Finanzen & Sparen

Sharpe Ratio berechnen

Tragen Sie Rendite, risikolosen Zins und Volatilität pro Jahr ein. Der Rechner zeigt die Sharpe Ratio und ordnet sie ein.

Ihre Geldanlage
Zum Beispiel Tagesgeld- oder Geldmarktzins im selben Zeitraum.
Standardabweichung der Renditen, annualisiert.
Ergebnis

Was misst die Sharpe Ratio?

Die Sharpe Ratio setzt die Rendite einer Geldanlage ins Verhältnis zu ihrem Risiko. Sie zeigt, wie viel Überrendite über den risikolosen Zins ein Anleger je Einheit Schwankung erhalten hat. Benannt ist sie nach dem Ökonomen William F. Sharpe. Fonds, ETFs und Strategien lassen sich damit auch dann vergleichen, wenn sie unterschiedlich riskant sind.

Für die Berechnung brauchen Sie drei Werte pro Jahr: die Rendite der Anlage, den risikolosen Zins und die Volatilität. Die Volatilität ist die annualisierte Standardabweichung der Renditen und steht in vielen Factsheets. Als risikoloser Zins dient meist ein Geldmarkt- oder Tagesgeldzins aus demselben Zeitraum.

Eine Anlage mit 8 Prozent Rendite, 2 Prozent risikolosem Zins und 15 Prozent Volatilität hat eine Sharpe Ratio von 0,40. Eine zweite Anlage mit 6 Prozent Rendite und nur 6 Prozent Volatilität kommt auf 0,67 und war damit, gemessen am Risiko, die bessere Wahl.

Sharpe Ratio=Rendite−risikoloser ZinsVolatilita¨t\text{Sharpe Ratio} = \frac{\text{Rendite} - \text{risikoloser Zins}}{\text{Volatilität}}

Beispiel: Rendite 8 Prozent, risikoloser Zins 2 Prozent, Volatilität 15 Prozent: Überrendite 6 Prozentpunkte, Sharpe Ratio 0,40, Einordnung schwach. Für eine Sharpe Ratio von 1 wäre bei gleicher Volatilität eine Rendite von 17 Prozent nötig.

Sharpe Ratio richtig deuten

Als grobe Faustregel gelten Werte unter 0,5 als schwach, zwischen 0,5 und 1 als ordentlich, zwischen 1 und 2 als gut und darüber als sehr gut. Breite Aktienindizes erreichen über lange Zeiträume oft Werte um 0,3 bis 0,6. Sehr hohe Werte über kurze Zeiträume sind meist Zufall oder Folge einer ruhigen Marktphase.

Eine negative Sharpe Ratio bedeutet, dass die Anlage weniger erzielt hat als die risikolose Alternative. Beim Vergleich mehrerer Anlagen mit negativer Überrendite ist die Kennzahl schwer zu deuten, weil eine höhere Volatilität den Wert dann rechnerisch verbessert. Vergleichen Sie in diesem Fall lieber direkt Rendite und Verlust.

Die Sharpe Ratio behandelt Schwankungen nach oben und unten gleich. Wer vor allem Verluste vermeiden möchte, schaut zusätzlich auf den maximalen Rückgang vom Hoch, den der Drawdown-Rechner berechnet. Auch die Sortino Ratio, die nur Schwankungen nach unten berücksichtigt, ist eine verbreitete Ergänzung.

Wichtig ist, dass alle Werte aus demselben Zeitraum stammen und auf ein Jahr hochgerechnet sind. Vergangene Kennzahlen sagen wenig über die Zukunft aus. Die Sharpe Ratio ist ein Werkzeug zum Vergleich und keine Anlageempfehlung; dieser Rechner ersetzt keine Anlageberatung.

Tipps und typische Fehler

Anlagen vergleichen.

  • Zeitraum: Gleich wählen.
  • Jährlich: Alle Werte annualisieren.
  • Drawdown: Zusätzlich prüfen.
  • Vergangenheit: Keine Garantie.

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Häufige Fragen

Was ist eine gute Sharpe Ratio?

Werte über 1 gelten als gut, über 2 als sehr gut.

Woher bekomme ich die Volatilität?

Aus dem Factsheet des Fonds oder aus historischen Kursdaten.

Was bedeutet eine negative Sharpe Ratio?

Die Anlage hat weniger gebracht als der risikolose Zins.

Was ist die Sortino Ratio?

Eine Variante, die nur Schwankungen nach unten berücksichtigt.

Welcher Zeitraum ist sinnvoll?

Möglichst mehrere Jahre, damit Zufälle weniger ins Gewicht fallen.

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