Warum früh sparen hier den größten Hebel hat
Bei einem Sparplan für ein Kind arbeiten Sie mit einem langen Zeithorizont. Über 18 Jahre wirkt der Zinseszinseffekt deutlich stärker als bei kurzen Laufzeiten: Ein erheblicher Teil des Endwerts stammt aus Erträgen und nicht aus Ihren Einzahlungen. Schon kleine Raten ergeben so eine spürbare Summe, die später für Führerschein, Ausbildung oder Studium zur Verfügung steht.
Dem Kind steht pro Jahr ein eigener Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € zu. Erträge bis dahin sind steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag auf das Kind lautet. Zum Vergleich: Das Kindergeld beträgt 2026 monatlich 259 € je Kind. Der Rechner zeigt, wie viel Prozent davon die gewählte Sparrate ausmacht.
Netto-Rendite = Rendite − laufende Kosten
Endwert = Einmalbetrag × (1 + Netto-Rendite)^Jahre + Sparrate × Zinsfaktor der monatlichen Einzahlungen
Wert heute = Endwert ÷ (1 + Inflation)^Jahre
Grenzen und Annahmen
Die Rendite ist eine Annahme, Börsenverläufe schwanken stark und können im Einzelfall auch negativ sein. Je näher das Ziel rückt, desto wichtiger wird es, Schwankungsrisiko zu verringern, etwa durch Umschichtung in Tagesgeld. Steuern sind im Ergebnis nicht enthalten. Auch die Frage, wem das Geld rechtlich gehört, sollten Sie bedenken: Vermögen auf dem Namen des Kindes gehört dem Kind und steht ihm mit Volljährigkeit zur Verfügung.
Welche Anlageformen in Frage kommen
Für lange Zeiträume nutzen viele Eltern einen breit gestreuten Aktien-ETF mit niedrigen Kosten, weil Aktien langfristig höhere Erträge als Tagesgeld oder Sparbuch erzielt haben. Das ist keine Garantie: Es gab Phasen, in denen Aktienkurse über Jahre fielen. Wer Sicherheit will, mischt Anleihen oder Tagesgeld bei. Kinderkonten bei Banken sind einfach, bringen aber meist nur niedrige Zinsen, die oft unter der Inflation liegen.
Wichtig für die Planung: Legen Sie fest, wofür das Geld gedacht ist und ab wann es gebraucht wird. Je näher der Termin, desto weniger Schwankung sollte das Depot haben. Prüfen Sie außerdem, ob staatliche Förderung wie Vermögenswirksame Leistungen später für das Kind nutzbar ist.
Tipps und typische Fehler
Worauf Sie beim Kindersparplan achten sollten.
- Kosten: Niedrige Gesamtkosten (TER) wirken über 18 Jahre erheblich.
- Freistellungsauftrag: Pro Kind stehen 1.000 € Sparer-Pauschbetrag zur Verfügung.
- Risiko vor dem Ziel: Schichten Sie einige Jahre vor dem Abruf in sicherere Anlagen um.
- Eigentum: Das Geld auf dem Namen des Kindes gehört dem Kind.
Weitere Rechner: Finanzen & Sparen
- Rechner: Kosten des späten Sparens
- Maklerprovision-Rechner
- Ratenkauf-Rechner
- Selbstbeteiligung-Rechner
- Geld-verdoppeln-Rechner
- Restschuld-Rechner
- Durchschnittskurs-Rechner
- Kreditrechner
Alle Rechner dieser Kategorie oder alle Rechner A–Z.
Auch gesucht als
Dieser Rechner hilft bei diesen und ähnlichen Fragen:
- Kindersparplan Rechner
- Sparen für Kinder
- Kinder ETF Sparplan Rechner
- Sparplan Kind 18 Jahre
- Kindersparen berechnen
- ETF Sparplan für Kinder
Häufige Fragen
Wie viel Geld hat ein Kind nach 18 Jahren bei 50 € im Monat?
Bei 6 % Rendite vor Kosten und 0,2 % Kosten sind es rund 18.700 € bei 10.800 € Einzahlungen. Das ist eine Modellrechnung ohne Garantie.
Wie viel Steuerfreibetrag hat ein Kind?
Ein Kind hat wie jeder Erwachsene einen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Jahr, wenn ein Freistellungsauftrag erteilt ist.
Welche Anlage eignet sich für ein Kind?
Bei 10 oder mehr Jahren Laufzeit nutzen viele einen breit gestreuten Aktien-ETF-Sparplan. Das Kursrisiko ist real, kurz vor dem Ziel wird oft in sichere Anlagen umgeschichtet.
Auf wessen Namen sollte der Kindersparplan laufen?
Entweder auf dem Namen des Kindes, dann gehört das Geld ihm, oder auf Ihrem Namen, dann behalten Sie die Kontrolle, nutzen aber nicht den Freibetrag des Kindes.
Was passiert mit dem Geld mit 18?
Bei einem Depot auf den Namen des Kindes steht das Vermögen mit Volljährigkeit dem Kind zur freien Verfügung.
Alle Berechnungen erfolgen direkt in Ihrem Browser, Ihre Eingaben werden nicht übertragen oder gespeichert. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte ohne Gewähr und ersetzen keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Letzte inhaltliche Änderung dieser Seite: . Mehr dazu: So entstehen und prüfen wir die Rechner.