Wie ein Sparplan funktioniert
Bei einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmäßig einen festen Betrag, etwa monatlich 100 Euro, in einen börsengehandelten Indexfonds. Der Kauf erfolgt automatisch, auch in Bruchstücken. Weil Sie in jedem Monat kaufen, mitteln sich Kursschwankungen: Bei niedrigen Kursen erhalten Sie mehr Anteile, bei hohen weniger.
Ein ETF bildet einen Index nach, zum Beispiel einen weltweiten Aktienindex, und verteilt das Geld auf viele Unternehmen. Das senkt das Risiko einzelner Firmen, nicht aber das Marktrisiko: Der Wert kann zeitweise stark fallen.
Kosten, die zählen
Die laufenden Kosten eines ETF werden als Gesamtkostenquote (TER) angegeben, bei breiten Indexfonds häufig unter 0,3 Prozent im Jahr. Dazu kommen Gebühren des Brokers für den Sparplan und gegebenenfalls Spreads. Kleine Unterschiede wirken über Jahrzehnte: Schon ein Prozentpunkt weniger Kosten macht über Jahrzehnte einen deutlichen Unterschied.
Vergleichen Sie deshalb Ausführungsgebühren, Depotkosten und die TER. Der ETF-Kosten-Rechner zeigt den Effekt direkt.
Steuern in Deutschland
Gewinne und Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Für Aktienfonds sind 30 Prozent der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung). Dazu kommt der Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro Kapitalerträge im Jahr für Alleinstehende, 2.000 Euro für Verheiratete, bleiben steuerfrei, wenn Sie einen Freistellungsauftrag erteilen.
Bei thesaurierenden Fonds fällt zusätzlich die Vorabpauschale an, eine jährliche Mindestbesteuerung, die der Broker automatisch abführt. Die genaue Steuer hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
Rendite realistisch einschätzen
Historisch haben weltweite Aktienmärkte über lange Zeiträume im Schnitt mehrere Prozent pro Jahr erzielt, mit starken Schwankungen und Verlustjahren. Garantien gibt es nicht. Planen Sie nur mit Geld, das Sie lange nicht brauchen, und halten Sie einen Notgroschen auf dem Tagesgeld.
Mit dem ETF-Sparplan-Rechner prüfen Sie verschiedene Annahmen für Sparrate, Laufzeit und Rendite. Rechnen Sie vorsichtig und ziehen Sie die Inflation ab. Dies ist keine Anlageberatung.