Finanzen & Sparen

Notgroschen-Rechner

Wie hoch sollte Ihre eiserne Reserve sein, und wie schnell haben Sie sie? Geben Sie Ihre Monatsausgaben, Ihre Situation und Ihre Sparrate ein. Der Rechner nennt den Zielbetrag und die Dauer bis dahin.

Ihre Angaben
Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Lebensmittel, Raten und weitere Pflichtausgaben.
Faustregel: drei bis sechs Monatsausgaben, je nach Risiko.
Aktueller Zins Ihres Tagesgeldkontos, vor Steuern.
Ergebnis

Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Ein Notgroschen ist eine Reserve für unerwartete Ausgaben und Einkommensausfälle, zum Beispiel bei Jobverlust, Reparaturen oder hohen Zahnarztrechnungen. Als Faustregel gelten drei bis sechs Monatsausgaben. Wo Sie in dieser Spanne liegen, hängt von Ihrer Situation ab: Wer ein sicheres Einkommen und ein zweites Gehalt im Haushalt hat, kommt mit drei Monaten aus. Selbstständige, Alleinverdiener, Familien und Menschen mit Immobilienkredit planen eher mit fünf bis sechs Monaten oder mehr.

Notgroschen = Monatsausgaben × Anzahl Monate
Fehlbetrag = Notgroschen − vorhandene Reserve
Kapital im Monat n = Kapital im Vormonat × (1 + Monatszins) + Sparrate

Beispiel: Bei 2.000 € Monatsausgaben und vier Monaten Reserve beträgt der Notgroschen 8.000 €. Sie haben bereits 1.500 €, es fehlen 6.500 €. Bei 200 € Sparrate und 2 % Zins ist das Ziel nach 32 Monaten erreicht, also nach 2 Jahren und 8 Monaten. Ihre Reserve deckt aktuell 0,75 Monatsausgaben.

Was zu den Ausgaben zählt

Rechnen Sie nur mit Kosten, die Sie auch ohne Einkommen weiter tragen müssten: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Strom, Versicherungsbeiträge, Lebensmittel, Fahrtkosten und laufende Verträge. Freizeit, Urlaub und größere Anschaffungen lassen sich im Notfall streichen und gehören nicht in die Basis. Sinnvoll ist es, die Beträge einmal aus den Kontoauszügen der letzten drei bis sechs Monate zu ermitteln, statt sie zu schätzen. Zahlen Sie die Sparrate am besten per Dauerauftrag direkt nach dem Geldeingang ein, damit der Aufbau nicht vom Zufall abhängt.

Wo liegt der Notgroschen am besten?

Die Reserve muss jederzeit verfügbar sein und darf nicht schwanken. Üblich ist ein Tagesgeldkonto oder ein separates Konto bei Ihrer Bank. Aktien und Fonds eignen sich nicht, weil ihr Wert gerade in Krisen sinken kann. Festgeld bindet das Geld, bietet aber eventuell etwas mehr Zins, falls Sie nur einen Teil der Reserve dort anlegen.

Grenzen des Rechners

Der Rechner nutzt Ihre Monatsausgaben als Maßstab. Bei einem Jobverlust sinken manche Ausgaben, und Sie erhalten möglicherweise Arbeitslosengeld, andere Kosten bleiben bestehen. Die empfohlene Zahl der Monate ist eine Faustregel, keine gesetzliche Vorgabe. Zinsen sind vor Steuern gerechnet, bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr (2.000 € bei Paaren) zahlen Sie mit Freistellungsauftrag keine Abgeltungsteuer. Das Ergebnis ist keine individuelle Finanzberatung.

Tipps und typische Fehler

Eine Reserve zahlt sich aus, wenn sie leicht zugänglich ist und im Alltag nicht angetastet wird.

  • Eigenes Konto nutzen: Ein separates Tagesgeldkonto verhindert, dass die Reserve im Alltag aufgebraucht wird.
  • Dauerauftrag einrichten: Eine feste Überweisung direkt nach Gehaltseingang macht das Sparen zur Gewohnheit.
  • Nach Gebrauch auffüllen: Wurde die Reserve genutzt, hat das Auffüllen Vorrang vor neuen Geldanlagen.
  • Ausgaben ehrlich ansetzen: Zählen Sie nur Pflichtausgaben, die auch ohne Einkommen weiterlaufen, und prüfen Sie diese jährlich.

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Häufige Fragen

Wie viele Monatsgehälter sollte ein Notgroschen betragen?

Üblich sind drei bis sechs Monatsausgaben. Selbstständige, Alleinverdiener und Familien planen eher mit dem oberen Wert oder mehr.

Wo sollte ich den Notgroschen anlegen?

Auf einem Tagesgeldkonto oder Girokonto, damit er jederzeit verfügbar ist. Aktien oder Fonds schwanken im Wert und sind dafür nicht geeignet.

Zählen Monatsausgaben oder Monatsgehalt?

Maßgeblich sind die Ausgaben, die Sie auch ohne Einkommen zahlen müssten, etwa Miete, Versicherungen und Lebensmittel. Das Gehalt ist meist höher und deshalb als Maßstab ungenau.

Wie lange dauert es, einen Notgroschen anzusparen?

Das hängt von Zielbetrag und Sparrate ab. Bei 8.000 € Ziel, 1.500 € Startbetrag und 200 € im Monat sind es etwa 32 Monate.

Wie viel Notgroschen brauchen Selbstständige?

Meist sechs Monatsausgaben oder mehr, weil das Einkommen stärker schwankt und kein Arbeitslosengeld als Auffangnetz besteht.

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