Warum ein Depot regelmäßig ausgleichen?
Wer sein Vermögen auf Aktien und Anleihen aufteilt, legt damit das Risiko fest. Eine Aufteilung von 60 zu 40 schwankt deutlich weniger als ein reines Aktiendepot. Mit der Zeit verschieben sich die Anteile aber, weil sich Aktien und Anleihen unterschiedlich entwickeln. Nach guten Aktienjahren ist das Depot riskanter als geplant, nach Kursrückgängen vorsichtiger.
Beim Rebalancing stellen Sie die ursprüngliche Aufteilung wieder her. Der Rechner ermittelt die aktuellen Quoten, die Abweichung von Ihrem Ziel und den Betrag, der umgeschichtet werden muss. Er zeigt außerdem, wie viel neues Geld nötig wäre, um die Zielquote allein durch Zukäufe der untergewichteten Anlageklasse zu erreichen, ohne etwas zu verkaufen.
Liegen 70.000 Euro in Aktien und 30.000 Euro in Anleihen bei einer Zielquote von 60 Prozent Aktien, sind 10.000 Euro Aktien zu viel. Sie können diese verkaufen und in Anleihen anlegen. Ohne Verkauf müssten Sie 16.666,67 Euro zusätzlich in Anleihen investieren.
Wann und wie umschichten?
Verbreitet sind zwei Regeln: Rebalancing zu einem festen Termin, etwa einmal im Jahr, oder sobald die Abweichung eine Schwelle überschreitet, zum Beispiel 5 Prozentpunkte. Beide Varianten verhindern, dass das Risiko unbemerkt wächst. Häufigeres Umschichten bringt meist keinen Vorteil und verursacht nur zusätzliche Kosten.
Verkäufe können in Deutschland Abgeltungsteuer auf realisierte Gewinne auslösen, soweit der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Hinzu kommen Ordergebühren und Spreads. Wer regelmäßig spart, kann deshalb einfacher über die Sparrate ausgleichen: Neue Einzahlungen fließen so lange in die untergewichtete Anlageklasse, bis die Zielquote wieder erreicht ist.
Rebalancing bedeutet, gestiegene Anlagen teilweise zu verkaufen und gefallene nachzukaufen. Das fühlt sich oft falsch an, ist aber gewollt: Es hält das Risiko konstant und sorgt dafür, dass Sie eher günstig kaufen und teurer verkaufen. Eine höhere Rendite ist damit nicht garantiert.
Der Rechner betrachtet zwei Anlageklassen. Bei mehr Bausteinen, etwa Industrie- und Schwellenländer, lässt sich das Prinzip auf jede Klasse übertragen. Die Ergebnisse sind Rechenwerte und keine Anlageberatung. Welche Aufteilung zu Ihnen passt, hängt von Anlagehorizont, Risikobereitschaft und finanzieller Lage ab.
Tipps und typische Fehler
Depot im Gleichgewicht.
- Termin: Einmal im Jahr.
- Schwelle: 5 Prozentpunkte.
- Sparrate: Zum Ausgleich nutzen.
- Kosten: Gering halten.
Weitere Rechner: Finanzen & Sparen
Häufige Fragen
Was ist Rebalancing?
Das Zurücksetzen eines Depots auf die ursprünglich geplante Aufteilung.
Wie oft sollte ich rebalancieren?
Meist einmal im Jahr oder ab einer Abweichung von etwa 5 Prozentpunkten.
Geht Rebalancing ohne Verkauf?
Ja, über Zuzahlungen in die untergewichtete Anlageklasse.
Löst Rebalancing Steuern aus?
Verkäufe mit Gewinn können Abgeltungsteuer auslösen.
Was ist eine sinnvolle Schwelle?
Häufig werden 5 Prozentpunkte Abweichung genannt.
- Rebalancing berechnen
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- Umschichtung Depot
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