Wie rechnet man einen Jahreszins in einen Monatszins um?
Zinssätze werden für unterschiedliche Zeiträume angegeben. Kredite und Sparverträge nennen meist einen Jahreszins, Kreditkarten und Ratenkäufe manchmal einen Monatszins, Tagesgeld wird taggenau verzinst. Um Angebote zu vergleichen oder eine Tabellenkalkulation aufzubauen, müssen Sie den Zinssatz deshalb oft auf eine andere Periode umrechnen. Dafür gibt es zwei Wege, die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Bei der relativen Umrechnung wird der Jahreszins einfach durch die Zahl der Perioden geteilt: 6 Prozent im Jahr entsprechen 0,5 Prozent im Monat. Diese Methode ist in Verträgen üblich, wenn ein Nominalzins mit monatlicher Zinsbelastung vereinbart ist. Weil die Monatszinsen aber selbst wieder verzinst werden, ergibt sich über das Jahr ein höherer effektiver Zins als der genannte Nominalzins.
Bei der konformen Umrechnung wird der Periodenzins so gewählt, dass er mit Zinseszins genau zum selben Jahresergebnis führt. 6 Prozent im Jahr entsprechen dann 0,4868 Prozent im Monat, denn 1,004868 hoch 12 ergibt wieder 1,06. Diese Methode verwenden Sie, wenn ein effektiver Jahreszins gleichwertig auf kürzere Zeiträume verteilt werden soll, etwa für monatliche Renditeberechnungen.
Nominalzins, Effektivzins und Zinstage
Der Unterschied zwischen beiden Methoden ist bei kleinen Zinsen gering und wächst mit der Höhe des Zinses und der Zahl der Perioden. Bei 2 Prozent im Jahr liegen relativer und konformer Monatszins nur um rund 0,0015 Prozentpunkte auseinander. Bei 18 Prozent, wie sie bei Dispokrediten oder Kreditkarten vorkommen, wird aus 1,5 Prozent im Monat ein effektiver Jahreszins von über 19,5 Prozent.
Für Verbraucherkredite schreibt die Preisangabenverordnung die Angabe des effektiven Jahreszinses vor. Er rechnet unterjährige Zahlungen mit Zinseszins auf ein Jahr hoch und macht Angebote mit unterschiedlicher Zahlungsweise vergleichbar. Steht in einem Vertrag nur ein Sollzins oder Nominalzins, sagt dieser allein noch nichts darüber aus, was der Kredit im Jahr tatsächlich kostet.
Beim Tageszins rechnet der Rechner mit 365 Tagen. Banken verwenden je nach Produkt unterschiedliche Zinstage-Methoden: Bei der deutschen Methode 30/360 hat jeder Monat 30 Tage und das Jahr 360 Tage, bei act/360 werden die tatsächlichen Tage durch 360 geteilt, bei act/act durch die tatsächlichen Tage des Jahres. Für Zinsen über einen bestimmten Zeitraum eignet sich der Tageszinsen-Rechner.
Wollen Sie wissen, wie sich ein Betrag über mehrere Jahre mit Zinseszins entwickelt, nutzen Sie den Zinseszins-Rechner. Den effektiven Jahreszins eines Kredits mit Gebühren und Raten berechnet der Effektivzins-Rechner. Für eine schnelle Zinsrechnung mit Kapital, Zinssatz und Laufzeit gibt es den Zinsrechner.
Tipps und typische Fehler
Zinsen vergleichen.
- Effektivzins: Immer vergleichen.
- Periode: Genau prüfen.
- Zinstage: Methode erfragen.
- Konform: Für Renditen.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen relativem und konformem Zins?
Der relative Zins teilt den Jahreszins linear, der konforme berücksichtigt den Zinseszins und führt zum selben Jahresergebnis.
Wie viel sind 6 Prozent im Jahr pro Monat?
Relativ 0,5 Prozent, konform 0,4868 Prozent.
Mit wie vielen Tagen rechnet der Rechner?
Mit 365 Tagen im Jahr.
Welche Umrechnung nutzen Banken beim Effektivzins?
Die konforme, also mit Zinseszins; so schreibt es die Preisangabenverordnung für Verbraucherkredite vor.
Kann ich einen Monatszins direkt in einen Tageszins umrechnen?
Ja, wählen Sie Monat als Ausgangsperiode; der Rechner geht über den Jahreszins und zeigt auch den Tageszins.
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