Finanzen & Sparen

Zinsen nach Steuern berechnen

Tragen Sie Anlagebetrag, Zinssatz und den noch freien Sparerpauschbetrag ein. Der Rechner zeigt Bruttozinsen, Steuern und den Nettozinsertrag pro Jahr.

Ihre Zinsen
Stand prüfen: derzeit 1.000 Euro für Alleinstehende, 2.000 Euro für Verheiratete; bereits genutzte Teile abziehen.
Stand prüfen. Gesetzlicher Satz derzeit 25 Prozent.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Vereinfachte Berechnung. Im Einzelfall sind Abweichungen möglich, zum Beispiel durch Freibeträge, Kirchensteuer, Sonderausgaben oder besondere Lebenslagen. Verbindlich beantworten das Finanzamt, ein Steuerberater oder die Rentenversicherung.

Wie viel Zinsen bleiben nach Steuern?

Zinsen aus Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefen oder Anleihen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. In Deutschland behält die Bank darauf die Abgeltungsteuer ein, dazu den Solidaritätszuschlag und, falls Sie einer steuererhebenden Kirche angehören, die Kirchensteuer. Steuerfrei bleibt nur der Teil, der durch den Sparerpauschbetrag gedeckt ist. Den Pauschbetrag teilen Sie über Freistellungsaufträge auf Ihre Banken auf.

Der Rechner ermittelt zuerst die Bruttozinsen eines Jahres, zieht den noch freien Pauschbetrag ab und berechnet auf den Rest die Steuern. Bei 50.000 Euro zu 3 Prozent fallen 1.500 Euro Zinsen an. Ist der volle Pauschbetrag von 1.000 Euro noch frei, sind 500 Euro steuerpflichtig, und es bleiben nach Steuern rund 1.368 Euro.

Steuersatz und Pauschbetrag sind bewusst als Eingabefelder angelegt, denn beide Werte legt der Gesetzgeber fest und kann sie ändern. Prüfen Sie daher den aktuellen Stand, bevor Sie mit dem Ergebnis planen. Wer seinen Pauschbetrag schon bei einer anderen Bank oder für Dividenden und Fondserträge nutzt, trägt nur den restlichen Betrag ein.

Abgeltungsteuer=(Zinsen−freier Pauschbetrag)⋅25  %1+25  %×Kirchensteuersatz; Soli=5,5  %und Kirchensteuer=8oder 9  % der Abgeltungsteuer\text{Abgeltungsteuer} = \frac{\left(\text{Zinsen} - \text{freier Pauschbetrag}\right) \cdot 25\,\,\%}{1 + 25\,\,\% \times \text{Kirchensteuersatz}};\ \text{Soli} = 5{,}5\,\,\%\quad \text{und}\ \text{Kirchensteuer} = 8\quad \text{oder}\ 9\,\,\%\,\text{der Abgeltungsteuer}

Beispiel: 50.000 Euro zu 3 Prozent, 1.000 Euro Pauschbetrag frei, ohne Kirchensteuer: Bruttozinsen 1.500,00 Euro, steuerpflichtig 500,00 Euro, Abgeltungsteuer 125,00 Euro, Soli 6,88 Euro, Steuern 131,88 Euro, Nettozinsertrag 1.368,13 Euro, Zinssatz nach Steuern 2,736 Prozent. Mit 9 Prozent Kirchensteuer: Abgeltungsteuer 122,25 Euro, Soli 6,72 Euro, Kirchensteuer 11,00 Euro, netto 1.360,02 Euro.

Steuern auf Zinsen senken

Der wichtigste Hebel ist der Freistellungsauftrag. Ohne ihn behält die Bank die Steuer ab dem ersten Euro ein, auch wenn Ihr Pauschbetrag eigentlich noch frei ist. Zwar können Sie zu viel gezahlte Steuer über die Steuererklärung zurückholen, das kostet aber Zeit. Verteilen Sie den Pauschbetrag deshalb so auf Ihre Banken, dass er möglichst genau zu den erwarteten Erträgen passt.

Bei der Kirchensteuer wird die Abgeltungsteuer leicht reduziert, weil die Kirchensteuer als Sonderausgabe wirkt. Die Formel im Rechner bildet das ab: Der effektive Steuersatz liegt mit Kirchensteuer und Soli bei knapp 28 Prozent statt rund 26,4 Prozent ohne Kirchensteuer. Der Solidaritätszuschlag fällt auf Kapitalerträge weiterhin an, auch wenn er bei der Lohnsteuer für die meisten entfallen ist.

Liegt Ihr persönlicher Einkommensteuersatz unter 25 Prozent, etwa im Studium, in Elternzeit oder in der Rente, kann die Günstigerprüfung in der Steuererklärung Geld zurückbringen. Bei sehr niedrigem Einkommen ist auch eine Nichtveranlagungsbescheinigung möglich, mit der die Bank gar keine Steuer einbehält. Ob das für Sie gilt, klären Sie mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.

Den Pauschbetrag allein prüfen Sie mit dem Sparerpauschbetrag-Rechner, die reine Steuerberechnung mit dem Abgeltungsteuer-Rechner. Wie sich Zinsen über mehrere Jahre entwickeln, zeigt der Tagesgeld-Rechner. Die Ergebnisse sind Rechenwerte und keine Steuer- oder Anlageberatung; maßgeblich ist die Steuerbescheinigung Ihrer Bank.

Tipps und typische Fehler

Zinsen netto planen.

  • Freistellungsauftrag: Verteilen.
  • Kirchensteuer: Mitrechnen.
  • Günstigerprüfung: Bei niedrigem Einkommen.
  • Stand prüfen: Steuersätze.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Steuer auf Zinsen?

25 Prozent Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Soli darauf, gegebenenfalls Kirchensteuer; Stand prüfen.

Muss ich Zinsen unter dem Sparerpauschbetrag versteuern?

Nein, bei passendem Freistellungsauftrag bleiben sie steuerfrei.

Warum sinkt die Abgeltungsteuer mit Kirchensteuer?

Weil die Kirchensteuer wie eine Sonderausgabe abgezogen wird.

Muss ich Zinsen in der Steuererklärung angeben?

Meist nicht, die Bank führt die Steuer ab; bei Auslandskonten oder Günstigerprüfung schon.

Wann werden Zinsen versteuert?

Bei Gutschrift, also meist monatlich, quartalsweise oder jährlich.

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