Bau & Handwerk

Baunebenkosten berechnen

Tragen Sie die reinen Baukosten und die Prozentsätze für die einzelnen Nebenkosten ein. Der Rechner zeigt jede Position in Euro, die Summe und den Anteil an den Baukosten.

Baukosten und Nebenkosten
Kostengruppen 300 und 400 nach DIN 276, ohne Grundstück.
Orientierung an der HOAI; Angebot einholen (Stand prüfen).
Gebührenordnung des Bundeslandes (Stand prüfen).
Bereitstellungszinsen, Grundschuldbestellung, Teilauszahlungen.
Zum Beispiel Baustrom, Bauwasser, Richtfest.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Was kosten Planung, Statik und Genehmigung?

Neben den Kosten für Rohbau und Ausbau fallen beim Bauen zahlreiche Nebenkosten an. Dazu gehören das Honorar für Architekt und Fachplaner, die Statik, Bodengutachten und Vermessung, Gebühren für die Baugenehmigung, Versicherungen und die Kosten der Finanzierung. In der Kostengliederung nach DIN 276 stehen sie in der Kostengruppe 700. Zusammen erreichen sie häufig 15 bis 20 Prozent der Baukosten.

Der Rechner rechnet jede Position als Prozentsatz der Baukosten für Bauwerk und technische Anlagen. Diese Basis entspricht ungefähr der Bemessungsgrundlage, nach der sich auch Architektenhonorare richten. Alle Prozentsätze sind als Eingabefelder angelegt, weil sie je nach Projekt, Bundesland und Planungsumfang stark schwanken. Die Voreinstellungen sind Richtwerte, deren Stand Sie prüfen sollten.

Ein Pauschalbetrag nimmt Kosten auf, die nicht vom Bauvolumen abhängen, etwa Baustrom, Bauwasser, Toilettenmiete, Bauschild oder ein Richtfest. Grundstückskosten, Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch gehören nicht zu den Baunebenkosten im engeren Sinn und sind deshalb nicht enthalten.

Baunebenkosten=Baukosten⋅Summe der Prozentsa¨tze100+Pauschalbetrag\text{Baunebenkosten} = \frac{\text{Baukosten} \cdot \text{Summe der Prozentsätze}}{100} + \text{Pauschalbetrag}

Beispiel: Baukosten 400.000 Euro mit 12 % Planung, 2 % Statik, 1,5 % Gutachten, 0,8 % Gebühren, 0,4 % Versicherungen und 1,5 % Finanzierung, dazu 3.000 Euro pauschal: Planung 48.000 Euro, Statik 8.000 Euro, Gebühren 3.200 Euro. Die Baunebenkosten betragen 75.800 Euro, knapp 19 Prozent der Baukosten. Insgesamt sind 475.800 Euro zu finanzieren.

Wo die Nebenkosten im Detail entstehen

Das Architektenhonorar richtet sich nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Seit 2021 sind deren Sätze nur noch eine Orientierung, Honorare werden frei vereinbart. Der Anteil hängt von den beauftragten Leistungsphasen ab: Wer nur die Genehmigungsplanung beauftragt, zahlt deutlich weniger als für die volle Begleitung bis zur Bauüberwachung. Beim Kauf eines Hauses vom Bauträger sind diese Kosten meist im Kaufpreis enthalten.

Gutachten werden oft unterschätzt. Ein Bodengutachten kostet je nach Grundstück einige tausend Euro, ist aber wichtig für die Gründung. Hinzu kommen Lageplan und Einmessung durch einen Vermesser, der Nachweis zum Wärmeschutz und gegebenenfalls ein Schallschutz- oder Brandschutznachweis. Bei geförderten Vorhaben ist oft eine Energieberatung vorgeschrieben.

Während der Bauzeit sind eine Bauherrenhaftpflicht- und eine Bauleistungsversicherung sinnvoll, häufig auch eine Feuer-Rohbauversicherung. Bei der Finanzierung kosten Bereitstellungszinsen Geld, wenn der Kredit nicht sofort voll abgerufen wird, dazu kommen Kosten für die Grundschuld. Diese Positionen hängen stark von Bauzeit und Bank ab.

Die Ergebnisse helfen bei der ersten Budgetplanung und sind keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Holen Sie für jede größere Position ein Angebot ein. Die Baukosten selbst schätzt der Baukosten-Rechner, die Kosten beim Grundstückskauf der Kaufnebenkosten-Rechner. Wie hoch die monatliche Belastung wird, zeigt der Baufinanzierungsrechner.

Tipps und typische Fehler

Budget planen.

  • Angebote: Für jede Position.
  • Leistungsphasen: Klar vereinbaren.
  • Gutachten: Früh beauftragen.
  • Reserve: Einplanen.

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Häufige Fragen

Wie hoch sind die Baunebenkosten beim Hausbau?

Häufig 15 bis 20 Prozent der Baukosten, je nach Planungsumfang auch mehr.

Gehört die Grunderwerbsteuer zu den Baunebenkosten?

Nein, sie zählt zu den Erwerbsnebenkosten des Grundstücks.

Ist die HOAI noch verbindlich?

Seit 2021 sind ihre Honorarsätze nur noch Orientierung; Honorare werden vereinbart.

Was sind Bereitstellungszinsen?

Zinsen der Bank für noch nicht abgerufene Teile des Baukredits.

Welche Versicherungen braucht ein Bauherr?

Üblich sind Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungs- und Feuer-Rohbauversicherung.

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