Wie hoch sind die Kosten einer Order?
Jede Wertpapierorder kostet Gebühren. Banken und Broker berechnen meist eine Grundgebühr, dazu eine Provision als Prozentsatz vom Ordervolumen, häufig mit einem Mindestbetrag und einer Obergrenze. Hinzu kommen bei manchen Handelsplätzen fremde Spesen. Der Rechner setzt diese Bausteine zu den Gesamtkosten einer Order zusammen und zeigt, wie hoch der Anteil am investierten Betrag ist.
Wichtig ist der Mindestbetrag. Bei kleinen Orders ist die Gebühr vergleichsweise hoch, denn die Mindestprovision greift schon ab wenigen tausend Euro. Wer monatlich 100 Euro in einen Fonds investiert, zahlt bei Mindestprovisionen von 5 bis 10 Euro einen erheblichen Anteil. Bei großen Orders dagegen deckelt die Höchstprovision die Kosten.
Der Rechner zeigt zusätzlich die Gebühren für Kauf und Verkauf und den Kursanstieg, den Sie benötigen, um diese Kosten wieder einzuspielen. Das ist besonders für Anleger wichtig, die häufig handeln. Wer oft kauft und verkauft, sollte auf niedrige Gebühren achten oder Sparpläne ohne Ordergebühr nutzen.
Gebühren senken
Vergleichen Sie Broker nach der Gesamtbelastung bei Ihrem typischen Ordervolumen, nicht nach der beworbenen Grundgebühr. Ein günstiger Broker für 10.000-Euro-Orders ist für 500-Euro-Sparpläne nicht automatisch der beste. Achten Sie auch auf Gebühren für Depotführung, Handelsplätze und Fremdwährungen, die diese Rechnung nicht enthält.
Viele Broker bieten Sparpläne für ETFs ohne oder mit sehr geringen Ordergebühren an. Für regelmäßiges Sparen ist das meist günstiger als Einzelorders. Auch außerbörsliche Handelsplätze und Direkthandel haben andere Kostenstrukturen, bei denen der Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, stärker ins Gewicht fällt als die Gebühr.
Die Berechnung enthält nicht den Spread, die Kapitalertragsteuer und mögliche Währungskosten. Die genauen Sätze stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihres Instituts. Der Rechner ist eine Orientierung, kein Angebot.
Prüfen Sie jährlich, ob Ihr Broker noch zu Ihrem Verhalten passt. Wer vom Gelegenheitsanleger zum regelmäßigen Sparer wird, braucht andere Konditionen. Fragen Sie auch nach Aktionspreisen für Neukunden und nach Rabatten bei hohem Handelsvolumen. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten über ein Jahr: Orders, Depotführung, Sparpläne und mögliche Inaktivitätsgebühren.
Tipps und typische Fehler
Gebühren im Blick.
- Volumen: Gesamtkosten für Ihr typisches Volumen vergleichen.
- Sparplan: Gebührenfreie Sparpläne prüfen.
- Spread: Zusätzlich zur Gebühr beachten.
- Selten handeln: Häufiges Handeln kostet.
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Häufige Fragen
Wie berechnet sich die Ordergebühr?
Aus Grundgebühr, Provision in Prozent des Volumens mit Mindest- und Höchstwert und eventuellen fremden Spesen.
Was ist die Mindestprovision?
Der niedrigste Provisionsbetrag, den der Broker pro Order berechnet, auch wenn der Prozentsatz weniger ergäbe.
Wie viel Kursgewinn brauche ich nach Gebühren?
Mindestens die Gebühren für Kauf und Verkauf, geteilt durch das Volumen.
Was kostet eine Aktienorder?
Je nach Broker von 0 bis über 10 Euro plus Prozentanteil, mit Mindest- und Höchstwert.
Wie senke ich Ordergebühren?
Mit größeren, selteneren Orders, Sparplänen ohne Gebühr und günstigen Brokern.
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