Nominal, real und nach Steuern
Der Nominalzins ist der Satz, den die Bank nennt. Entscheidend ist aber, was am Ende übrig bleibt. Zwei Dinge schmälern den Zins: die Steuer auf die Erträge und die Inflation, die das Geld entwertet. Der Realzins nach Steuern zeigt die Rendite, die tatsächlich Kaufkraft schafft.
Der Rechner zieht zuerst die Steuer vom Zins ab und setzt den Wert dann ins Verhältnis zur Inflation. Dabei nutzt er die Fisher-Gleichung, die die Teuerung exakt berücksichtigt, statt Zins minus Inflation zu rechnen. Der Unterschied ist bei niedrigen Sätzen klein, bei höheren aber spürbar.
Neben dem Realzins sehen Sie den Endwert nominal und in heutiger Kaufkraft sowie den Kaufkraftverlust oder -gewinn in Euro. Ein Realzins unter null bedeutet, dass die Anlage zwar mehr Euro, aber weniger Kaufkraft liefert.
Was daraus folgt
Sichere Zinsanlagen wie Tagesgeld und Festgeld liegen oft nur knapp über der Inflation oder darunter. Wer Kaufkraft erhalten will, braucht entweder Zinsen über der Teuerung oder muss ein Wertpapierrisiko eingehen. Aktien und breite Fonds bieten langfristig im Schnitt höhere Renditen, schwanken aber stark.
Mit dem Sparerpauschbetrag bleiben Zinsen bis 1.000 Euro im Jahr steuerfrei. Setzen Sie in diesem Fall einen Steuersatz von 0 Prozent an, um das auszuprobieren. Bei Fonds gilt zusätzlich die Teilfreistellung, die die Steuerlast senkt.
Die Rechnung nimmt gleichbleibende Zinsen und Inflation an. Beides schwankt in der Realität stark. Bei negativen Zinsen wird in diesem Modell keine Steuer abgezogen, weil keine Erträge anfallen. Der Rechner ist eine Orientierung und keine Anlageberatung.
Für die Planung hilft ein Blick auf verschiedene Szenarien. Rechnen Sie einmal mit der aktuellen Inflation, einmal mit dem langfristigen Ziel der Zentralbank von etwa 2 Prozent und einmal mit einer höheren Teuerung. So erkennen Sie, wie robust Ihre Anlage gegen steigende Preise ist. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte den Realzins als Maßstab nehmen und nicht den Nominalzins. Er zeigt, ob das Geld wächst oder nur der Betrag auf dem Kontoauszug größer wird.
Tipps und typische Fehler
Rendite nach Abzügen sehen.
- Steuer: Freibeträge mitdenken.
- Inflation: Eigene Teuerung berücksichtigen.
- Streuung: Kaufkraft erfordert meist Risiko.
- Gebühren: Kosten der Anlage abziehen.
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Häufige Fragen
Was ist der Realzins?
Der Zins nach Abzug der Inflation. Er zeigt, wie stark die Kaufkraft Ihres Geldes tatsächlich wächst.
Wie berechnet man den Realzins genau?
Mit der Fisher-Gleichung: (1 + Nominalzins) geteilt durch (1 + Inflation) minus 1.
Warum zählt die Steuer mit?
Zinsen werden besteuert, sodass der Zins nach Steuern kleiner ist als der genannte Zins.
Was ist ein negativer Realzins?
Der Zins liegt unter der Inflation, die Kaufkraft sinkt trotz Zinsen.
Warum nicht einfach Zins minus Inflation?
Das ist eine Näherung. Die Fisher-Gleichung ist exakter, besonders bei höheren Sätzen.
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