Was sagt der Beta-Faktor aus?
Der Beta-Faktor misst, wie stark eine Aktie im Durchschnitt auf Bewegungen des Gesamtmarkts reagiert. Ein Beta von 1 bedeutet, dass die Aktie typischerweise so stark schwankt wie der Vergleichsindex. Bei einem Beta von 1,5 steigt oder fällt sie im Mittel um 1,5 Prozent, wenn der Index sich um 1 Prozent bewegt. Ein Beta von 0,6 kennzeichnet eine defensive Aktie.
Berechnet wird Beta als Kovarianz der Renditen von Aktie und Index, geteilt durch die Varianz der Indexrenditen. Das entspricht der Steigung der Regressionsgeraden, wenn man die Aktienrenditen gegen die Indexrenditen aufträgt. Der Achsenabschnitt dieser Geraden ist das Alpha, die Rendite, die nicht durch den Markt erklärt wird.
Die Korrelation zeigt, wie eng die beiden Reihen zusammenhängen, das Bestimmtheitsmaß R² ihren Erklärungsanteil. Ein hohes Beta bei niedriger Korrelation ist wenig aussagekräftig, weil die Aktie dann überwiegend aus eigenen Gründen schwankt. Der Rechner zeigt deshalb alle Werte gemeinsam.
Beta in der Praxis
Beta wird im Capital Asset Pricing Model verwendet, um die erwartete Rendite einer Aktie aus dem Marktrisiko abzuleiten. Bei der Unternehmensbewertung fließt es in die Eigenkapitalkosten ein und damit in den Diskontsatz eines DCF-Modells. Anleger nutzen es, um das Marktrisiko eines Depots zu steuern: Ein Depot mit hohem Beta verliert in fallenden Märkten meist überdurchschnittlich.
Das Ergebnis hängt von den Daten ab. Wählen Sie einen passenden Vergleichsindex, für deutsche Standardwerte etwa den DAX, und einen ausreichend langen Zeitraum. Üblich sind 36 bis 60 Monatsrenditen oder ein bis zwei Jahre Wochenrenditen. Tagesdaten können bei wenig gehandelten Aktien zu verzerrten Werten führen.
Beta ist nicht stabil. Wenn sich das Geschäftsmodell, die Verschuldung oder das Marktumfeld ändert, ändert sich auch das Beta. Finanzportale veröffentlichen Betawerte, die oft auf unterschiedlichen Zeiträumen und Indizes beruhen und deshalb voneinander abweichen.
Renditen berechnen Sie aus Kursen als (Kurs neu ÷ Kurs alt − 1) × 100. Die Schwankung einer einzelnen Kursreihe zeigt der Volatilitäts-Rechner, den Zusammenhang zweier beliebiger Reihen der Korrelations-Rechner. Den Wert eines Unternehmens schätzt der Unternehmenswert-Rechner. Der Rechner ist keine Anlageberatung.
Tipps und typische Fehler
Beta sinnvoll nutzen.
- Index: Passend wählen.
- Zeitraum: 3 bis 5 Jahre.
- Korrelation: Mit prüfen.
- Wandel: Beta ändert sich.
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Häufige Fragen
Was bedeutet ein Beta von 1?
Die Aktie schwankt im Durchschnitt genauso stark wie der Vergleichsindex.
Kann Beta negativ sein?
Ja, dann bewegt sich die Anlage im Mittel gegenläufig zum Markt, etwa bei manchen Absicherungsprodukten.
Wie viele Daten brauche ich für Beta?
Üblich sind 36 bis 60 Monatsrenditen oder ein bis zwei Jahre Wochenrenditen.
Was ist das CAPM?
Ein Modell, das die erwartete Rendite einer Aktie aus risikolosem Zins, Beta und Marktrisikoprämie ableitet.
Was ist ein Adjusted Beta?
Ein in Richtung 1 korrigiertes Beta, weil sich Betawerte über die Zeit meist dem Durchschnitt annähern.
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- Marktrisiko Aktie
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