Was der Cost-Average-Effekt bedeutet
Wer regelmäßig einen festen Betrag in eine Aktie oder einen ETF investiert, kauft bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Das senkt den durchschnittlichen Einstandskurs gegenüber einem Kauf von immer gleich vielen Stück. Diesen Unterschied nennt man Cost-Average-Effekt oder Durchschnittskosteneffekt.
Mathematisch ist der Durchschnittskurs bei fester Sparrate das harmonische Mittel der Kurse, bei fester Stückzahl das arithmetische Mittel. Das harmonische Mittel ist nie größer als das arithmetische. Gleich sind beide nur, wenn sich der Kurs nie ändert. Je stärker die Kurse schwanken, desto größer wird der Abstand.
Mit dem Rechner können Sie eine eigene Kursreihe eintragen, zum Beispiel die Monatsschlusskurse eines ETF aus dem letzten Jahr. Sie sehen beide Durchschnittskurse, die gekauften Anteile, das eingesetzte Geld und den Depotwert zum letzten Kurs der Liste.
Wie viel der Effekt wirklich bringt
Der Cost-Average-Effekt ist ein Vergleich zweier Kaufstrategien, keine Garantie für Gewinn. Steigt ein Kurs dauerhaft, wäre eine Einmalanlage am Anfang meist besser gewesen, weil das ganze Geld länger investiert ist. Fällt er dauerhaft, hilft auch der günstige Durchschnittskurs nicht. Studien zeigen, dass Einmalanlagen in steigenden Märkten häufiger vorne liegen.
Der eigentliche Nutzen eines Sparplans liegt woanders. Er erlaubt das Investieren aus dem laufenden Einkommen, nimmt die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt ab und sorgt für Disziplin. Dass Kursrückgänge mehr Anteile bringen, macht es leichter, schwache Börsenphasen auszuhalten.
Kaufgebühren schmälern den Vorteil. Bei kleinen Raten und festen Mindestgebühren kann ein Teil des Effekts verloren gehen. Viele Broker bieten Sparpläne günstig oder kostenlos an. Die Kosten mehrerer Depots vergleichen Sie mit dem Depotkosten-Vergleich.
Der Rechner rechnet mit Bruchstücken, wie sie bei Sparplänen üblich sind. Steuern, Dividenden und Gebühren sind nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse dienen dem Verständnis und sind keine Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Sparpläne verstehen.
- Feste Rate: Mehr Anteile bei Tiefs.
- Gebühren: Niedrig halten.
- Disziplin: Durchhalten.
- Einmalanlage: Oft gleichwertig.
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Häufige Fragen
Was ist der Cost-Average-Effekt?
Der niedrigere Durchschnittskurs, der entsteht, wenn regelmäßig ein fester Betrag statt einer festen Stückzahl gekauft wird.
Ist ein Sparplan besser als eine Einmalanlage?
Nicht unbedingt. Bei steigenden Kursen liegt die Einmalanlage oft vorne.
Welche Kurse soll ich eintragen?
Die Kurse an Ihren Kaufterminen, zum Beispiel monatliche Ausführungskurse eines Sparplans.
Gibt es den Cost-Average-Effekt auch bei Einmalanlagen?
Nein, er entsteht nur durch regelmäßige Käufe mit festem Betrag.
Wie finde ich meinen Durchschnittskurs?
Er steht meist in der Depotübersicht als Einstandskurs.
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