Finanzen & Sparen

Interner Zinsfuß (IRR) berechnen

Tragen Sie Investition, jährlichen Überschuss, Laufzeit und Restwert ein. Der Rechner ermittelt die jährliche Rendite und vergleicht sie mit Ihrem Vergleichszins.

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Was der interne Zinsfuß ist

Der interne Zinsfuß, englisch IRR für Internal Rate of Return, ist die jährliche Rendite einer Investition. Er ist der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert genau null beträgt, bei dem also die abgezinsten Überschüsse die Investition exakt decken. Anders als der Kapitalwert braucht er keinen Kalkulationszins als Vorgabe.

Eine Investition lohnt sich, wenn der interne Zinsfuß über Ihrem Vergleichszins liegt. Der Rechner zeigt den Abstand in Prozentpunkten und den Kapitalwert beim Vergleichszins. Beides führt zur gleichen Aussage, nur in unterschiedlicher Darstellung.

Der Zinsfuß lässt sich nicht direkt ausrechnen, sondern nur schrittweise annähern. Der Rechner nutzt dafür ein Intervallverfahren und liefert das Ergebnis auf mehrere Nachkommastellen genau. Auch negative Renditen sind möglich, wenn der Rückfluss unter dem Einsatz bleibt.

0=−Investition+∑ U¨berschuss(1+IRR)t+Restwert(1+IRR)n0 = -\text{Investition} + \frac{\sum\,\text{Überschuss}}{\left(1 + \text{IRR}\right)^{t}} + \frac{\text{Restwert}}{\left(1 + \text{IRR}\right)^{n}}

Beispiel: Bei 100.000 Euro Einsatz, fünf Jahren mit je 25.000 Euro Überschuss und 10.000 Euro Restwert liegt der interne Zinsfuß bei 10,36 Prozent. Der Vergleichszins von 6 Prozent wird um 4,36 Prozentpunkte übertroffen. Der Kapitalwert bei 6 Prozent beträgt 12.782 Euro. Der gesamte Rückfluss ist 135.000 Euro.

Aussagekraft und Grenzen

Der interne Zinsfuß unterstellt, dass die Überschüsse zum gleichen Zinssatz wieder angelegt werden können. Bei sehr hohen Werten ist das unrealistisch, die tatsächliche Rendite liegt dann niedriger. Der modifizierte interne Zinsfuß behebt das, indem er eine Wiederanlagerendite vorgibt.

Beim Vergleich mehrerer Projekte kann der interne Zinsfuß in die Irre führen, weil er die Größe außer Acht lässt. Ein kleines Projekt mit 20 Prozent Rendite bringt in Euro oft weniger als ein großes mit 12 Prozent. Beurteilen Sie deshalb zusätzlich den Kapitalwert.

Der Rechner geht von einem einzigen Überschuss pro Jahr aus und liefert dann genau eine Lösung. Bei Zahlungsströmen mit wechselnden Vorzeichen, etwa mit späteren Nachinvestitionen, kann es mehrere Lösungen geben. Steuern und Inflation sind nicht berücksichtigt.

Als Faustregel für die Praxis gilt: Liegt der interne Zinsfuß mehrere Prozentpunkte über dem Vergleichszins, ist die Investition auch bei vorsichtigeren Annahmen oft noch vorteilhaft. Testen Sie das, indem Sie den Überschuss um 10 oder 20 Prozent senken und die Laufzeit verkürzen. Sinkt der interne Zinsfuß dann unter den Vergleichszins, hängt das Projekt stark von optimistischen Prognosen ab. Der Rechner macht solche Szenarien in Sekunden sichtbar.

Tipps und typische Fehler

IRR richtig einsetzen.

  • Vergleichszins: Mit der besten Alternative vergleichen.
  • Größe beachten: Kleine Projekte mit hohem IRR bringen oft weniger Euro.
  • Wiederanlage: Hohe Werte sind selten wiederholbar.
  • Ergänzen: Den Kapitalwert immer danebenlegen.

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Häufige Fragen

Was ist ein guter interner Zinsfuß?

Er sollte über Ihrem Vergleichszins plus Risikoaufschlag liegen, bei Unternehmensprojekten häufig über 8 bis 12 Prozent.

Warum ist der IRR nicht direkt berechenbar?

Die Gleichung ist ein Polynom höheren Grades. Man löst sie schrittweise, wie es der Rechner mit einem Intervallverfahren tut.

Kann der interne Zinsfuß negativ sein?

Ja, wenn die Rückflüsse zusammen kleiner sind als die Investition. Dann verliert die Anlage Geld.

Was ist der Unterschied zwischen IRR und Kapitalwert?

Der IRR nennt die Rendite in Prozent, der Kapitalwert den Gewinn in Euro bei einem vorgegebenen Zins.

Wann ist der IRR irreführend?

Bei sehr unterschiedlich großen Projekten und bei unrealistischer Wiederanlage der Überschüsse zum gleichen Satz.

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