Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Cashflow ist nicht gleich Gewinn
Bei einer Vermietung zählen zwei Größen. Der Cashflow ist das Geld, das tatsächlich auf Ihr Konto zu- oder abfließt: Miete minus Kosten, Zinsen und Tilgung. Die steuerlichen Einkünfte sind etwas anderes: Hier zählen Zinsen und Abschreibung (AfA), aber nicht die Tilgung. Deshalb kann eine Immobilie steuerlich Verluste ausweisen und Ihnen trotzdem monatlich Geld kosten, oder umgekehrt.
Die Tilgung mindert Ihre Schulden und baut Vermögen auf, sie ist aber keine steuerlich abzugsfähige Ausgabe. Verluste aus Vermietung verrechnen Sie mit anderen Einkünften und senken so die Steuer. Der Rechner zeigt diese Erstattung als negativen Steuerbetrag.
Wie Sie das Ergebnis lesen
Ein negativer Cashflow ist nicht automatisch schlecht, wenn Tilgung und erwartete Wertentwicklung das ausgleichen. Er bedeutet aber, dass Sie dauerhaft zuzahlen müssen und Reserven brauchen. Wichtig sind außerdem Leerstand, Mieterwechsel, Zinsbindung und Sanierungen. Die Nettomietrendite zeigt, wie viel Prozent Ihrer Gesamtkosten jährlich nach laufenden Kosten als Miete übrig bleiben, ohne Finanzierung.
Grenzen des Rechners
Der Rechner nimmt das erste Jahr mit gleichbleibender Miete und Zinsen auf die Anfangsschuld. Steigende Mieten, sinkende Zinsen durch Tilgung und Kirchensteuer sind nicht enthalten, ebenso wenig Sonderabschreibungen oder die Zehnjahresfrist bei Verkauf. Für die Steuererklärung sind Ihre tatsächlichen Anschaffungskosten und die Kaufpreisaufteilung maßgeblich.
Als Faustregel gilt: Je höher der Eigenkapitalanteil, desto besser der Cashflow, weil Zins und Tilgung sinken. Dafür bindet mehr Eigenkapital Geld, das Sie sonst anders anlegen könnten. Vergleichen Sie deshalb mehrere Szenarien mit unterschiedlichem Eigenkapital, Zins und Tilgung.
Tipps und typische Fehler
Typische Fehler bei der Cashflow-Rechnung.
- Tilgung vergessen: Sie belastet den Cashflow, ist aber kein steuerlicher Aufwand.
- Leerstand ignorieren: Planen Sie mit ein bis zwei Monatsmieten pro Jahr als Puffer.
- Rücklage zu niedrig: Dach, Heizung und Fenster kosten oft fünfstellige Beträge.
- Zinsbindung: Nach Ablauf kann ein höherer Zins den Cashflow ins Minus drehen.
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Häufige Fragen
Was ist ein guter Cashflow bei einer Immobilie?
Ein positiver Cashflow nach Steuern bedeutet, dass die Immobilie sich selbst trägt. Viele Anleger akzeptieren leicht negative Werte, wenn Tilgung und Wertzuwachs das ausgleichen.
Was ist die AfA bei Vermietung?
Die Abschreibung für Abnutzung mindert die steuerpflichtigen Einkünfte. Sie beträgt in der Regel 2 % des Gebäudeanteils pro Jahr, für Neubauten ab 2023 drei Prozent.
Ist die Tilgung steuerlich absetzbar?
Nein. Nur Zinsen, Kosten und die AfA mindern die Einkünfte. Die Tilgung ist Vermögensaufbau und belastet nur den Cashflow.
Wie berechnet man die Nettomietrendite?
Jahresmiete minus nicht umlagefähige Kosten und Rücklage, geteilt durch Kaufpreis plus Nebenkosten.
Wie hoch sollte die Instandhaltungsrücklage sein?
Üblich sind 0,5 bis 1 % des Kaufpreises pro Jahr, bei älteren Gebäuden eher mehr.
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