Die Rendite einer Aktie richtig berechnen
Die Rendite einer Aktie besteht aus zwei Teilen: dem Kursgewinn und den Dividenden. Wer nur den Kurs vergleicht, unterschätzt Dividendenwerte, die oft ein bis vier Prozent im Jahr beitragen. Der Rechner addiert deshalb Verkaufserlös und Ausschüttungen und zieht den Kaufpreis samt Gebühren ab. So erhalten Sie den Gewinn, der wirklich auf dem Konto landet.
Aus dem Gewinn ergibt sich die Gesamtrendite im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Weil Haltedauern verschieden sind, rechnet der Rechner sie in eine Rendite pro Jahr um. Das ist der geometrische Durchschnitt, also die Rate, die bei gleichmäßigem Wachstum zum selben Ergebnis geführt hätte. Mit ihr vergleichen Sie Aktien, ETFs und Zinsanlagen.
Zuletzt wird die Steuer abgezogen. Kursgewinne und Dividenden unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 Prozent. Nach dem Abzug sehen Sie die Nettorendite, die für den Vergleich mit steuerfreien Anlagen zählt.
Hinweise und Grenzen
Der Rechner berücksichtigt keinen Sparerpauschbetrag. Wenn Sie ihn noch nicht ausgeschöpft haben, bleibt ein Teil des Gewinns steuerfrei und die Nettorendite fällt höher aus. Für ETFs und Fonds gilt zusätzlich die Teilfreistellung, die die Steuerlast mindert. Nutzen Sie dafür die entsprechenden Rechner.
Verluste werden im Modell ohne Steuererstattung behandelt. In der Praxis lassen sich Verluste aus Aktienverkäufen mit Gewinnen aus anderen Aktienverkäufen verrechnen, nicht aber mit Dividenden. Die Verlustverrechnung übernimmt in der Regel die Bank in ihrem Verlustverrechnungstopf.
Wechselkurse bei ausländischen Aktien, Quellensteuern auf Dividenden und mehrere Käufe zu verschiedenen Kursen sind nicht abgebildet. Bei Nachkäufen nutzen Sie den durchschnittlichen Kaufkurs oder den Durchschnittskurs-Rechner. Vergangene Renditen garantieren keine künftigen.
Für eine genauere Auswertung lohnt es sich, die Rendite regelmäßig zu berechnen und mit einer Vergleichsgröße zu vergleichen, etwa einem Weltaktien-ETF oder dem Tagesgeldzins. Erst der Vergleich zeigt, ob sich die Mühe der Einzelauswahl gelohnt hat. Bedenken Sie, dass eine einzelne Aktie stärker schwankt als ein breit gestreuter Fonds und dass Erfolge in der Vergangenheit oft auf Glück beruhen.
Tipps und typische Fehler
Rendite vollständig erfassen.
- Dividenden: Immer zur Rendite zählen.
- Gebühren: Kauf und Verkauf einrechnen.
- Steuer: Nach Sparerpauschbetrag prüfen.
- Zeit: Rendite pro Jahr statt Gesamtrendite vergleichen.
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Häufige Fragen
Wie berechne ich die Rendite meiner Aktie?
Gewinn aus Kurs und Dividenden geteilt durch das eingesetzte Kapital samt Gebühren.
Was ist die Rendite pro Jahr?
Der geometrische Durchschnitt der Rendite je Haltejahr, damit Anlagen unterschiedlicher Dauer vergleichbar sind.
Wie hoch ist die Steuer auf Aktiengewinne?
26,375 Prozent inklusive Soli, zuzüglich Kirchensteuer. Bis zum Sparerpauschbetrag bleibt der Gewinn steuerfrei.
Zählen Dividenden zur Rendite?
Ja, die Gesamtrendite besteht aus Kursgewinn und Dividenden.
Wie wird der Gewinn versteuert?
Mit 26,375 Prozent Abgeltungsteuer inklusive Soli, abzüglich des Sparerpauschbetrags.
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