So funktioniert der ROI
Der ROI, Return on Investment, setzt den Gewinn einer Investition ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Er ist eine der am häufigsten genutzten Kennzahlen im Marketing, im Handel und bei Anlagen, weil er sehr einfach ist: Ein ROI von 30 Prozent bedeutet, dass auf jeden eingesetzten Euro 30 Cent Gewinn kommen.
Der Rechner liefert zusätzlich eine auf ein Jahr hochgerechnete Rendite. Sie macht Maßnahmen mit verschiedener Dauer vergleichbar: Ein ROI von 30 Prozent nach sechs Monaten ist deutlich besser als 30 Prozent nach zwei Jahren. Die Hochrechnung folgt dem Zinseszinsprinzip und setzt voraus, dass sich die Entwicklung mit gleicher Rate fortsetzt.
Zur Einordnung zeigt der Rechner auch den Rückfluss je eingesetztem Euro und den Gewinn pro Monat. Für Anlagen zählt der ROI nach Gebühren und Steuern, für Marketing der Gewinn nach allen direkten Kosten.
Grenzen der Kennzahl
Der ROI ist nur so gut wie die Zahlen, die hineinfließen. Rechnen Sie alle Kosten ein, auch Arbeitszeit, Gebühren und Nebenkosten, sonst fällt er zu hoch aus. Ordnen Sie den Erlös nur der Maßnahme zu, die ihn tatsächlich verursacht hat.
Der ROI berücksichtigt weder Risiko noch den Zeitpunkt der Zahlungen innerhalb des Zeitraums. Für Investitionen mit mehreren Jahren und schwankenden Überschüssen eignen sich Kapitalwert und interner Zinsfuß besser. Bei Werbung hilft zusätzlich der ROAS, der den Umsatz statt des Gewinns ins Verhältnis setzt.
Die Hochrechnung auf ein Jahr ist eine Rechengröße. Besonders bei kurzen Zeiträumen kann sie sehr hohe Werte ergeben, die sich nicht dauerhaft wiederholen lassen. Behandeln Sie sie als Vergleichsmaßstab und nicht als Prognose.
Für den Alltag lässt sich der ROI auf viele Fragen anwenden: Lohnt sich ein neues Gerät, eine Weiterbildung, eine Renovierung oder eine Werbeaktion? Entscheidend ist, dass Sie den Erlös realistisch beziffern, etwa als eingesparte Kosten oder zusätzliche Einnahmen. Vergleichen Sie mehrere Optionen mit dem gleichen Zeitraum, dann zeigt der ROI sofort, wo das Geld am besten arbeitet. Bei Maßnahmen mit unsicherem Ergebnis hilft es, den Erlös in einem vorsichtigen und einem optimistischen Fall zu rechnen.
Tipps und typische Fehler
ROI sauber ermitteln.
- Alle Kosten: Auch Arbeitszeit und Gebühren einrechnen.
- Zuordnung: Nur den Erlös der Maßnahme ansetzen.
- Zeitraum: Maßnahmen nur auf Jahresbasis vergleichen.
- Risiko: Hohe Werte bedeuten oft hohes Risiko.
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Häufige Fragen
Wie berechnet man den ROI?
Gewinn geteilt durch Kosten, mal 100. Der Gewinn ist Erlös minus Kosten.
Was ist ein guter ROI?
Das hängt von Branche und Risiko ab. Er sollte klar über der Rendite einer sicheren Alternative liegen.
Was ist der Unterschied zwischen ROI und ROAS?
Der ROI misst den Gewinn im Verhältnis zu den Kosten, der ROAS den Umsatz im Verhältnis zu den Werbeausgaben.
Wie rechne ich ROI in Prozent aus?
(Erlös minus Kosten) geteilt durch Kosten mal 100.
Kann der ROI negativ sein?
Ja, wenn der Erlös unter den Kosten liegt. Dann verlieren Sie Geld.
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