Was der Value at Risk misst
Der Value at Risk, kurz VaR, fasst das Verlustrisiko eines Depots in einer einzigen Zahl zusammen. Er gibt an, welcher Verlust in einem festgelegten Zeitraum mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Ein VaR von 6.553 Euro bei 95 Prozent und zehn Tagen heißt: In 95 von 100 solchen Zeiträumen fällt der Verlust geringer aus, in fünf von 100 höher.
Der Rechner nutzt die parametrische Methode, auch Varianz-Kovarianz-Ansatz genannt. Sie unterstellt normalverteilte Renditen. Die Jahresvolatilität wird mit der Wurzel aus der Zeit auf die Haltedauer umgerechnet und mit dem Quantil der Normalverteilung multipliziert. Bei 95 Prozent beträgt dieses Quantil rund 1,645, bei 99 Prozent rund 2,326.
Banken nutzen den VaR seit den 1990er-Jahren zur Risikosteuerung. Für Privatanleger ist er ein greifbares Maß, um einzuschätzen, ob die Schwankungen eines Depots zur eigenen Risikobereitschaft passen.
Grenzen der Kennzahl
Der VaR sagt nichts darüber, wie hoch der Verlust in den seltenen schlechten Fällen ausfällt. Dafür zeigt der Rechner zusätzlich den Expected Shortfall, auch Conditional VaR genannt. Er ist der durchschnittliche Verlust in genau den Fällen, in denen der VaR überschritten wird, und liegt immer darüber.
Reale Kursverläufe haben dickere Ränder als die Normalverteilung. Starke Einbrüche wie 2008 oder im März 2020 treten häufiger auf, als das Modell erwartet. Zudem steigt die Volatilität gerade in Krisen sprunghaft an. Der parametrische VaR unterschätzt das Risiko deshalb in Stressphasen.
Die Volatilität eines gemischten Depots ist meist kleiner als der Durchschnitt der Einzelwerte, weil sich Schwankungen teilweise ausgleichen. Tragen Sie daher die Volatilität des Gesamtdepots ein. Sie lässt sich aus historischen Depotwerten mit dem Volatilitäts-Rechner ermitteln.
Nutzen Sie den VaR als Orientierung und nicht als Obergrenze. Ein Blick auf den größten historischen Rückgang mit dem Drawdown-Rechner ergänzt das Bild. Die Berechnung ist eine Modellrechnung und keine Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Risiko greifbar machen.
- Volatilität: Des Gesamtdepots.
- Shortfall: Mit ansehen.
- Krisen: Höher ansetzen.
- Kein Limit: Nur Orientierung.
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Häufige Fragen
Was bedeutet ein VaR von 95 Prozent?
In 95 von 100 Zeiträumen ist der Verlust kleiner als der VaR, in 5 von 100 größer.
Was ist der Expected Shortfall?
Der durchschnittliche Verlust in den Fällen, in denen der VaR überschritten wird.
Warum wird mit der Wurzel der Zeit gerechnet?
Bei unabhängigen Renditen wächst die Varianz linear mit der Zeit, die Volatilität daher mit der Wurzel.
Wie wähle ich die Haltedauer?
Nach dem Zeitraum, in dem Sie realistisch reagieren oder verkaufen könnten.
Was unterscheidet historischen und parametrischen VaR?
Der historische nutzt echte vergangene Renditen, der parametrische eine Normalverteilung.
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- Depot Risiko berechnen
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- parametrischer VaR
- maximaler Verlust Depot
Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
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