Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ergebnis zu Einsatz. Die Arbeitsproduktivität setzt die Ausbringung, also das Ergebnis der Arbeit, ins Verhältnis zum Arbeitseinsatz. Gemessen wird je nach Betrieb in Stück je Stunde, Aufträgen je Mitarbeiter, Tonnen je Schicht oder Umsatz je Arbeitsstunde. Wichtig ist nur, dass beide Zeiträume mit denselben Einheiten gemessen werden.

Eine einzelne Kennzahl sagt wenig aus. Aussagekräftig wird die Produktivität erst im Vergleich, etwa mit dem Vorjahr, mit einem anderen Standort oder mit dem Branchendurchschnitt. Der Rechner vergleicht deshalb zwei Zeiträume und zeigt die prozentuale Veränderung der Produktivität. Zusätzlich sehen Sie, wie sich Ausbringung und Arbeitseinsatz einzeln entwickelt haben.

Daraus ergibt sich auch, wie viele Stunden die aktuelle Menge mit der alten Produktivität gebraucht hätte. Die Differenz zum tatsächlichen Arbeitseinsatz ist die Einsparung durch den Produktivitätsgewinn. Ist sie negativ, wurde für die gleiche Menge mehr Arbeit benötigt als zuvor.

Arbeitsproduktivita¨t=AusbringungArbeitseinsatz; Vera¨nderung=(Produktivita¨t aktuellProduktivita¨t Vorperiode−1)×100\text{Arbeitsproduktivität} = \frac{\text{Ausbringung}}{\text{Arbeitseinsatz}};\ \text{Veränderung} = \left(\frac{\text{Produktivität aktuell}}{\text{Produktivität Vorperiode}} - 1\right) \times 100

Beispiel: Im Vorjahr wurden 12.000 Stück in 2.000 Stunden gefertigt, die Produktivität lag bei 6 Stück je Stunde. In diesem Jahr waren es 13.500 Stück in 2.100 Stunden, also 6,4286 Stück je Stunde. Die Produktivität ist um 7,14 Prozent gestiegen, die Ausbringung um 12,5 Prozent und der Arbeitseinsatz um 5 Prozent. Mit der alten Produktivität hätte die neue Menge 2.250 Stunden gebraucht; eingespart wurden 150 Stunden.

Produktivität richtig deuten

Steigt die Produktivität, kann das viele Ursachen haben: bessere Maschinen, eingespielte Abläufe, weniger Ausschuss, Weiterbildung oder eine bessere Auslastung. Sie kann aber auch steigen, weil schwierige Aufträge ausgelagert wurden oder das Produktprogramm einfacher geworden ist. Vor Schlussfolgerungen lohnt es sich, die Zusammensetzung der Ausbringung zu prüfen.

Wird die Ausbringung in Euro gemessen, verzerren Preisänderungen das Bild. Steigen die Verkaufspreise um fünf Prozent, wirkt die Produktivität um fünf Prozent höher, obwohl nicht mehr produziert wurde. Rechnen Sie den Umsatz in solchen Fällen mit einem Preisindex auf das Niveau der Vorperiode zurück. Volkswirtschaftliche Statistiken arbeiten aus diesem Grund mit realen, preisbereinigten Werten.

Die Arbeitsproduktivität ist eine Teilproduktivität. Sie blendet aus, dass ein höherer Output oft auch mehr Kapital, Material oder Energie benötigt. Ersetzt ein Betrieb Arbeit durch Maschinen, steigt die Arbeitsproduktivität, die Kapitalproduktivität kann aber sinken. Für ein vollständiges Bild sollten Sie mehrere Kennzahlen betrachten, etwa auch Kosten je Stück oder die Gesamtanlageneffektivität.

Als Arbeitseinsatz eignen sich tatsächlich geleistete Stunden besser als die Zahl der Beschäftigten, weil Teilzeit, Urlaub und Krankheit sonst das Ergebnis verfälschen. Für Vergleiche über Standorte hinweg sollten Sie Zeiten für Verwaltung und Logistik einheitlich zuordnen. Den Umsatz je Kopf berechnet der Umsatz-pro-Mitarbeiter-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Produktivität messen.

  • Einheiten: Gleich halten.
  • Stunden: Statt Köpfe.
  • Preise: Bereinigen.
  • Mix: Produktwechsel beachten.

Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Arbeitsproduktivität?

Ausbringung geteilt durch Arbeitseinsatz, zum Beispiel gefertigte Stück durch geleistete Arbeitsstunden.

Was ist der Unterschied zwischen Produktivität und Wirtschaftlichkeit?

Produktivität vergleicht Mengen, Wirtschaftlichkeit vergleicht Werte, also Ertrag zu Aufwand in Euro.

Warum sollte man Umsatz preisbereinigen?

Weil Preissteigerungen sonst eine höhere Produktivität vortäuschen, obwohl nicht mehr produziert wurde.

Was ist Kapitalproduktivität?

Das Verhältnis von Ausbringung zum eingesetzten Kapital, etwa Output je Euro Anlagevermögen.

Was ist totale Faktorproduktivität?

Ein Maß, das Arbeit und Kapital gemeinsam als Einsatz berücksichtigt.

Auch gesucht als:
  • Produktivität berechnen
  • Arbeitsproduktivität berechnen
  • Produktivitätssteigerung berechnen
  • Produktivität Formel
  • Stück pro Stunde berechnen
  • Produktivität Veränderung

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.