Finanzen & Sparen

Bereitstellungszinsen berechnen

Tragen Sie Darlehen, Satz je Monat, bereitstellungsfreie Zeit und die Monate bis zur Auszahlung ein. Der Rechner zeigt, was die Wartezeit kostet.

Ihr Baudarlehen
Üblich sind 0,25 Prozent je Monat, steht im Darlehensvertrag.
Monate nach Vertragsschluss ohne Gebühr, oft 3 bis 12.
Zeit zwischen Vertragsschluss und Abruf des Darlehens.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Was Bereitstellungszinsen sind

Bereitstellungszinsen sind eine Gebühr, die die Bank verlangt, solange Sie ein zugesagtes Darlehen noch nicht abgerufen haben. Die Bank hält das Geld für Sie bereit und kann es in dieser Zeit nicht anderweitig verleihen. Besonders bei Neubauten fallen sie an, weil das Darlehen oft erst nach Baufortschritt in Raten ausgezahlt wird.

Im Vertrag steht, wie lange die bereitstellungsfreie Zeit dauert und welcher Satz danach gilt. Üblich sind 0,25 Prozent je Monat, also drei Prozent im Jahr. Das ist deutlich weniger als der Sollzins, summiert sich aber bei langen Bauzeiten und hohen Darlehen zu mehreren tausend Euro.

Der Rechner zählt die Monate nach Ablauf der bereitstellungsfreien Zeit und multipliziert sie mit dem Monatsbetrag. Er zeigt außerdem den Anteil am Darlehen und den jährlichen Satz. So lassen sich Angebote mit unterschiedlichen Fristen vergleichen.

Bereitstellungszinsen=Darlehen×Satzje Monat×zinspflichtige Monate\text{Bereitstellungszinsen} = \text{Darlehen} \times \text{Satz}\quad \text{je}\ \text{Monat} \times \text{zinspflichtige Monate}zinspflichtige Monate=Monate bis Auszahlung−freie Monate , mindestens 0\text{zinspflichtige Monate} = \text{Monate bis Auszahlung} - \text{freie Monate}\,{,}\ \text{mindestens}\,0

Beispiel: Bei 300.000 Euro Darlehen, 0,25 Prozent je Monat und 6 bereitstellungsfreien Monaten fallen bei einer Auszahlung nach 14 Monaten für 8 Monate Zinsen an. Jeder Monat kostet 750 Euro, insgesamt sind es 6.000 Euro, also 2 Prozent des Darlehens.

So sparen Sie Bereitstellungszinsen

Verhandeln Sie bei Vertragsschluss eine längere bereitstellungsfreie Zeit oder einen niedrigeren Satz. Das ist bei Baufinanzierungen mit realistischer Bauzeitplanung oft möglich. Ein Forward- oder Bauherrenprodukt mit Auszahlung nach Fortschritt kann ebenfalls günstiger sein.

Planen Sie die Auszahlungen genau und rufen Sie das Darlehen so früh wie nötig, aber so spät wie möglich ab. Wird das Darlehen in Raten ausgezahlt, fallen die Bereitstellungszinsen nur auf den noch nicht abgerufenen Teil an. Der Rechner geht vom Fall einer einzigen Auszahlung am Ende aus und überschätzt daher bei Teilabrufen die Kosten.

Bei Immobilienkäufen, die sofort zu zahlen sind, fallen kaum Bereitstellungszinsen an. Beim Neubau oder bei Sanierungen sollten Sie die Kosten in die Gesamtkalkulation einplanen, neben Zinsen, Nebenkosten und Eigenkapital.

Bei der Finanzierung eines Neubaus lohnt es sich, die Bauzeit realistisch zu planen und Verzögerungen einzukalkulieren. Wird der Bau später fertig, laufen die Bereitstellungszinsen länger. Sprechen Sie mit der Bank über flexible Abrufe und lassen Sie sich den Zahlungsplan des Bauunternehmens geben. Vergleichen Sie auch Angebote nach den Gesamtkosten, nicht nur nach dem Sollzins, denn ein niedriger Zins mit kurzer freier Zeit kann teurer sein als ein etwas höherer Zins mit langer Frist.

Tipps und typische Fehler

Bauzeit kalkulieren.

  • Vertrag: Freie Zeit und Satz verhandeln.
  • Abruf: Auszahlungen genau planen.
  • Teilabrufe: Zinsen nur auf Restbetrag.
  • Budget: Kosten in die Gesamtkalkulation aufnehmen.

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Häufige Fragen

Wann fallen Bereitstellungszinsen an?

Wenn Sie ein zugesagtes Darlehen nach der bereitstellungsfreien Zeit noch nicht abgerufen haben, meist beim Neubau.

Wie hoch sind Bereitstellungszinsen?

Üblich sind 0,25 Prozent je Monat des noch nicht abgerufenen Darlehens, also drei Prozent im Jahr.

Kann ich Bereitstellungszinsen vermeiden?

Teilweise: durch eine längere bereitstellungsfreie Zeit, einen niedrigeren Satz oder genaue Planung der Auszahlung.

Wie lange ist die bereitstellungsfreie Zeit?

Meist drei bis zwölf Monate, laut Darlehensvertrag.

Gibt es Bereitstellungszinsen beim Hauskauf?

Selten, da das Geld sofort ausgezahlt wird. Typisch ist der Neubau.

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