Wie viel Erde muss raus?
Für einen Keller oder eine tiefe Gründung muss eine Baugrube ausgehoben werden. Sie ist größer als das Gebäude: Ringsum braucht es einen Arbeitsraum für Schalung, Abdichtung und Dränage, und die Wände der Grube müssen abgeböscht werden, damit sie nicht einstürzen. Beides vergrößert den Aushub erheblich.
Der Rechner bestimmt die Sohle aus Gebäude plus Arbeitsraum und die Oberkante aus der Böschung. Bei 45 Grad ragt die Böschung je Seite so weit hinaus, wie die Grube tief ist. Für ein Haus von 10 × 8 Metern, 60 cm Arbeitsraum und 2,5 Meter Tiefe ist die Sohle 11,2 × 9,2 Meter groß, die Oberkante 16,2 × 14,2 Meter.
Daraus ergeben sich rund 406 Kubikmeter gewachsener Boden. Beim Ausheben lockert sich der Boden auf; mit 25 Prozent Auflockerung sind etwa 507 Kubikmeter abzufahren, mit LKW von 10 Kubikmetern also 51 Fuhren.
Baugrube sicher planen
Die DIN 4124 regelt Baugruben und Gräben. Ohne rechnerischen Nachweis dürfen Böschungen in nichtbindigen und weichen bindigen Böden höchstens 45 Grad steil sein, in steifen oder halbfesten bindigen Böden 60 Grad und in Fels 80 Grad. Bis 1,25 Meter Tiefe sind senkrechte Wände ohne Sicherung zulässig, wenn das Gelände nicht stärker geneigt ist. Tiefer braucht es Böschung oder Verbau.
Wasser, Auflasten neben der Grube, Erschütterungen und Frost können die Standsicherheit verringern. Lassen Sie den Boden vor dem Bau untersuchen; ein Baugrundgutachten nennt Bodenklassen, Grundwasserstand und zulässige Böschungen. Bei engen Grundstücken ist ein Verbau oft günstiger als eine breite Böschung.
Der Arbeitsraum sollte nach DIN 4124 meist mindestens 50 cm breit sein, gemessen ab der Außenseite der Abdichtung oder Schalung. Für Perimeterdämmung, Dränage und bequemes Arbeiten planen viele Baufirmen 60 bis 100 cm ein. Nach dem Bau wird der Arbeitsraum lagenweise verfüllt und verdichtet.
Ein Teil des Aushubs kann oft auf dem Grundstück bleiben, etwa zum Verfüllen des Arbeitsraums und für die Geländemodellierung. Das spart Fuhren und Deponiekosten. Für Fundamente nutzen Sie den Fundament-Rechner, für Kies und Schotter zum Verfüllen den Kies-Rechner und für Mengen und Gewichte von Schüttgütern den Schüttgut-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Baugrube sichern.
- Gutachten: Boden prüfen.
- Böschung: DIN 4124.
- Wasser: Ableiten.
- Aushub: Teils behalten.
Weitere Rechner: Bau & Handwerk
Häufige Fragen
Wie steil darf eine Baugrube sein?
Ohne Nachweis 45 Grad bei nichtbindigen, 60 Grad bei steifen bindigen Böden, 80 Grad bei Fels.
Ab welcher Tiefe braucht eine Baugrube Böschung oder Verbau?
Ab 1,25 m Tiefe.
Wie viel lockert sich Erde beim Ausheben auf?
Je nach Boden etwa 10 bis 50 Prozent.
Wie breit muss der Arbeitsraum sein?
Nach DIN 4124 meist mindestens 50 cm.
Was kostet der Aushub?
Das hängt von Bodenklasse, Abfuhr und Deponie ab; Angebote einholen.
- Baugrube berechnen
- Aushub berechnen
- Aushubvolumen Keller
- Baugrube Böschung
- Aushub LKW Fuhren
- Auflockerungsfaktor Erde
Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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