Wie berechnet man die Rendite eines Portfolios?
Die Rendite eines Depots ist nicht einfach der Durchschnitt der Einzelrenditen. Eine große Position mit mäßiger Rendite wirkt sich stärker aus als eine kleine Position mit hoher Rendite. Richtig ist deshalb der gewichtete Durchschnitt: Jede Rendite zählt mit dem Anteil, den die Position am Anfang des Zeitraums am gesamten Depot hatte.
Der Rechner multipliziert dazu den Anfangswert jeder Position mit ihrer Rendite, addiert die Erträge und teilt sie durch den gesamten Anfangswert. Das Ergebnis ist die Portfoliorendite. Zusätzlich zeigt er den Ertrag in Euro, den Depotwert am Ende und die größte Position mit ihrem Anteil.
Für jede Position ergibt sich ein Beitrag zur Gesamtrendite in Prozentpunkten. Die Summe aller Beiträge ist die Portfoliorendite. Der Rechner nennt die Position mit dem höchsten und die mit dem niedrigsten Beitrag. So erkennen Sie, welche Anlage das Ergebnis getragen und welche es gebremst hat.
Grenzen der einfachen Gewichtung
Die Rechnung gilt für einen Zeitraum, in dem kein Geld ein- oder ausgezahlt wurde und die Gewichte sich nur durch die Kursentwicklung verschoben haben. Kaufen oder verkaufen Sie zwischendurch, verfälschen die Zahlungen das Ergebnis. Dann ist eine zeitgewichtete Rendite, wie sie Fonds ausweisen, oder eine geldgewichtete Rendite, die den internen Zinsfuß nutzt, aussagekräftiger.
Achten Sie darauf, dass die Einzelrenditen vergleichbar sind. Sie sollten sich auf denselben Zeitraum beziehen und Dividenden sowie Ausschüttungen enthalten, wenn Sie die Gesamtrendite betrachten wollen. Kosten und Steuern mindern die tatsächliche Rendite; tragen Sie bei Bedarf Renditen nach Kosten ein.
Die Gewichtung ist auch für die Risikobetrachtung wichtig. Ein Depot, in dem eine einzelne Position die Hälfte ausmacht, hängt stark von deren Entwicklung ab. Prüfen Sie regelmäßig, ob die Anteile noch zu Ihrer geplanten Aufteilung passen. Wie viel Sie umschichten müssten, zeigt der Rebalancing-Rechner.
Rendite allein sagt wenig ohne das Risiko. Wie stark ein Depot schwankt, beschreibt die Volatilität, das Verhältnis von Rendite zu Schwankung die Sharpe Ratio, die der Sharpe-Ratio-Rechner berechnet. Die durchschnittliche jährliche Rendite über mehrere Jahre zeigt der CAGR-Rechner. Der Rechner ist keine Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Depot im Blick.
- Gewichte: Anfangswerte nutzen.
- Dividenden: Einrechnen.
- Klumpen: Vermeiden.
- Risiko: Mitbetrachten.
Weitere Rechner: Finanzen & Sparen
Häufige Fragen
Warum gewichtet man Renditen im Portfolio?
Weil große Positionen das Ergebnis stärker beeinflussen als kleine.
Was ist der Renditebeitrag einer Position?
Ihr Anteil am Depot mal ihre Rendite, ausgedrückt in Prozentpunkten der Gesamtrendite.
Gilt die Rechnung auch bei Einzahlungen?
Nur näherungsweise; bei Ein- und Auszahlungen ist eine zeit- oder geldgewichtete Rendite genauer.
Was ist die zeitgewichtete Rendite?
Eine Rendite, die Ein- und Auszahlungen herausrechnet und die Fonds üblicherweise ausweisen.
Was ist die geldgewichtete Rendite?
Der interne Zinsfuß aller Zahlungen, der Zeitpunkt und Höhe von Einzahlungen berücksichtigt.
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