Was die Rendite einer Anleihe ausmacht
Bei einer Anleihe leihen Sie einem Staat oder Unternehmen Geld. Dafür erhalten Sie jedes Jahr den Kupon, einen festen Zins auf den Nennwert, und am Ende die Rückzahlung zu 100 Prozent. Kaufen Sie die Anleihe unter 100 Prozent, bekommen Sie zusätzlich einen Kursgewinn. Kaufen Sie über 100 Prozent, entsteht ein Kursverlust.
Die Rendite bis zur Fälligkeit, auch Effektivverzinsung oder Yield to Maturity genannt, verrechnet beides. Sie ist der Zinssatz, mit dem sich der gezahlte Kurs durch die künftigen Zahlungen exakt verzinst. Sie unterscheidet sich von der laufenden Rendite, die nur den Kupon ins Verhältnis zum Kurs setzt.
Auf Zinserträge und Kursgewinne fällt in Deutschland Abgeltungsteuer an. Der Rechner zieht den Steuersatz vom Kupon und vom Kursgewinn ab und zeigt die Rendite nach Steuern. Der Sparerpauschbetrag ist nicht berücksichtigt.
So können Sie Anleihen mit Festgeld und Tagesgeld vergleichen.
Risiken und Grenzen
Die Rendite gilt nur, wenn der Emittent zahlt und Sie bis zur Fälligkeit halten. Fällt er aus, drohen Verluste. Je höher die Rendite im Vergleich zu sicheren Staatsanleihen, desto höher meist das Risiko. Bewertungen durch Ratingagenturen können Hinweise geben.
Steigen die Marktzinsen, fällt der Kurs bestehender Anleihen. Wer vor Ende verkaufen muss, kann Verluste machen. Je länger die Laufzeit, desto stärker der Effekt. Bei Kursen über 100 mindert der Kursverlust die Rendite unter den Kupon.
Der Rechner nimmt jährliche Kuponzahlungen an und ignoriert Stückzinsen, Gebühren, Kündigungsrechte des Emittenten und den Sparerpauschbetrag. Bei Fremdwährungsanleihen kommen Wechselkursrisiken dazu.
Er ersetzt keine Anlageberatung.
Wer Anleihen kaufen will, sollte außerdem die Währung, die Rangstufe (nachrangig oder vorrangig) und die Stückelung beachten. Staatsanleihen sind meist sicherer als Unternehmensanleihen, aber niedriger verzinst. Eine breite Streuung über mehrere Emittenten senkt das Ausfallrisiko deutlich.
Tipps und typische Fehler
Anleihen prüfen.
- Bonität: Rating des Emittenten ansehen.
- Laufzeit: Längere Laufzeit, höheres Zinsrisiko.
- Kurs: Über 100 mindert die Rendite.
- Steuer: Zinsen und Kursgewinne sind steuerpflichtig.
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Häufige Fragen
Was ist die Rendite bis zur Fälligkeit?
Der Zinssatz, mit dem sich Ihr Kaufpreis durch Kupons und Rückzahlung bis zum Laufzeitende verzinst.
Warum ist die Rendite höher als der Kupon?
Wenn Sie die Anleihe unter 100 Prozent kaufen, kommt der Kursgewinn zum Kupon hinzu.
Muss ich auf Anleihen Steuern zahlen?
Ja, auf Zinsen und Kursgewinne fällt Abgeltungsteuer an, abzüglich des Sparerpauschbetrags.
Was ist die laufende Rendite einer Anleihe?
Der Kupon im Verhältnis zum Kurs, ohne Kursgewinn.
Wie wirken sich Zinsänderungen auf Anleihen aus?
Steigen die Zinsen, fallen die Kurse bestehender Anleihen und umgekehrt.
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