Online-Handel & Geschäft

Umsatz pro Quadratmeter berechnen

Tragen Sie Jahresumsatz, Verkaufsfläche, Miete und Rohertragsquote ein. Der Rechner zeigt die Flächenproduktivität pro Jahr, Monat und Öffnungstag sowie die Mietbelastung.

Umsatz und Fläche
Nur die Fläche, auf der Ware angeboten wird, ohne Lager und Büro.
Nettokaltmiete bezogen auf die Verkaufsfläche.
Umsatz minus Wareneinsatz in Prozent vom Umsatz.
Ergebnis

Flächenproduktivität als Kennzahl im Handel

Im stationären Einzelhandel ist die Verkaufsfläche eine der teuersten Ressourcen. Miete, Einrichtung, Beleuchtung und Klimatisierung hängen direkt an den Quadratmetern. Der Umsatz pro Quadratmeter, auch Flächenproduktivität oder Raumleistung genannt, zeigt, wie gut ein Geschäft diese Fläche nutzt. Er ist eine der wichtigsten Kennzahlen für den Vergleich von Filialen, Standorten und Warengruppen.

Berechnet wird der Nettoumsatz eines Jahres geteilt durch die Verkaufsfläche. Lager, Sozialräume und Büros zählen nicht dazu, weil dort nichts verkauft wird. Wer die gesamte Mietfläche ansetzt, erhält niedrigere und schlechter vergleichbare Werte. Der Rechner zeigt den Wert zusätzlich pro Monat und pro Öffnungstag, was für die Steuerung im Tagesgeschäft hilfreich ist.

Da ein hoher Umsatz bei geringer Marge wenig nützt, berechnet der Rechner auch den Rohertrag pro Quadratmeter. Die Mietbelastung setzt die Jahresmiete ins Verhältnis zum Umsatz und zum Rohertrag. So erkennen Sie, ob ein Standort seine Fläche tragen kann.

Umsatz pro m2=NettoumsatzVerkaufsfla¨che; Mietbelastung=Miete pro m2⋅12⋅Fla¨che⋅100Umsatz\text{Umsatz pro m}^{2} = \frac{\text{Nettoumsatz}}{\text{Verkaufsfläche}};\ \text{Mietbelastung} = \frac{\text{Miete pro m}^{2} \cdot 12 \cdot \text{Fläche} \cdot 100}{\text{Umsatz}}

Beispiel: Ein Geschäft mit 400 Quadratmetern Verkaufsfläche setzt netto 1.200.000 Euro im Jahr um. Das ergibt 3.000 Euro pro Quadratmeter und Jahr, 250 Euro pro Monat und bei 300 Öffnungstagen 10 Euro pro Tag. Bei 35 Prozent Rohertragsquote bleiben 1.050 Euro Rohertrag je Quadratmeter. Die Miete von 15 Euro pro Quadratmeter und Monat summiert sich auf 72.000 Euro im Jahr, das sind 6 Prozent vom Umsatz und 17,14 Prozent vom Rohertrag.

Werte einordnen und verbessern

Typische Werte unterscheiden sich stark nach Branche. Lebensmittel-Discounter und Drogerien erreichen hohe Umsätze je Quadratmeter, weil sie viel Ware auf wenig Fläche drehen. Möbelhäuser, Baumärkte und Gartencenter brauchen große Flächen und liegen deutlich darunter. Vergleichen Sie daher nur mit Geschäften derselben Branche und ähnlicher Lage, etwa über Kennzahlen von Verbänden oder Ihres Warenwirtschaftssystems.

Für die Mietbelastung gilt eine grobe Faustregel: Je niedriger die Rohertragsquote, desto geringer muss der Mietanteil am Umsatz sein. Händler mit geringer Marge kommen oft nur mit wenigen Prozent Mietanteil zurecht, Branchen mit hohen Margen wie Mode oder Optik vertragen mehr. Entscheidend ist, wie viel vom Rohertrag nach Miete und Personal noch übrig bleibt.

Um die Flächenproduktivität zu steigern, gibt es mehrere Hebel. Schwache Warengruppen lassen sich verkleinern, starke an besser frequentierte Stellen verlegen. Auch die Warenpräsentation, die Höhe der Regale und die Laufwege beeinflussen den Umsatz. Ein Vergleich nach Warengruppen zeigt, welche Fläche sich lohnt und wo Platz für neue Sortimente frei werden kann.

Bei Neuanmietungen hilft der Rechner, den nötigen Mindestumsatz abzuschätzen: Setzen Sie die geplante Fläche und Miete ein und prüfen Sie, welcher Umsatz für eine tragbare Mietbelastung nötig ist. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine betriebswirtschaftliche Beratung.

Tipps und typische Fehler

Fläche besser nutzen.

  • Warengruppen: Einzeln auswerten.
  • Laufwege: Gezielt planen.
  • Miete: Am Rohertrag messen.
  • Vergleich: Nur in der Branche.

Weitere Rechner: Online-Handel & Geschäft

Häufige Fragen

Welche Fläche zählt beim Umsatz pro Quadratmeter?

Die Verkaufsfläche, also die Fläche mit Warenangebot und Kundenverkehr, ohne Lager, Büros und Sozialräume.

Wird mit Brutto- oder Nettoumsatz gerechnet?

Üblich ist der Nettoumsatz ohne Umsatzsteuer, damit Werte vergleichbar bleiben.

Was bedeutet Mietbelastung?

Den Anteil der Jahresmiete am Umsatz; er zeigt, ob ein Standort seine Fläche wirtschaftlich tragen kann.

Was ist der Unterschied zwischen Verkaufs- und Mietfläche?

Die Mietfläche umfasst auch Lager und Nebenräume, die Verkaufsfläche nur den Bereich für Kunden.

Wie misst man den Umsatz je Regalmeter?

Umsatz einer Warengruppe geteilt durch die laufenden Meter Regal, die sie belegt.

Auch gesucht als:
  • Umsatz pro Quadratmeter
  • Flächenproduktivität berechnen
  • Raumleistung Einzelhandel
  • Umsatz pro qm Verkaufsfläche
  • Mietbelastung Einzelhandel
  • Flächenleistung berechnen

Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Die Erklärtexte auf dieser Seite wurden mit KI erstellt. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.