Was der CAGR aussagt
CAGR steht für Compound Annual Growth Rate, auf Deutsch durchschnittliche jährliche Wachstumsrate. Sie gibt an, mit welchem gleichbleibenden Prozentsatz ein Wert pro Jahr hätte wachsen müssen, um vom Anfangs- zum Endwert zu kommen. Anders als das einfache arithmetische Mittel berücksichtigt der CAGR den Zinseszins und ist daher die richtige Kennzahl für Renditen über mehrere Jahre.
Ein Beispiel zeigt den Unterschied: Steigt ein Wert im ersten Jahr um 50 Prozent und fällt im zweiten um 50 Prozent, beträgt das arithmetische Mittel 0 Prozent. Tatsächlich bleiben aber nur 75 Prozent des Anfangswerts übrig, der CAGR liegt bei etwa minus 13,4 Prozent. Der CAGR deckt solche Schwankungen ehrlich auf.
Verwenden Sie die Kennzahl für Aktien, Fonds, Immobilien, Umsätze oder Nutzerzahlen. Der Rechner zeigt zusätzlich die Gesamtrendite, den Gewinn, die Verdopplungszeit und eine Hochrechnung auf weitere zehn Jahre. Sie eignet sich zum Vergleich unterschiedlich langer Anlagen.
Grenzen der Kennzahl
Der CAGR glättet die Entwicklung. Zwei Anlagen mit gleichem CAGR können sehr unterschiedlich schwanken. Eine Anlage mit starken Einbrüchen ist riskanter als eine mit gleichmäßigem Verlauf, auch wenn die Kennzahl identisch ist. Ergänzen Sie sie daher um die Schwankungsbreite oder den maximalen Verlust.
Einzahlungen und Auszahlungen zwischen Start und Ende verfälschen den CAGR. Wer regelmäßig nachkauft, sollte den internen Zinsfuß oder die zeitgewichtete Rendite verwenden. Der CAGR passt zu einer einmaligen Anlage ohne Zwischenflüsse, also etwa zu einem Kurs- oder Umsatzvergleich.
Die Hochrechnung in die Zukunft ist eine reine Rechengröße. Vergangene Renditen sagen nichts Verlässliches über künftige. Besonders sehr hohe CAGR-Werte über kurze Zeiträume lassen sich selten wiederholen. Beachten Sie auch Steuern und Gebühren, die der CAGR nicht enthält.
Praktisch nützlich ist der CAGR auch außerhalb von Geldanlagen. Sie können damit das Wachstum von Umsätzen, Kundenzahlen, Besuchern einer Website oder Mieten messen und verschiedene Jahre vergleichen. Rechnen Sie mit gleichen Zeitpunkten, etwa jeweils zum Jahresende, und nehmen Sie Anfangs- und Endwert aus derselben Quelle. So vermeiden Sie Verzerrungen durch unterschiedliche Messmethoden oder saisonale Ausreißer.
Tipps und typische Fehler
Renditen richtig vergleichen.
- Zeitraum angeben: Renditen nur mit gleicher Dauer vergleichen.
- Zahlungen beachten: Bei Sparplänen den internen Zinsfuß nutzen.
- Risiko: Schwankungen mitbetrachten.
- Netto: Gebühren und Steuern abziehen.
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Häufige Fragen
Wie berechne ich den CAGR?
Endwert durch Anfangswert, hoch 1 geteilt durch die Jahre, minus 1.
Was ist der Unterschied zum arithmetischen Mittel?
Das Mittel addiert die Jahresrenditen, der CAGR berücksichtigt den Zinseszins und ist daher niedriger bei schwankenden Renditen.
Kann der CAGR negativ sein?
Ja, wenn der Endwert unter dem Anfangswert liegt.
Wofür steht CAGR?
Compound Annual Growth Rate: die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate mit Zinseszins.
Wann ist der CAGR ungeeignet?
Bei regelmäßigen Ein- und Auszahlungen, dann passt der interne Zinsfuß besser.
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