Immobilien & Wohnen

Kosten für Keller und Bodenplatte vergleichen

Geben Sie Grundfläche, Preise je Quadratmeter und die Baugrundsituation ein. Der Rechner zeigt, was der Keller mehr kostet und was ein Quadratmeter Kellerfläche im Vergleich kostet.

Grundfläche und Preise
Ohne Aushub, mit Abdichtung; Stand prüfen.
Gedämmt, inklusive Frostschürze; Stand prüfen.
Stark abhängig von Bodenklasse und Deponie.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Was ein Keller wirklich kostet

Ein Keller ist eine der größten Einzelentscheidungen beim Hausbau. Er schafft Platz für Haustechnik, Vorräte, Hobby und Abstellfläche, kostet aber oft so viel wie ein Mittelklasseauto. Viele Bauherren verzichten deshalb darauf und bauen auf einer Bodenplatte. Ob sich der Keller rechnet, hängt davon ab, wie viel zusätzliche Fläche Sie wirklich nutzen und was diese Fläche sonst kosten würde.

Der Rechner setzt die Kosten des Kellers den Kosten der Bodenplatte gegenüber, die beim Keller entfällt. Zum Keller gehört außerdem der Aushub. Er wird aus Grundfläche und Tiefe berechnet und für Arbeitsraum und Böschung mit dem Faktor 1,3 erhöht. Ein schwieriger Baugrund verteuert den Keller: Bei bindigen Böden oder am Hang sind Drainage und Abdichtung aufwendiger, bei drückendem Grundwasser ist eine wasserundurchlässige Betonwanne nötig.

Aus den Mehrkosten und der nutzbaren Fläche ergibt sich der Preis eines Quadratmeters Keller. Zum Vergleich zeigt der Rechner, was dieselbe Fläche oberirdisch kosten würde, etwa als größeres Erdgeschoss oder Anbau. Dabei ist zu beachten, dass Kellerräume meist nicht als Wohnfläche zählen.

Kellerkosten=Fla¨che×Preis×Baugrundfaktor+Fla¨che×Tiefe×1,3×Entsorgungspreis; Mehrkosten=Kellerkosten−Fla¨che×Plattenpreis\text{Kellerkosten} = \text{Fläche} \times \text{Preis} \times \text{Baugrundfaktor} + \text{Fläche} \times \text{Tiefe} \times 1{,}3 \times \text{Entsorgungspreis};\ \text{Mehrkosten} = \text{Kellerkosten} - \text{Fläche} \times \text{Plattenpreis}

Beispiel: Ein Haus mit 100 m² Grundfläche, Keller zu 650 €/m², Bodenplatte zu 150 €/m², normaler Baugrund, 2,5 m tief: Der Aushub umfasst 325 m³ und kostet 9.750 €, der Keller insgesamt 74.750 €. Abzüglich der eingesparten Bodenplatte für 15.000 € bleiben 59.750 € Mehrkosten. Bei 80 m² Nutzfläche sind das rund 747 € je m², oberirdisch kostete die Fläche 224.000 €.

Entscheidungshilfen

Für einen Keller spricht vor allem der Platz für Haustechnik. Heizung, Speicher, Hausanschlüsse, Waschmaschine und Lüftungsgerät brauchen ohne Keller einen Hauswirtschaftsraum im Erdgeschoss, der schnell zehn Quadratmeter Wohnfläche kostet. Auch am Hang ist ein Keller oft sinnvoll, weil ohnehin Erde bewegt werden muss und ein Teil der Räume ebenerdig nach außen offen sein kann.

Gegen einen Keller sprechen ein hoher Grundwasserstand, felsiger Untergrund und knappe Budgets. Bei drückendem Wasser steigen die Kosten deutlich, und ein Schaden an der Abdichtung ist später schwer zu beheben. Lassen Sie vor der Entscheidung ein Bodengutachten erstellen; es kostet meist nur einen Bruchteil der möglichen Mehrkosten und klärt Tragfähigkeit und Wasserverhältnisse.

Wer den Keller später als Wohnraum, Büro oder Gästezimmer nutzen will, braucht ausreichende Raumhöhe, Tageslicht und Dämmung. Ein Wohnkeller mit Lichtschächten oder Lichthof kostet mehr, kann aber als Einliegerwohnung sogar Mieteinnahmen bringen. Klären Sie mit dem Bauamt, welche Anforderungen an Aufenthaltsräume gelten.

Die Preise je Quadratmeter unterscheiden sich regional stark und ändern sich mit dem Baupreisindex. Ersetzen Sie die Standardwerte daher durch Angebote Ihres Bauunternehmens und prüfen Sie den Stand. Fertigkeller aus Betonelementen sind oft schneller gestellt als gemauerte Keller, im Preis liegen beide Bauweisen meist nah beieinander.

Tipps und typische Fehler

Keller klug planen.

  • Gutachten: Boden prüfen.
  • Technik: Platz einplanen.
  • Licht: Für Wohnkeller nötig.
  • Angebote: Vergleichen.

Weitere Rechner: Immobilien & Wohnen

Häufige Fragen

Zählt ein Keller zur Wohnfläche?

In der Regel nicht; nur Aufenthaltsräume mit entsprechender Ausstattung werden nach der Wohnflächenverordnung angerechnet.

Was ist eine weiße Wanne?

Ein Keller aus wasserundurchlässigem Beton, der ohne zusätzliche Abdichtungsbahn gegen drückendes Wasser dicht ist.

Brauche ich für den Keller ein Bodengutachten?

Es ist dringend zu empfehlen, weil Grundwasser und Bodenklasse die Kosten stark beeinflussen.

Wie tief wird für einen Keller ausgehoben?

Meist 2,5 bis 3 Meter, je nach Raumhöhe, Bodenplatte und Dämmung.

Ist ein Fertigkeller günstiger?

Nicht unbedingt im Preis, aber in der Bauzeit; die Elemente stehen oft in wenigen Tagen.

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