Mathe & Formeln

Spearman-Rangkorrelation berechnen

Fügen Sie zwei gleich lange Zahlenlisten ein, etwa Punkte in zwei Prüfungen oder Platzierungen zweier Juroren. Der Rechner bildet die Ränge und berechnet Spearmans ρ.

Ihre Datenreihen
Zahlen getrennt durch Leerzeichen, Semikolon oder Zeilenumbruch; Dezimalzahlen mit Komma.
Der n-te Wert gehört zum n-ten Wert der X-Liste.
Ergebnis

Wann die Rangkorrelation die bessere Wahl ist

Der bekannte Korrelationskoeffizient nach Pearson misst, wie gut zwei Merkmale auf einer Geraden liegen. Viele Zusammenhänge sind aber nicht linear, sondern nur gleichgerichtet: Wer mehr übt, schneidet meist besser ab, doch der Zuwachs wird kleiner. Spearmans ρ fragt deshalb nicht nach einer Geraden, sondern nur danach, ob eine höhere Position in der einen Liste mit einer höheren Position in der anderen einhergeht.

Dazu ersetzt der Rechner jede Zahl durch ihren Rang innerhalb ihrer Liste. Der kleinste Wert bekommt Rang 1, der größte Rang n. Kommen gleiche Werte vor, erhalten sie den Durchschnitt der Ränge, die sie gemeinsam belegen. Anschließend wird die Pearson-Korrelation dieser Ränge berechnet. Ergebnis ist eine Zahl zwischen −1 und +1.

Weil nur die Reihenfolge zählt, sind Ausreißer kaum ein Problem. Ein einzelner extrem hoher Wert ist einfach der höchste Rang, egal wie weit er von den anderen entfernt liegt. Das macht ρ beliebt für Schulnoten, Umfrageskalen, Ranglisten und kleine Stichproben.

ρ=∑ (rx−m) (ry−m)∑ (rx−m)2⋅∑ (ry−m)2mit m=mittlerer Rang; ohne Bindungen gleichwertig: ρ=1−6⋅∑ d2n⋅(n2−1)\rho = \frac{\sum\,\left(\text{rx} - m\right)\,\left(\text{ry} - m\right)}{\sqrt{\sum\,\left(\text{rx} - m\right)^{2} \cdot \sum\,\left(\text{ry} - m\right)^{2}}}\quad \text{mit}\ m = \text{mittlerer Rang};\ \text{ohne Bindungen gleichwertig}:\ \rho = 1 - \frac{6 \cdot \sum\,d^{2}}{n \cdot \left(n^{2} - 1\right)}

Beispiel: Acht Lernende mit Mathematik-Punkten 56, 75, 45, 71, 61, 64, 58, 80 und Physik-Punkten 66, 70, 40, 60, 65, 56, 59, 77. Ränge X: 2, 7, 1, 6, 4, 5, 3, 8; Ränge Y: 6, 7, 1, 4, 5, 2, 3, 8. Die quadrierten Rangdifferenzen ergeben Σd² = 30. ρ = 1 − 6 · 30 ÷ (8 · 63) = 0,6429, also ein mittlerer positiver monotoner Zusammenhang. Die Teststatistik beträgt t ≈ 2,056 bei 6 Freiheitsgraden.

Ergebnis richtig lesen

Ein Wert nahe +1 bedeutet, dass beide Listen fast dieselbe Reihenfolge haben. Nahe −1 kehrt sich die Reihenfolge um: Wer in X vorne liegt, liegt in Y hinten. Werte um 0 zeigen keinen monotonen Zusammenhang. Die im Rechner verwendeten Stufen (ab 0,3 schwach, ab 0,5 mittel, ab 0,7 stark, ab 0,9 sehr stark) sind eine Faustregel; in manchen Fachgebieten gelten andere Grenzen.

Die Kurzformel mit Σd² lernen viele in der Schule. Sie ist bequem, gilt exakt aber nur, wenn keine Werte doppelt vorkommen. Der Rechner zeigt beide Werte. Weichen sie voneinander ab, liegt das an Bindungen; maßgeblich ist dann der über die Ränge berechnete Koeffizient. Die Zahl der Bindungsgruppen wird ebenfalls angezeigt.

Ob ein Ergebnis zufällig sein könnte, lässt sich über die Teststatistik t = ρ · √((n − 2) ÷ (1 − ρ²)) abschätzen, die näherungsweise einer t-Verteilung mit n − 2 Freiheitsgraden folgt. Bei sehr kleinen Stichproben unter etwa zehn Paaren ist die Näherung grob; dort sind Tabellen mit exakten kritischen Werten genauer.

Wie bei jeder Korrelation gilt: Ein Zusammenhang sagt nichts über Ursache und Wirkung. Zwei Größen können sich gemeinsam verändern, weil eine dritte beide beeinflusst. Für den linearen Zusammenhang metrischer Daten nutzen Sie den Korrelations-Rechner, für Lage- und Streuungsmaße einer einzelnen Liste den Statistik-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Daten vergleichen.

  • Reihenfolge: Paare gleich sortieren.
  • Bindungen: Mittlerer Rang.
  • Kurzformel: Nur ohne Bindungen.
  • Kausalität: Nicht ableiten.

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Häufige Fragen

Was misst die Spearman-Rangkorrelation?

Wie gut die Reihenfolge zweier Merkmale übereinstimmt, also einen monotonen Zusammenhang.

Wie werden gleiche Werte behandelt?

Sie bekommen den Mittelwert der Ränge, die sie gemeinsam belegen.

Wann nehme ich Spearman statt Pearson?

Bei Ranglisten, Ordinalskalen, Ausreißern oder nicht linearen, aber gleichgerichteten Zusammenhängen.

Ist Spearman robust gegen Ausreißer?

Weitgehend, weil nur die Reihenfolge der Werte zählt.

Wie viele Wertepaare brauche ich?

Rechnerisch drei, für belastbare Aussagen deutlich mehr.

Auch gesucht als:
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