Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wann eine Hebelposition geschlossen wird
Bei gehebelten Positionen auf Kryptobörsen oder bei Futures hinterlegen Sie nur einen Teil des Positionswerts als Sicherheit. Läuft der Kurs gegen Sie, schrumpft diese Sicherheit. Unterschreitet sie die Erhaltungsmarge, schließt die Börse die Position zwangsweise. Den Kurs, an dem das geschieht, nennt man Liquidationspreis.
Mit Hebel 10 entspricht Ihr Einsatz einem Zehntel des Positionswerts. Ohne Erhaltungsmarge wäre die Sicherheit nach einer Gegenbewegung von 10 Prozent aufgebraucht. Weil die Börse einen Rest als Erhaltungsmarge verlangt, tritt die Liquidation schon etwas früher ein, bei 0,5 Prozent Erhaltungsmarge nach 9,5 Prozent.
Bei einer Long-Position liegt der Liquidationspreis unter dem Einstieg, bei einer Short-Position darüber. Je höher der Hebel, desto näher rückt er heran. Bei Hebel 100 genügt bereits eine Bewegung von weniger als einem Prozent.
Liquidation vermeiden
Der wirksamste Schutz ist ein niedriger Hebel. Wer mit Hebel 3 statt 20 handelt, hat statt rund 4,5 Prozent etwa 33 Prozent Abstand bis zur Liquidation. Bei stark schwankenden Kryptowährungen sind Bewegungen von 10 Prozent an einem Tag keine Seltenheit, ein hoher Hebel führt daher oft schnell zum Totalverlust des Einsatzes.
Setzen Sie einen Stop-Loss deutlich vor dem Liquidationspreis. So bestimmen Sie Ihren Verlust selbst und vermeiden zusätzliche Liquidationsgebühren. Mit dem Stop-Loss-Rechner legen Sie den Stopp-Kurs fest, mit dem Positionsgrößen-Rechner die passende Menge.
Die Rechnung ist vereinfacht. Börsen nutzen gestaffelte Erhaltungsmargen, die mit der Positionsgröße steigen, und lösen die Liquidation über einen Mark-Preis statt über den letzten Handelskurs aus. Gebühren und Funding-Zahlungen verschieben den Preis zusätzlich. Bei Cross-Margin dient das gesamte Kontoguthaben als Sicherheit, dann liegt der Preis weiter entfernt.
Die Erhaltungsmarge ist im Rechner frei einstellbar, weil sie sich je nach Anbieter und Stufe unterscheidet. Den genauen Liquidationspreis zeigt Ihre Börse in der Ordermaske. Gehebelter Handel ist sehr riskant; die Berechnung ist keine Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Zwangsschließung vermeiden.
- Hebel: Niedrig halten.
- Stopp: Vor Liquidation.
- Marge: Stufen prüfen.
- Funding: Einrechnen.
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Häufige Fragen
Was ist der Liquidationspreis?
Der Kurs, bei dem die Börse eine gehebelte Position zwangsweise schließt.
Warum liegt der Liquidationspreis vor dem rechnerischen Totalverlust?
Weil die Börse eine Erhaltungsmarge als Restsicherheit verlangt.
Was ist der Unterschied zwischen isolierter und Cross-Margin?
Bei isolierter Margin haftet nur der Einsatz der Position, bei Cross-Margin das gesamte Konto.
Wie weit ist die Liquidation bei Hebel 20 entfernt?
Bei 0,5 Prozent Erhaltungsmarge rund 4,5 Prozent vom Einstieg.
Was ist der Mark-Preis?
Ein von der Börse gemittelter Referenzkurs, der Manipulationen über einzelne Trades erschwert.
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Rechtlicher Hinweis: Die Ergebnisse sind Modellrechnungen mit angenommenen Werten und keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Kapitalanlagen und der Handel mit Hebelprodukten sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden; frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen. Vor Entscheidungen sollten Sie eine unabhängige Beratung einholen.
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