Immobilien & Wohnen

Kosten für Anbau oder Aufstockung schätzen

Geben Sie die neue Wohnfläche ein, wählen Sie Art und Bauweise und passen Sie die Preise an. Der Rechner nennt die Gesamtkosten und die Kosten je Quadratmeter.

Vorhaben und Preise
Massivbau, mittlere Ausstattung; Stand prüfen.
Wanddurchbruch, Anschlüsse von Heizung, Wasser, Strom.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Mehr Platz am oder auf dem Haus

Wenn die Familie wächst oder ein Arbeitszimmer fehlt, ist ein Anbau oder eine Aufstockung oft günstiger als ein Umzug. Beim Anbau entsteht ein neuer Gebäudeteil neben dem Haus, mit eigener Gründung. Bei der Aufstockung wird das Dach abgenommen und ein zusätzliches Geschoss gebaut, das Grundstück bleibt frei. Beide Wege kosten pro Quadratmeter meist mehr als ein Neubau, weil die Flächen klein sind und der Anschluss an den Bestand aufwendig ist.

Der Rechner geht von einem Baupreis je Quadratmeter Wohnfläche für einen Massivbau mittlerer Ausstattung aus. Holzrahmen- und Modulbau werden mit einem leichten Abschlag gerechnet, weil die Vorfertigung Bauzeit spart. Für die Aufstockung kommt ein Zuschlag von zehn Prozent für Gerüst, Abbruch des alten Dachs und das Arbeiten auf dem Bestand hinzu.

Je nach Vorhaben fallen unterschiedliche Zusatzposten an: Beim Anbau eine Bodenplatte mit Fundament, bei der Aufstockung eine statische Prüfung der vorhandenen Wände und Decken. Den Anschluss an das Haus und die Baunebenkosten für Architekt, Genehmigung und Gutachten rechnet der Rechner in beiden Fällen ein.

Baukosten = Fla¨che × Baupreis × Bauweisefaktor (× 1,1 bei Aufstockung) + Fundament oder Statik + Anschluss; Gesamt = Baukosten × (1 + Nebenkosten)\text{Baukosten = Fläche × Baupreis × Bauweisefaktor (× 1,1 bei Aufstockung) + Fundament oder Statik + Anschluss; Gesamt = Baukosten × (1 + Nebenkosten)}

Beispiel: Ein Anbau mit 30 m² in Massivbauweise zu 2.300 €/m²: Das Gebäude kostet 69.000 €, Fundament und Bodenplatte 6.000 €, der Anschluss an den Bestand 8.000 €. Die Baukosten betragen 83.000 €, mit 15 % Nebenkosten (12.450 €) ergeben sich 95.450 € oder rund 3.182 € je m² Wohnfläche.

Genehmigung, Statik und Alternativen

Anbauten und Aufstockungen sind praktisch immer genehmigungspflichtig. Der Bebauungsplan legt fest, wie viel Fläche und Höhe auf dem Grundstück zulässig sind; ohne Plan gilt, dass sich das Vorhaben in die Umgebung einfügen muss. Abstandsflächen zu den Nachbarn sind besonders bei Anbauten ein häufiges Hindernis. Eine Bauvoranfrage klärt früh, was möglich ist.

Bei einer Aufstockung entscheidet die Tragfähigkeit des Bestands. Ältere Häuser mit schwachen Decken oder Fundamenten tragen oft nur ein leichtes Geschoss in Holzbauweise. Ein Tragwerksplaner prüft Wände, Decken und Gründung; manchmal sind Verstärkungen nötig, die das Projekt verteuern. Holzbau ist hier wegen des geringen Gewichts beliebt.

Auch der Brand- und Schallschutz sowie der Wärmeschutz nach dem Gebäudeenergiegesetz gelten für den neuen Teil. Nutzen Sie die Gelegenheit, Heizung und Dämmung des Bestands mitzudenken. Wenn das Dach ohnehin erneuert werden muss, verschiebt sich die Rechnung zugunsten der Aufstockung. Ein vorhandener Dachboden lässt sich oft günstiger ausbauen, das zeigt der Dachausbau-Kosten-Rechner.

Die Standardpreise sind Richtwerte, die regional und mit der Baupreisentwicklung schwanken. Prüfen Sie den Stand mit Angeboten von Architekten und Baufirmen und rechnen Sie einen Puffer von zehn bis fünfzehn Prozent für Unvorhergesehenes ein, denn beim Bauen im Bestand tauchen häufig Überraschungen auf.

Tipps und typische Fehler

Anbau gut vorbereiten.

  • Bauamt: Voranfrage stellen.
  • Statik: Bestand prüfen.
  • Puffer: 10 bis 15 %.
  • Nachbarn: Früh informieren.

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Häufige Fragen

Was ist günstiger, Anbau oder Aufstockung?

Das hängt vom Bestand ab; die Aufstockung spart Grundstück und Fundament, erfordert aber Statik und Dachabbruch.

Brauche ich für einen Anbau einen Architekten?

Für den Bauantrag ist in der Regel eine bauvorlageberechtigte Person nötig, meist ein Architekt oder Bauingenieur.

Warum ist ein Anbau pro m² teurer als ein Neubau?

Weil kleine Flächen, Anschlussarbeiten und Baustelleneinrichtung die Fixkosten auf wenige Quadratmeter verteilen.

Wie lange dauert ein Anbau?

Mit Planung und Genehmigung oft ein Jahr, die Bauzeit selbst einige Monate; Holzbau ist schneller.

Steigt der Hauswert durch einen Anbau?

Meist ja, durch mehr Wohnfläche; ob die Kosten voll im Wert ankommen, hängt von Lage und Ausführung ab.

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