Was misst die Arbeitsproduktivität?
Produktivität beschreibt das Verhältnis von Ergebnis zu Einsatz. Die Arbeitsproduktivität setzt die Ausbringung, also das Ergebnis der Arbeit, ins Verhältnis zum Arbeitseinsatz. Gemessen wird je nach Betrieb in Stück je Stunde, Aufträgen je Mitarbeiter, Tonnen je Schicht oder Umsatz je Arbeitsstunde. Wichtig ist nur, dass beide Zeiträume mit denselben Einheiten gemessen werden.
Eine einzelne Kennzahl sagt wenig aus. Aussagekräftig wird die Produktivität erst im Vergleich, etwa mit dem Vorjahr, mit einem anderen Standort oder mit dem Branchendurchschnitt. Der Rechner vergleicht deshalb zwei Zeiträume und zeigt die prozentuale Veränderung der Produktivität. Zusätzlich sehen Sie, wie sich Ausbringung und Arbeitseinsatz einzeln entwickelt haben.
Daraus ergibt sich auch, wie viele Stunden die aktuelle Menge mit der alten Produktivität gebraucht hätte. Die Differenz zum tatsächlichen Arbeitseinsatz ist die Einsparung durch den Produktivitätsgewinn. Ist sie negativ, wurde für die gleiche Menge mehr Arbeit benötigt als zuvor.
Produktivität richtig deuten
Steigt die Produktivität, kann das viele Ursachen haben: bessere Maschinen, eingespielte Abläufe, weniger Ausschuss, Weiterbildung oder eine bessere Auslastung. Sie kann aber auch steigen, weil schwierige Aufträge ausgelagert wurden oder das Produktprogramm einfacher geworden ist. Vor Schlussfolgerungen lohnt es sich, die Zusammensetzung der Ausbringung zu prüfen.
Wird die Ausbringung in Euro gemessen, verzerren Preisänderungen das Bild. Steigen die Verkaufspreise um fünf Prozent, wirkt die Produktivität um fünf Prozent höher, obwohl nicht mehr produziert wurde. Rechnen Sie den Umsatz in solchen Fällen mit einem Preisindex auf das Niveau der Vorperiode zurück. Volkswirtschaftliche Statistiken arbeiten aus diesem Grund mit realen, preisbereinigten Werten.
Die Arbeitsproduktivität ist eine Teilproduktivität. Sie blendet aus, dass ein höherer Output oft auch mehr Kapital, Material oder Energie benötigt. Ersetzt ein Betrieb Arbeit durch Maschinen, steigt die Arbeitsproduktivität, die Kapitalproduktivität kann aber sinken. Für ein vollständiges Bild sollten Sie mehrere Kennzahlen betrachten, etwa auch Kosten je Stück oder die Gesamtanlageneffektivität.
Als Arbeitseinsatz eignen sich tatsächlich geleistete Stunden besser als die Zahl der Beschäftigten, weil Teilzeit, Urlaub und Krankheit sonst das Ergebnis verfälschen. Für Vergleiche über Standorte hinweg sollten Sie Zeiten für Verwaltung und Logistik einheitlich zuordnen. Den Umsatz je Kopf berechnet der Umsatz-pro-Mitarbeiter-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Produktivität messen.
- Einheiten: Gleich halten.
- Stunden: Statt Köpfe.
- Preise: Bereinigen.
- Mix: Produktwechsel beachten.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man die Arbeitsproduktivität?
Ausbringung geteilt durch Arbeitseinsatz, zum Beispiel gefertigte Stück durch geleistete Arbeitsstunden.
Was ist der Unterschied zwischen Produktivität und Wirtschaftlichkeit?
Produktivität vergleicht Mengen, Wirtschaftlichkeit vergleicht Werte, also Ertrag zu Aufwand in Euro.
Warum sollte man Umsatz preisbereinigen?
Weil Preissteigerungen sonst eine höhere Produktivität vortäuschen, obwohl nicht mehr produziert wurde.
Was ist Kapitalproduktivität?
Das Verhältnis von Ausbringung zum eingesetzten Kapital, etwa Output je Euro Anlagevermögen.
Was ist totale Faktorproduktivität?
Ein Maß, das Arbeit und Kapital gemeinsam als Einsatz berücksichtigt.
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- Produktivität Formel
- Stück pro Stunde berechnen
- Produktivität Veränderung
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