Wie funktioniert ein Trailing Stop?
Ein Trailing Stop ist ein nachgezogener Stop-Loss. Die Stop-Marke folgt dem Kurs nach oben, immer mit dem gleichen Abstand zum bisher höchsten Kurs. Fällt der Kurs, bleibt die Marke stehen. Erreicht der Kurs sie, wird verkauft. So laufen Gewinne weiter, solange der Kurs steigt, und ein Teil davon ist gesichert, sobald er dreht.
Der Abstand kann prozentual oder als fester Eurobetrag festgelegt werden. Ein prozentualer Abstand wächst mit dem Kurs mit, ein fester Betrag bleibt gleich und wird bei steigendem Kurs prozentual enger. Der Rechner berechnet die aktuelle Marke aus dem Höchstkurs seit dem Kauf und zeigt, welcher Gewinn oder Verlust damit je Aktie und insgesamt gesichert ist.
Außerdem gibt er an, wie weit der aktuelle Kurs noch von der Marke entfernt ist und ob der Stopp bereits ausgelöst wäre. Ein weiterer Wert zeigt, ab welchem Höchstkurs die Marke über dem Einstiegskurs liegt, ab wann also kein Verlust mehr möglich ist, Kurslücken ausgenommen.
Den passenden Abstand finden
Der Abstand entscheidet über den Erfolg der Strategie. Ist er zu eng, wird die Position schon bei üblichen Rücksetzern verkauft. Ist er zu weit, geht im Ernstfall viel vom Gewinn verloren. Viele Anleger wählen den Abstand nach der Schwankungsbreite der Aktie: Bei ruhigen Standardwerten genügen oft wenige Prozent, bei schwankungsreichen Nebenwerten braucht es mehr Luft.
Ob Ihr Broker Trailing Stops anbietet, ist unterschiedlich. Manche führen die Marke automatisch nach, bei anderen müssen Sie den Stop-Loss selbst regelmäßig anheben. Wichtig ist auch, auf welchen Kurs sich die Order bezieht, etwa den Kurs an einem bestimmten Handelsplatz. Steht die Order an einer Börse mit wenig Umsatz, kann ein Ausreißer sie auslösen.
Wie beim gewöhnlichen Stop-Loss wird die Order nach dem Auslösen zum nächsten möglichen Kurs ausgeführt. Bei Kurslücken kann der Verkaufspreis unter der Marke liegen. Der tatsächlich gesicherte Gewinn ist daher eine Untergrenze unter normalen Bedingungen, keine Garantie.
Gebühren und Steuern sind im Rechner nicht berücksichtigt. Einen festen Stopp ab dem Einstieg berechnet der Stop-Loss-Rechner, die Volatilität einer Aktie aus ihren Kursen der Volatilitäts-Rechner. Der Rechner ist keine Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Gewinne laufen lassen.
- Abstand: Nicht zu eng.
- Handelsplatz: Liquide wählen.
- Prüfen: Marke kontrollieren.
- Lücken: Einplanen.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Stop-Loss und Trailing Stop?
Ein Stop-Loss bleibt fest, ein Trailing Stop wird bei steigenden Kursen automatisch nachgezogen.
Sinkt die Stop-Marke bei fallenden Kursen?
Nein, sie steigt nur mit neuen Höchstkursen und bleibt sonst stehen.
Welcher Abstand ist für einen Trailing Stop üblich?
Oft 5 bis 20 Prozent, abhängig von der Schwankung der Aktie.
Bietet jeder Broker Trailing Stops an?
Nein, das ist unterschiedlich; manche nur an bestimmten Handelsplätzen.
Kann ein Trailing Stop Verluste verhindern?
Er begrenzt sie, bei Kurslücken kann der Verkaufspreis aber unter der Marke liegen.
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