Risiko steuern mit der Positionsgröße
Viele Anleger legen zuerst die Summe fest, die sie investieren wollen. Sinnvoller ist der umgekehrte Weg: Zuerst bestimmen Sie, wie viel Sie bei einem Fehlschlag höchstens verlieren möchten, und leiten daraus die Stückzahl ab. So bleibt der Verlust je Trade immer gleich groß, egal wie weit der Stop vom Einstieg entfernt liegt.
Die Rechnung ist einfach: Das Risiko in Euro ist Kontogröße mal Risikoprozent. Der Verlust je Stück ist der Abstand zwischen Einstieg und Stop. Teilt man das Risiko durch diesen Abstand, erhält man die Stückzahl. Ein enger Stop erlaubt eine größere Position, ein weiter Stop eine kleinere. Der Rechner rundet auf ganze Stück ab.
Mit einem Kursziel sehen Sie zusätzlich das Chance-Risiko-Verhältnis, englisch Reward-to-Risk. Es vergleicht den möglichen Gewinn mit dem Verlust bis zum Stop. Viele Trader meiden Setups unter 2:1, weil schon eine Trefferquote von unter 50 Prozent dann zu Verlusten führt.
Wichtige Hinweise
Der Stop begrenzt den Verlust nicht garantiert. Bei Kurslücken über Nacht, an Wochenenden oder bei Nachrichten kann der Kurs den Stop überspringen, und die Order wird schlechter ausgeführt. Rechnen Sie bei volatilen Werten mit einem Puffer und einem kleineren Risikoprozentsatz.
Gebühren, Spreads und Slippage sind nicht enthalten, spielen aber bei kleinen Abständen zwischen Einstieg und Stop eine Rolle. Bei Hebelprodukten, CFDs und Futures kommen Margin-Anforderungen hinzu, und der Positionswert kann das Konto übersteigen. Der Rechner markiert das, wenn der Positionswert über der Kontogröße liegt.
Handel mit Wertpapieren kann zu Verlusten führen, bei Hebelprodukten auch zu Verlusten über den Einsatz hinaus. Die Berechnung ist kein Rat zum Kauf oder Verkauf, sondern ein Hilfsmittel für das Risikomanagement.
Ein Handelsjournal hilft, das System zu prüfen. Notieren Sie für jeden Trade Einstieg, Stop, Ziel und Ergebnis und werten Sie nach einigen Dutzend Trades Trefferquote und durchschnittliches Chance-Risiko-Verhältnis aus. Ist die Erwartung pro Trade positiv, kann das Risiko vorsichtig steigen, ist sie negativ, hilft keine Positionsgröße. Der Rechner ersetzt weder eine Strategie noch eine Beratung.
Tipps und typische Fehler
Risiko vor Rendite.
- Kleines Risiko: Pro Trade nur 0,5 bis 2 Prozent.
- Stop setzen: Vor dem Einstieg festlegen.
- Chance-Risiko: Mindestens 2:1 anpeilen.
- Lücken: Über Nacht kann der Stop übersprungen werden.
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- Positionsgröße berechnen
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- Chance-Risiko-Verhältnis
Häufige Fragen
Wie viel Prozent sollte ich pro Trade riskieren?
Üblich sind 0,5 bis 2 Prozent des Kontos. Je kleiner, desto robuster gegen Verlustserien.
Was ist ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis?
Viele Trader streben mindestens 2:1 an, damit auch eine Trefferquote unter 50 Prozent profitabel sein kann.
Warum ist die Stückzahl abgerundet?
Es gibt nur ganze Aktien. Abrunden stellt sicher, dass das Risiko nicht überschritten wird.
Was ist Position Sizing?
Die Bestimmung der Stückzahl eines Trades anhand des Risikos, das Sie tragen wollen.
Warum ist der Stop nicht garantiert?
Bei Kurslücken kann die Order schlechter als zum Stop-Kurs ausgeführt werden.
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