Wie tief ist der Rückgang und wie lange dauert die Erholung?
Der Drawdown misst, wie weit ein Depot, ein Fonds oder ein Index unter seinem bisherigen Höchststand liegt. Er wird in Prozent vom Hoch angegeben. Der größte Rückgang in einem Zeitraum heißt maximaler Drawdown und ist eine verbreitete Kennzahl für das Verlustrisiko einer Anlage, weil er zeigt, was ein Anleger im schlimmsten Fall ertragen musste.
Verluste und Gewinne sind nicht symmetrisch. Nach einem Rückgang um 30 Prozent reicht ein Anstieg um 30 Prozent nicht, um das alte Niveau zu erreichen. Nötig sind fast 43 Prozent, weil der Anstieg von einer kleineren Basis ausgeht. Nach einem Verlust von 50 Prozent muss sich der Wert sogar verdoppeln.
Der Rechner zeigt Drawdown, nötigen Anstieg und den Verlust in Euro. Mit einer erwarteten jährlichen Rendite schätzt er außerdem, wie viele Jahre es bei gleichmäßigem Wachstum dauert, bis das alte Hoch wieder erreicht ist. Ein- und Auszahlungen bleiben dabei unberücksichtigt.
Mit Rückgängen umgehen
Breite Aktienmärkte haben in der Vergangenheit immer wieder Rückgänge von 30 bis 50 Prozent erlebt, etwa nach dem Platzen der Technologieblase und in der Finanzkrise. Die Erholung dauerte je nach Markt wenige Monate bis viele Jahre. Wer in Aktien investiert, sollte solche Rückgänge einplanen und Geld, das bald gebraucht wird, nicht dort anlegen.
Wichtig ist die eigene Verlusttoleranz. Fragen Sie sich, welchen Rückgang in Euro Sie aushalten können, ohne in Panik zu verkaufen. Ein Verkauf im Tief macht einen vorübergehenden Buchverlust endgültig. Eine Mischung mit Anleihen oder Tagesgeld verringert mögliche Drawdowns, kostet aber langfristig erwartete Rendite.
Wer während eines Rückgangs weiter regelmäßig spart, kauft zu niedrigeren Kursen. Dadurch erholt sich das eigene Depot meist schneller als der Index, weil die Einzahlungen im Tief mehr Anteile bringen. Dieser Effekt ist im Rechner nicht enthalten, der von einer einmaligen Anlage ohne weitere Einzahlungen ausgeht.
Die geschätzte Erholungszeit setzt eine gleichmäßige Rendite voraus. Tatsächliche Märkte verlaufen unregelmäßig, und vergangene Erholungen garantieren keine künftigen. Die Ergebnisse sind Rechenwerte und keine Anlageberatung. Das Verhältnis von Rendite zu Schwankung zeigt der Sharpe-Ratio-Rechner, die Verlustaufholung mit Zahlenbeispielen der Verlust-aufholen-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Rückgänge aushalten.
- Toleranz: Vorher klären.
- Mischung: Risiko senken.
- Sparplan: Weiterlaufen lassen.
- Notgroschen: Getrennt halten.
Weitere Rechner: Finanzen & Sparen
Häufige Fragen
Was ist ein Drawdown?
Der prozentuale Rückgang vom bisherigen Höchststand.
Warum ist der nötige Anstieg größer als der Verlust?
Weil der Anstieg von einer kleineren Basis aus gerechnet wird.
Was ist der maximale Drawdown?
Der größte Rückgang vom Hoch innerhalb eines Zeitraums.
Wie lange dauern Erholungen am Aktienmarkt?
Von wenigen Monaten bis zu vielen Jahren, je nach Markt und Krise.
Wie verringere ich den Drawdown?
Durch eine Mischung mit Anleihen oder Tagesgeld.
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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
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